Conny und Sarah auf Reisen
Yellowstone 2013
Indiansummer 2012
Florida 2012
Nordwesten 2011
New York 2011
Westen 2010
Nordwesten 2011
Citylights, Twilights and Highlights, oder die Lichter des Nordwesten-Tour

Kurz nach unserer wunderbaren Reise durch den Westen von Amerika stand es fest:
Wir werden noch einmal kommen, denn es gibt noch so vieles zu sehen.
Nur, wohin soll uns die Reise dieses Mal führen. Nochmals zu bereits Bekanntem, welches uns unglaublich gut gefallen hat?
Oder doch lieber Neues entdecken? In den Süden, Norden, Osten oder Westen?

Da die Reisezeit schon wieder im Juli stattfinden sollte, war schnell klar, dass sich der Nordwesten unglaublich gut dafür eignen würde.
San Francisco klang verlockend....die Küste soll wunderschön sein und Seattle und Portland sollen die Tour ergänzen.
Eigentlich sollten noch ein paar Tage New York als Stop-over dazu kommen. Aber irgendwie fanden wir keinen Platz für New York. Zu viele Highlights und zu wenige Ferientage sprachen gegen New York. Es hat sich dann ja eine tolle Lösung ergeben und wie ihr seht, fand die Reise zum grossen Apfel bereits statt.

                                                         

 
 
 Die Route:
San Francisco - Redding - Klamath Falls - Prineville - The Dalles - Portland - Seattle - Port Angeles - Forks - Moclips - Tillamook - Bandon - Crescent City - Eureka - Mendocino - San Francisco

 
 
8. Juli 2011 Zürich Flughafen

Nachdem wir gestern noch den Geburtstag von Lena (Sarah's Nichte) gefeiert haben und bei Sarah's Eltern übernachtet haben, sind wir um 7.30 Uhr aufgestanden. Mit meiner Mutter haben wir noch gemütlich gefrühstückt, bevor es dann auch schon wieder Zeit wurde und mein Vater uns an den Bahnhof in Hirschthal gefahren hat.
Die Zugfahrt über bis nach Zürich mussten wir allerdings mit dem Gang vorlieb nehmen, denn der Zug war ziemlich voll mit Leuten und Gepäck.
Am Flughafen angekommen musste wir erstmal uns einreihen um das Gepäck abzugeben. Ganz schön voll....aber nach 20 Minuten waren wir durch und um unsere Koffer erleichtert.

Die Passkontrolle sowie die Sicherheitskontrolle verliefen problemlos und hier hatten wir gar keine langen Wartezeiten. In der Nähe von Gate E 35 machten wir es und gemütlich, da kam auch schon die Durchsage, dass der Flug nach San Francisco Verspätung haben wird, wegen technischer Probleme. Na bravo.....wieder mal typisch.....irgendwie kennen wir das schon.
Mal schauen, wie lange die Verspätung sein wird....im Moment klingt es so, wie wenn es eine halbe Stunde wäre....mindestens....

Wir melden uns, wenn es Neues gibt.




Tja, planmässig würde es jetzt losgehen....aber wir sind nicht nach Plan.
Laut den letzten Durchsagen, wissen wir 13.55 Uhr mehr.....

Der Flieger ist mit einem technischen Defekt zurück in den Hanggart....entweder er kann repariert werden, oder es kommt ein neuer.

Ah, gerade kommt die Durchsage, dass wir anscheinend 14.15 Uhr abfliegen....

8. Juli 2011 ....und sie fliegen doch....

Wie bereits erwartet, mussten wir ein Weilchen warten, bevor es endlich losging.
Mit 2 Stunden Verspätung stiessen wir vom "Rüssel" (Männer denkt gar nicht erst.....was falsches ) ab, danach waren wir aber noch in der Startschleife, wegen der Luftraumbegrenzung im Süddeutschen-Raum. Mit guten 2,5 Stunden Verspätung und gleich den nächsten Problemen ging es weiter.....
....das Board-Entertainment stürzte immer wieder ab und musste mindestens 3 mal wieder frisch hochgefahren werden. Mein Bildschirm hat sich nach 4 Stunden Flug ins Nirwana verabschiedet und war nicht mehr in Gang zu kriegen

Wenigstens hatter ich ja den Fensterplatz

Die Sicht von Oben ist immer wieder faszinierend.

Der Bodensee:







Über Grönland:






Eisscholenbild...




Auch ein Eis....





Dann sassen wieder leider auf der falschen Seite....zumindest aber der kanadischen Grenze bis...

....Lassen Volcanics NP mit dem Lassen Peak



Vorbei an San Francisco






Richtung Flughafen






Und dann hatten wir endlich wieder Glück . An der Immigration waren viele Schalter offen und kaum Wartezeiten, das Gepäck kam auch prompt und bei National waren wir die einzigsten. In der Choiceline standen einige Kia Sorrentos....viele Pickups und dann ging die Choiceline nahtlos zu dem SUVs über.



Mit einem weinroten Kia Sorrento AWD mit 8705 Meilen auf dem Buckel machten wir uns auf zum Walmart in American Canyon und danach noch bis Fairfield ins Best Western Cordelia Inn. Nur das Sirius Radio will irgendwie nicht...

Die Sonne in Kalifornien





Hier liegen wir jetzt völlig k.o.

 
9. Juli 2011 Den Lassen lassen?….nööö

4.44 Uhr und ich bin schon wach…..na prost. Die Augen nochmals zu und immerhin konnte ich so etwas wie schlafen, zumindest bis 6.37 Uhr.

Nach einer wohltuenden Dusche packen wir unsere Sachen und gehen noch kurz frühstücken. Das Best Western Cordelia Inn ist ganz nett und ich würde es wieder buchen.
Wir begeben uns zum Auto und fahren erstmal auf der Interstate in Richtung Redding.

Die Interstate ist übrigens ganz nett, wenn man Blumen mag. Ganz viele Oleander sind in der Mitte und versüssen die doch eher langweilige Strecke bis Red Bluff.




Bei Red Bluff biegen wir in Richtung Lassen Volcanic NP ab. Die Strecke wird hügliger und zunehmend waldiger. Uns gefällts und wir schrauben uns immer höher. Leider steht schon beim Abzweig in den Lassen Volcanic, dass die Strasse noch nicht ganz befahrbar ist *seufz*


Am Eingang gibt es dann keine Zweifel mehr.....die Strasse konnte gestern leider nicht komplett geöffnet werden und ab Bumpass-Hell ist schluss.




Wir wollen den Lassen aber nicht lassen und schauen uns erstmal im Visitorcenter um, wo auch sogleich ein Dokumentationsfilm zum Lassen Volcanic NP beginnt.

Faszinierend, wie viele Vulkanarten es hier gibt. Der Film war sehr gut und informativ.

Überall läuft Wasser in Bächen und kleinen Wasserfällen den Hang hinunter. Der ganze Schnee hat auch seine Vorteile.




Danach fahren wir weiter bis zur Strassensperre hoch. Hier oben wird erstmal Mittagessen gemacht und dann geht es zu Fuss der gesperrten Strasse entlang, wo wir die Schneemenge bestaunen. Unglaublich, wie hoch hier teilweise Schnee liegt. Und weil dieser als Lawine noch runterkommen kann oder Felsen auf die Strasse fallen könnten, ist diese noch gesperrt.




Hier oben wird auch Ski und Snowboard gefahren... im Juli!!



Der Helen See ist noch zugefroren...im Hintergrund der Lassen Peak.




Was nun?
Wir fahren noch bei den nach faulen Eier riechenden Fumarolen und Matschkochkesseln vorbei, bevor wir den Park wieder verlassen und auf einer kleineren Strasse, in Richtung Redding fahren.



Die Strecke ist wirklich gelungen.





Das Super 8 bei Redding.....naja....zum Schlafen reicht es und sauber ist es auch.....mehr aber nicht.


Es sollte bis am Ende der Reise das "schlechteste Hotel" bleiben



im Cattlesmen Steakhouse essen wir bis wir fast platzen.....so lecker. Erst fritierte Zwiebelringe, dann Steak und dann auch noch ein Dessert....und dies alles zu zweit für 67 Dollar mit Getränk und Salat. Wir sind zufrieden.




Als letztes besichtigen wir die Sundial Bridge an der Turtel Bay in Redding. Die Brücke ist echt klasse. Unter der Brücke sitzen einige Einheimische und trommeln. Uns gefällts super. Ein kleiner Spaziergang am Ufer des Sacramento Rivers beendet den Abend.













Mal schauen, was der Morgen bringt.


Achso, heute war es im Lassen Volcanic NP angenehm warm und in Redding heiss....80 Grad Fahrenheit...zudem kaum oder nur in der Ferne Quellwolken.


Hotel: Super 8 Redding

10. Juli 2011 Mc Arthur Burney Falls SP und Lava Beds NM

Die Nacht war kurz....ich wache schon wieder auf, als es noch dunkel ist und zudem ist es furchtbar heiss im Zimmer. Die Klima ist aber so laut, dass ich dann gar nicht mehr schlafen könnte. Also kurz ankühlen und wieder aus!

Kurz nach 6.00 Uhr ist es dann soweit und es hält mich nichts mehr im Bett.
Das Frühstück im Super8 naja....Frühstück ist anders....aber in den Motels ist es halt oft so. 2-3 megasüsse Teilchen, künstlicher Fruchtsaft und mit Glück noch eine Scheibe labriges Toastbrot. Conny mampft zwei obersüsse Donuts. Ich lasse es bleiben und ernähre mich von Salzstangen und Wasser.
Kurz vor 8.00 Uhr sind wir soweit und fahren los zur nächsten Tanke. Leider will die unsere Karte nicht oder besser gesagt, sie will einen Zipcode, aber einen 5stelligen.
In der Schweiz sind die Zipcodes (Postleitzahlen) aber 4stellig. Auch mit 90210 lässt sie sich nicht bestechen und so fahren wir erstmal eine Tankstelle weiter.
Das selbe Problem nochmals.
An der 3ten Tankstelle rufen wir um Hilfe, worauf uns ein Mitarbeiter die Säule freischaltet und wir danach im Innern zahlen gehen können (ohne Hinterlegung der Kreditkarte.)

Wir fahren in Richtung Burney und die Strecke gefällt uns sehr gut. Es ist felsig und bewaldet, es geht Hügel hoch und wieder runter.


Die Fahrt zieht sich, doch kurz vor 10.00 Uhr erreichen wir die M.A.-Burney Falls.






Die Wasserfälle sind beeindruckend und gefallen uns super gut. Wir beschliessen, den Falls-Loop zu laufen. Eine kurze, aber wunderschöne Runde.

Wir sehen ein Adlernest, dessen Eltern gerade zuhause sind. 2mal werden wir auf das Nest aufmerksam gemacht und dass es Bald-Eagle seien, aber mir sehen die beiden ehrlich gesagt nicht nach Weisskopfseeadlern aus. Für die Fotos sind sie leider etwas zu weit weg.

Aber widmen wir uns wieder den wunderschönen Wasserfällen. Es fliesst reichlich Wasser und wir werden von der Gicht auch nass.








Von diesem Memorial State Park geht es nun weiter via Lookout immer in Richtung Lava Beds National Monument. Und die Strecke gefällt uns super.



Die Aussicht ändert immer wieder und ist einfach klasse.


Lassen Volcanic und Umland




Mount Shasta




Die Strecke ist zu Beginn noch kurvig, aber dann kommen die langen, endlosen Geraden durch eine wunderschöne Wald- und Felderlandschaft.
Bei einem Vista Point essen wir aus der Kühlbox unser Mittagessen.

Um 15.00 Uhr treffen wir im Lava Beds NM ein.




Es bleiben uns noch 2 Stunden um einige der Lava-Höhlen anzuschauen.

Wir leihen uns im Visitor-Center Taschenlampen aus, welche man für die meisten der Höhlen auch unbedingt braucht.
Unser sind allerdings sehr schwach und so nimmt Conny seine Stirnlampe mit.

In der Valentin-Höhle geht es weit rein und wir müssen uns ganz schön bücken.




Manche Höhlen sind etwas bunt (gemacht)




Die Vegetation hat sich ihren Platz zurück erkämpft. Und dieser Schmetterling liess sich trotz des Weitwinkel-Objektives von ganz nah ablichten.




Aber auch die oberirdischen, erkalteten Lava-Felsen-Felder können sich sehen lassen.




In der Skull-Caves waren wir beeindruckt von deren Grösse. Aber noch faszinierender war, dass es weit unten in der Höhle tatsächlich so kalt ist, dass Wasser am Boden das ganze Jahr über gefroren bleibt. Auch jetzt im Sommer ist da eine Eisschicht.


Schon etwas müde fahren wir eine gute Stunde bis nach Klamath Falls.


Die Fahrt gefällt uns noch immer und wir beobachten die Bewässerungsanlagen auf den riesigen Feldern.




Auch schicke Motels begegnen uns. Übernachten wie im wilden Westen, wie auch sonst




Unser eigenes Motel in Kamath Falls begeistert uns aber auch. Für schlappe 59 Dollar kriegen wir im Cimarron Inn ein wunderschönes Zimmer.






Wir gehen im Black Bear Restaurant essen...aber das Essen begeistert uns nicht so sehr. Es war alles nicht so wirklich gut. Nicht ungeniessbar aber auch nicht wirklich empfehlenswert.


Nach einem kurzen Einkauf bei Albertson, sind wir für den nächste Tag gerüstet und fahren zurück ins Cimarron Inn.


Morgen geht es zum Crater Lake. Wir freuen uns.


Liebe Grüsse

Sarah und Conny

Hotel: Cimarron Inn, Klamath Falls

11. Juli 2011 das blaue Wunder erleben

Tagewacht beginnt heute um 6.00 Uhr. Wir haben beide wunderbar geschlafen im Cimarron Inn und das Frühstück ist auch nicht schlecht. Es gibt Joghurt, Toast, Früchte, Marmelade und frische Waffeln können gebacken werden, um nur einiges davon zu erwähnen. Der Frühstücksraum ist auch genug gross, so dass wir gut Platz haben und uns nicht wie Sardienen in der Büchse fühlen.
Kurz nach 7.00 Uhr verlassen wir Klamath Falls in Richtung Crater Lake. Die Fahrt entlang des Sees ist schön. Immer wieder eröffnet sich eine herrliche Sicht auf Vulkan-Berge, über endlose Kuhweiden und den See.

Berg mit Hut





Ein kurzer Halt an der Visitor Information und einen Wechsel von den kurzen auf die langen Hosen später (brrrr, ganz schön kalt hier oben)
schrauben wir uns immer weiter hoch und schon beginnt rechts und links Schnee.



Auch der Crater Lake Nationalpark konnte noch nicht ganz öffnen. Der East-Rim-Drive ist nur bis Sun Notch geöffnet. Von da aus wandern wir über den Schnee nach oben an den Kraterrand.

Was uns da erwartet übertrifft wirklich die schönsten Vorstellungen. Der Crater Lake hat ein wunderschönes, tiefes Blau.



Wir bewegen uns etwas am Rand entlang und bestaunen auch das Phantom-Schiff, eine pitoreske Felsformation die aus dem See hervorschaut.







Allerdings plagen und trotz der Einnebelung mit OFF (Mückenspray) die Mücken und wir ergreifen schon bald die Flucht.
Unten auf dem Parkplatz angekommen gibt es erstmal etwas zwischen die Kiemen und ich tippe den ersten Teil vom Reisebericht vor.

Weiter geht die Fahrt zum Rim Village. Wir bestaunen den Crater Lake und knipsen unzählige Fotos.





Plötzlich erklingen Sirenen. Ein Rangerwagen nach dem anderen rauscht an uns vorbei. Wir denken uns noch nichts dabei und schlendern weiter dem Rim (Rand) entlang.

Vor dem Visitor Center stehen die Rangerwagen und ein Krankenwagen. Gerade wird das Visitor Center und ein Weg der etwas weiter runter führt, abgesperrt. Eine Rangerin erklärt, dass es einen Unfall gab.
Rettungspersonal naht. Es werden Seile zum Abseilen parat gemacht.
Da wird doch keiner runtergefallen sein? Obwohl....im Moment... mit dem vielen Schnee am Rand des Kraters.....es ist schon echt gefährlich, wenn man meint, für das perfekte Bild auch noch auf den Schnee zu kraxeln.....

Wir spazieren noch etwas weiter, doch unsere Gedanken kreisen immer wieder darum, ob da wirklich jemand runter gefallen ist und ob die Person noch lebt.




Auf dem Rückweg fragen wir eine Rangerin, ob da jemand runter gefallen sei, was sie uns bejaht. Ja, da sei jemand abgestürzt, sie seien daran, die Person zu bergen. Man wisse aber noch nicht, ob die Person noch lebt. Das Personal sei in solchen Rettungen aber geübt.

Ihr könnt euch vorstellen, dass uns dieser Vorfall die ganze Zeit über noch im Kopf bleibt. Wir geniessen zwar die weitere Fahrt und die Aussicht am West-Rims, aber es bleibt ein Nachgeschmack...










Die Fahrt nach dem Crater Lake bis nach Prineville zieht sich ganz schön..... und das Wetter wird zunehmend schlechter....wir checken erstmal im Best Western Prineville Inn ein und entscheiden in 1-2 Stunden, ob wir zu den Painted Hills fahren wollen oder ob wir morgen unser Glück versuchen.



Lange waren wir uns unsicher. Sollen wir trotz der dunklen Wolken die Stunde Fahrt auf uns nehmen und zum Sonnenuntergang in die Painted Hills des John Day Fossil Beds National Monument fahren?

Ja, wir wollten es riskieren. Und was soll ich sagen....wir wurden belohnt.

Schon während der Fahrt zeichnete sich ein blauer Streifen am Himmel ab, welcher sogar immer breiter wurde.
Die Stunde Fahrt zieht sich zwar etwas hin, aber die Landschaft ist einfach wieder unverwechselbar schön.

Die ersten farbigen Hügel kommen zum Vorschein.



Bei den Painted Hills angekommen, verdeckte ein dünner Wolkenstreifen den Himmel. Gemeinsam mit einem netten Päärchen (Amerikanern) warteten wir, dass die Sonne die farbigen Hügel noch bunter scheinen lässt.



Die Sonne wagt sich hervor und wir bestaunen die Farbenpracht.









Wir bleiben, bis die Schatten immer länger werden und anfangen, die Hügel in ihrem Dunkel auzunehmen.
Noch einmal taucht die Sonne die Hügel in ihr sanftes Licht und lässt sie leuchten.



Dann wird es Zeit für die Heimfahrt...... zum Abschied färben sich auch die Wolken.




Hotel: Bestwestern Prineville Inn, Prineville


Nachtrag zum Unfall am Crater Lake:

Auf der Heroldstime-Homepage war folgendes zu lesen:

A 27-year-old man was rescued at Crater Lake National Park Monday after he fell 300 feet into the caldera of the lake.
The New York resident was visiting the park's Sinnott Memorial Overlook when he went past a barrier onto a snow bank and slid off.
The incident occurred at about 10:30 a.m., and the operation to retrieve the man took six hours, according to a press release from the park.
Dozens of park personnel and other emergency responders conducted a high angle technical rescue, with Mercy Flights of Medford and the Chiloquin/Agency Lake Fire District assisting.
The man was transported by helicopter to Rogue Valley Medical Center.
He sustained serious injuries but his status was not immediately available. Park officials did not disclose his identity.


Ein 27jähriger Mann ist demnach 300 Fuss tief in den Krater gefallen. Er ist über eine Absperrung gelettert und auf einer Schneebank ausgerutscht.
Der Unfall passierte um 10.30 Uhr und es dauerte 6 Stunden, den Mann zu bergen.
Der Mann ist wohl schwer verletzt, aber sein genauer Zustand war gerade nicht verfügbar.

12. Juli 2011 Wandern im Smith Rock State Park und die schönen Häuser von The Dalles

Nachdem der Wetterbericht für heute Regen und Gewitter angesagt hat, schaue ich morgens um 6.15 Uhr erstmal vorsichtig zum Fenster aus. Da sind zwar dunklere Wolken, aber keine geschlossene Wolkendecke. Wir werden es also wieder einmal wagen und in den Smith Rock State Park fahren. Für den Mount Hood sehe ich allerdings im wahrsten Sinne des Wortes eher schwarz.


Wir frühstücken im Hotel und ich möchte erwähnen, dass der Frühstücksraum im Best Western Prineville Inn wirklich grosszügig ist. Die Auswahl ist wiederum ok...typisch hier aber nicht zu klein.


Um 8.30 Uhr sind wir dann endlich auf dem Weg, nachdem wir noch betankt worden sind. Hier in Oregon ist es nämlich untersagt, selber zu tanken. Dies trägt zur Arbeitsbeschaffung bei und für uns ist es ja eigentlich noch bequem. Die Scheibe wurde auch gleich sauber gereinigt.


Kurz nach 9.00 Uhr treffen wir im Smith Rock State Park ein, wo ich als erstes einen Umschlag mit den Gebühren ausfüllen muss und diesen in einen "Briefkasten" stecken. In den Umschlag kommen die 5 Dollar Gebühr und auf den Umschlag Autokennzeichen, Namen und Anzahl Personen.

Als ich Conny zurufe, dass wir ein Reh gesehen haben, lacht es neben mir auf und sagt: "aaah, ich gloubes ned, Schwiizer."
Neben uns steht eine Familie. Der Mann ist eindeutig Schweizer, seine Frau scheint eine Amerikanerin zu sein. Da sieht man mal wieder....die Welt ist und bleibt klein.

Wir haben wieder unglaubliches Glück und ein grosses Loch in den Wolken lässt den Smith Rock State Park und vor allem seine Felsen erstrahlen.










Wunderschön! Auch diese Felsformationen sind aus einem Vulkan entstanden.

An den Felswänden wird fleissig geklettert, denn dafür ist dieser State Park bei den Einheimischen sehr beliebt.

Wir entscheiden uns, eine etwas längere Wanderung zu machen....sozusagen eine grosse Runde.

Zu Beginn verläuft der Weg entlang des Ufers.

Wir sichten eine kleine Hirschart (Weisswedelhirsch?) mit Vogel auf dem Kopf




Plötzlich erklingt ein ohrenbetäubender Läm am Himmel und ein Schwarm Kanadagänse kommt angeflogen, steuert auf die Felswand zu und entscheidet sich im letzten Moment, doch nicht an der Felswand zu landen.... dabei entstand dieses lustige Bild.



Man beachte den gedrehten Hals der Gans




2 der Gänse landeten auf einem Felsen.




Von da oben ging das wilde Geschnatter weiter...


Heute scheint unser Tierglück-Tag zu sein, denn schon bald entdecke ich 2 Schlangen....erst halte ich sie für Klapperschlangen, vor denen hier gewarnt wird (ich dachte, da hat was geklappert)....

ich glaube aber, das hier könnte auch eine andere sein...



Keine Minute weiter schon wieder eine Schlange am Wegrand und dieses Mal erkenne ich eindeutig die Rassel einer Rattelsnake...einer Klapperschlange... und gleich daneben schon wieder eine zweite. Und was das hier für eine grosse Klapperschlange ist. Die ist gut über einen Meter lang und in der Mitte faustdick.




Nun reicht es mir aber langsam mit Schlangen, denn jetzt kriege ich diesen überängstlichen Blick in jedes Gebüsch....


Da tut dieses Wesen doch gerade richtig gut....




wilde Heidelbeeren?




Mit dem einfachen Spaziergang ist es jetzt auch vorbei, denn der Weg steigt stetig an....vorbei an einem Felsen namens Monkey Face (Affengesicht) geht es in einigen Kehren nach oben. Wir kommen ganz schön ins Schwitzen und etwas aus der Puste.




Aber die Aussicht lohnt sich auf jeden Fall.






Piepmatz...




Nun geht es aber auch wieder die ganze Geschichte runterzu und ich bin froh, als wir nach 3 Stunden (mit vielen Fotostopps und Tiersichtigungen) wieder beim Auto ankommen


Nach einer Erfrischung mit Wassermelonenstücken und dem Blick gegen den immer schwarzer werdenden Himmel, entscheiden wir uns, auf direktem Weg und nicht via Mount Hood nach The Dalles zu fahren.

Unterwegs gibt es einen kurzen Stopp bei Dairy Queen, wo ein Fajitas Burger Menu die Besitzer wechselt.
Inzwischen setzt Regen ein. Uns störrt es nicht....

Noch immer sind wir fasziniert von den Prärielandschaften Amerikas....die unendlichen Weiten....dazwischen aber auch wieder bewässerte, kultivierte Felder.......aber auch Schluchten und Felsen.






Nach knapp 200km treffen wir in The Dalles ein und erfreuen uns erstmal den vielen Wandgemälden an den Seiten der Häuser in der "Hauptstrasse"




Auch unser heutiges Hotel besitzt so ein Gemälde.





Das The Dalles Inn scheint von aussen etwas grau....im Innern ist es aber ganz gemütlich.




Unser Zimmer im ersten Stock hat zwei grosse Betten und geht dieses Mal in Richtung Strasse....der Lärm hält sich aber gott sei dank in Grenzen.

Wir finden das Hotel toll und können es weiter empfehlen.

Wir entscheiden uns, da es erst 16.00 Uhr ist, uns noch etwas die Stadt anzuschauen.

Leider haben viele Läden schon um 17.00 Uhr geschlossen.....







Also geht es halt Essen. Im Montiras Thai Cuisine gibt es lecker thailändisches Essen.

Es schmeckt ausgezeichnet, die Portion ist gerade richtig und wir beide happy.



Ein Verdauungsspaziergang führt uns an den historischen Häusern von The Dalles vorbei. Die meisten davon entstanden zwischen 1880 und 1910. Wir lieben diese wunderschönen amerikanischen Häuser sehr.


Hier eine kleine Auswahl:








Danach kehren wir neben unserem Hotel in ein Pub ein mit gaaaanz vielen Biersorten....Conny kriegt ein Bier und ich ein Dessert mit heissen Beeren, einem knusprigen Kuchenteil und Vanilleeis.


Ein toller Tag geht wiederum zu Ende und wir machen jetzt unsere Augen zu.


Hotel: The Dalles Inn Hotel, The Dalles Oregon

13. Juli 2011 Wasser von oben in der Columbia River Gorge

Der Wecker klingelt wieder um 6.15 Uhr und ein Blick aus dem Fenster zeigt zwar Sonnenschein, aber auch tiefe, schwarze Wolken. Bis wir parat sind und gefrühstückt haben, ist es kurz nach 8.00 Uhr. Der Frühstückssaal des The Dalles Inn ist grosszügig, schön gestaltet und hat eine angenehme Aussicht. Das Frühstück selber stellt uns auch zufrieden.

Wir verlassen The Dalles in Richtung Hood River und fahren auf der Interstate. Bei Hood River geht es über die Toll-Brücke auf die Washingtoner Seite der Columbia River Gorge.
Hier zeigt sich uns sogar ganz kurz der Mount Hood durch die Wolken, bevor es anfängt zu regnen.



Bei Stevenson kaufen wir kurz etwas ein und wechseln über die Brücke der Götter wieder die Flussuferseite.




Der Columbia River wird an mehreren Orten gestaut, so auch in Bonneville, wo wir uns die Fischtreppe ansehen. Durch Unterwasserfenster sieht man die Fische die Treppen hochschwimmen.


Da gibt es Lachse und diverse andere Fischarten.



Draussen bei den Fischtreppen versucht ein Fischadler sein Glück. Als wir dort ankommen sitzt er gemächlich auf dem Geländer. Erst als Conny auf der anderen Seite etwas filmen will, fliegt er davon. Zwischenzeitlich ist noch ein zweiter Fischadler vorbeigeflogen.




Auch ein Wasserkraftwerk ist vorhanden, welches sogar mit Führung besucht werden könnte. Dafür haben wir aber keine Zeit. Wir bestaunen die Schleusen und wie viel Wasser da durchgelassen wird. Es klingt ohrenbetäubend und Gicht stäubt in alle Richtungen.




Die ersten Wasserfälle dieses Tages sind die Horsetail Falls. Wunderbar, auch wenn es schon wieder etwas mit Regnen angefangen hat.




Weiter geht es zu den Multnomah Falls. Ui, welche Menschenmassen hier sind. Auch auf der berühmten Brücke drängeln sich viele Menschen. Dieser Wasserfall ist wirklich schön, aber irgendwie haben wir mehr erwarten und auf den Bildern wirkte er jeweils irgendwie eindrücklicher.




Wir entscheiden uns, von den Multnomah Falls zur Oneonta Schlucht zu laufen.

Der Weg führt auf einem herrlichen kleinen Weg immer am Hang entlang durch den Wald. Irgendwie haben wir mit dem unsicheren Wetter aber keine Lust mehr, noch bis zu den Triple Falls zu laufen.
Wir fragen am Trailhead der Triple Falls (Trailhead = Beginn der Wanderung, meist mit Parkplatz) ein Ehepaar, ob man entlang der Strasse wieder zum Parkplatz der Multnomah Falls laufen kann. Der Mann sagt, dies sei aber weit und sie würden nun auch dahin fahren. Wir können gerne mit ihnen mitfahren.
Spontan sagen wir zu und begleiten die beiden zum Auto, welches sie bei den Horsetail Falls haben. Währenddessen erfahren wir, dass die beiden aus Portland stammen und gerne mal raus in die River Gorge fahren.
Nach der kurzen Fahrt bedanken wir uns ausgiebig und sie versichern uns, dass es sehr spannend war, mit uns Bekanntschaft zu machen.

Weiter geht es zu den Wahkeena Falls, auch sie gross und eindrücklich und glücklich machend






Dann kommen die Bridal Veil Falls, von denen ich irgendwie kein Bild habe. Dafür habe ich davon ein Bild. Habt ihr gewusst, dass es Leute gibt, die mit ihrer kleinen Katze die Wasserfälle anschauen?






Und zu guter Letzt auch noch die Latourell Falls. Diese gefallen uns ganz besonders gut und geben ein hübsches Fotomodell ab.




Danach schraubt sich der Historic Columbia River Highway seinen Weg in die Höhe bis zum Crown Point, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick über die Gorge hat. Und wir haben wieder Glück mit dem Wetter. Obwohl es in Richtung Portland rabenschwarz ist, strahlt das Flusstal noch in der Sonne und die Fotos gelingen.




Beim Portland Womens Forum gibt es die letzten Bilder davon und noch die eines Hörnchens.






Wir fahren nach Portland und stellen fest, welch ein Glück wir mit unserer Strecke haben, überall staut es sich, nur nicht auf unserer Strecke.

Kurz nach 17.00 Uhr erreichen wir das Haus von Julie, wo wir per Airbnb ein Zimmer (mit tierischem Anschluss) gebucht haben.
Wir werden freundlich von Julie, ihrem Partner und einer Katze begrüsst. Das Haus liegt wunderbar in einer hügeligen Gegend halb im Wald.
Julie stellt uns ihre Tiere (ein Husky, ein Papagei und die zwei Katzen), sowie unser Zimmer und das Bad vor.





Die beiden Katzen sind äusserst speziell. Beide haben jeweils 7 Zehen an ihren Vorderpfoten! Genau wie die Katzen von Hemmingway.




Da Julie etwas deutsch spricht, freut sie sich, sich mit uns auf deutsch unterhalten zu können.

Und sie macht dies richtig gut. Wir unterhalten uns mindestens eine Stunde in der Küche, als ihr Partner dazu stösst und sie so nebenbei erwähnt, dass sie heute noch auswärts essen gehen, weil sie Geburtstag hat.

Sie fragen uns, was wir uns in Portland so alles ansehen wollen und ich zeige ihnen meine Reiseunterlagen. Dabei erwähnen wir auch, dass wir das Haus, welches in Twilight im ersten Film den Cullens gehört, anschauen wollen. Gerade heute hätte er es davon gehabt und sie kämen mit und zeigten uns, wo es genau liegt, bevor sie essen gehen.

Inzwischen stellt sich auch heraus, dass Julies Partner Robert in Bozeman gewohnt hat für 22 Jahre, bevor er letztes Jahr zu ihr nach Portland kam. Er arbeitet(e) in der Forschung für einheimische Raubtiere im und um den Yellowstone Nationalpark. Zudem kennt er den Nachbarn von Brigitte, bei der wir letztes Jahr in Bozeman übernachtet haben. Die Welt ist furchtbar klein.

So, jetzt aber zum Haus der Cullens….hinter Julie her, müssen wir natürlich nicht suchen und stehen in der Auffahrt des Hauses und werfen einen staunenden Blick drauf. Da das Haus aber bewohnt ist, verzichten wir darauf, noch näher heranzuschleichen.

Lustig auch, dass das Haus im Film total im Wald ist……in Wahrheit aber gleich an ein Wohngebiet angrenzt.





Wir fahren noch schnell etwas essen auf dem Rückweg und zwar bei: Sal’s famous italien Kitchen.

Conny’s Gnocchi und meine Spaghetti mit Krabbenfleisch schmecken ausgezeichnet. Ebenso die Panna Cotta mit frischen Beeren und das Tiramisu.
Auf der Fahrt zurück bestaunen wir die wunderbaren Häuser Portlands. Diese Wohngegend in Portland gefällt uns ausgezeichnet. Die Häuser sind in viel Wald eigebettet.






Nach einer kurzen Knuddelrunde mit dem wunderschönen, 12jährigen Husky ist es Zeit fürs Bett.






Gute Nacht aus Portland.


Übernachtung: Airbnb.com bei Julie in Portland

14. Juli 2011 Portland und seine Garten

Heute wird mal so richtig ausgeschlafen. Erst nach 8.00 Uhr stehen wir auf, duschen und machen uns nach 9.00 Uhr auf in die City.

Vorher bleibt aber noch etwas Zeit um auf der Terrasse zu sitzen, wo wir Besuch von der grauen 7zehigen Schönheit bekamen.





Das Wetter ist nicht gerade prickelnd…dunkle Wolken, aber wenigstens keinen Regen.

Wir schlendern durch den Pearl District, China Town und an der Uferpromenade entlang.









An der Promenade des Willamette River sind viele Kleinkindergruppen im Rasen am Spielen. Das scheint der Ort zu sein


Wir besuchen als nächstes den klassischen chinesischen Garden.

Er ist heute gut besucht, gerade ist eine Gruppe beim Tai Chi machen und trotzdem empfinden wir ihn als Oase der Ruhe. So wird man beim Betreten auch gebeten, das Handy auszuschalten.







Im Tea-Hause genehmigen wir uns einen Tee, welcher in einer interessanten Tasse serviert wird.

Während Conny ein Tea Flower Tee hat, habe ich einen 8 Tresaure Tee. Klasse!



Wir geniessen diese Auszeit, bevor wir uns wieder durch die Stadt bewegen.


Im Bridge Port Brew Pub geniessen wir ein leckeres Mittagessen. Conny Bratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelgratin und ich einen geräucherten Lachs Chowder. Beides sehr lecker.




Eigentlich wollten wir uns zum Dessert einen Donut holen bei Voodoo Doughnut, wo es die absurdesten Donuts gibt….aber als wir um die Ecke bogen und die Schlange vor dem Eingang sahen, ist uns die Lust gleich vergangen.




Wir fuhren weiter zum Rose Testing Garden im Washington Park. Der Eintritt ist frei.

Hier gibt es um die 500 verschiedene Rosensorten. Es riecht herrlich und im Moment stehen die Rosen in voller Blüte.

















Gleich neben dem Rosengarten ist der klassische japanische Garten. Er kostet zwar 9.50 Dollar Eintritt pro Person, aber es war es uns auf jeden Fall wert. Über eine Stunde sind wir durch den Park geschlendert und haben Fotos geschossen, Videos gedreht und in erster Linie einfach das Ambiente genossen.












Wir entschlossen uns, noch kurz nach Vancouver in Washington zu fahren, um durch das Walmart Supercenter zu schlendern.

Abendessen gab es heute bei Subway. Inzwischen fällt es uns leichter, all die Fragen nach welcher Brotsorte, welches Fleisch, welcher Käse, welche Beilagen, welche Sauce, zu beantworten um so in den Genuss eines leckeren Sandwiches zu kommen.



Morgen geht es weiter nach Seattle und damit aufs Hausboot.


Bis dahin gute Nacht!




Übernachtung: Bei Julie via airbnb

15. Juli 2011 Mount St. Helens und besser geht es kaum mehr

Um 7.00 Uhr ist Tagwacht und eigentlich wollten wir um 8.00 Uhr unterwegs sein. Aber da Julie noch im Haus ist, bleibt noch Zeit, sie zu verabschieden und nach dem Internet-Code zu fragen. So stelle ich erst mal die Reiseberichte hoch und Conny kriegt noch einen Kaffee von Julie gemacht (sie macht ihn extra stark). Ich schaue, was für Wetter die Cam am Mount St. Helens zeigt….oh sieht nicht gerade gut aus……grau in grau….
Bis wir losfahren, ist es bereits 9.00 Uhr.

Sie wollte wohl mit:



Der erste Halt ist in der Ortschaft St. Helens, wo wir für alle Twilight-Fans das Filmhaus von Bella fotografieren. Für alle anderen....ein amerikanisches Haus






Wie es aussieht, steht es zum Verkauf. Den Besitzern ist wohl der Rummel zu viel geworden….was wir auch verstehen können, auch wenn wir selber kurz angehalten haben und ein Foto geschossen haben. Die Nachbarn sind wohl auch nicht super happy, mit der Situation.....eine Frau fährt aus der Hausausfahrt an uns vorbei und grummelt irgendwas zum Fenster raus. Ich habs nicht so genau verstanden



In Castle Rocks stocken wir im Safeway unseren Lebensmittel-Vorrat auf und kriegen an der Kasse von der netten Verkäuferin eine Mitgliedskarte zugesteckt. Damit gibt es Rabatte und so spart die Verkäuferin uns 7 Dollar.

Wir fahren zum Informationszentrum des Mount St. Helens und schauen uns die Ausstellung und den Film an. Unglaublich, was da 1980 los war. Trotz der tiefen Wolken, wollen wir es wagen und fahren zum Johnston Ridge Konservatorium. Das sind nochmals gut 47 Meilen.
Während der Fahr beobachten wir fasziniert die Landschaft und haben immer im Kopf, was wir im Film gesehen haben. Wie stark der Ausbruch 1980 war und bis wo noch heute die Folgen zu sehen sind: neue Brücken wurden gebaut, Strassen neu gemacht....und das Gebiet für Besucher wieder erschlossen.




Die Bäume wurden beim Ausbruch von der Pyroklastischen Welle einfach umgedrückt.

Und wie wenn Englein reisen, bessert sich das Wetter. Erst knipsen wir wild drauf los, denn vielleicht ziehen die Wolken ja wieder zu.



Aber das Gegenteil geschieht….es wird immer besser und zum Schluss können wir den Mount St. Helens komplett sehen und man erkennt sogar, wie es aus dem Lava-Dome in der Mitte qualmt.





Dabei vergessen wir komplett die Zeit und plötzlich ist es kurz vor 16.00 Uhr. Das Navi zeigt an, dass wir bis Seattle knappe 3 Stunden brauchen….im besten Fall.
Ich hatte aber Cynthia geschrieben, dass wir so gegen 17.00 Uhr bei ihr am Hausboot sind.
Ich rufe Cynthia kurz vom Handy aus an und teile ihr mit, dass wir uns verspäten.
Sie meint darauf, dass sie da eventuell nicht mehr da sei, sie lasse aber das Hausboot offen und schreibe uns das wichtigste kurz auf. Wir hätten das Hausboot übers Wochenende eh für uns alleine, denn sie sei nicht da.
Während der Fahrt fängt es wieder an zu regnen….aber wir sitzen ja im Trockenen und es stört uns nicht. Wir staunen einfach wieder, wie viel Glück wir mit dem Wetter hatten.
Plötzlich gibt das Navi eine Staumeldung durch….die Fahrt verlängert sich schlagartig um 1,5 Stunden. Oh nein, bitte nicht.
Das Ganze stellt sich schlussendlich aber nicht wirklich als tragisch heraus….der Stau hat sich meistens schon wieder aufgelöst und wir kommen nur 15 Minuten später als ursprünglich angegeben an.

Gerade als ich anfangen will, das Boot zu suchen, da kommt mir eine Frau entgegen und sagt: Oh, you must be Sarah…I remember your foto. Du musst Sarah sein, ich erinnere mich an dein Bild.
Sie ist noch da und kann uns noch kurz das Hausboot zeigen und den Schlüssel für die kommenden 3 Tage übergeben. Sie betont, wie sehr sie sich über unseren Besuch freut und wir haben das Gefühl, dass es nicht nur am bezahlten Übernachtungspreis liegt.
Naja, was soll ich sagen….wir sind begeistert…..überwältigt….und fragen uns, was denn diese Unterkunft noch toppen kann?




Dockkatze Mia









Von der Küche aus sehen wir sogar die Space Needle, das Wahrzeichen von Seattle.





Und wie wenn der Herrgott uns mit dieser Unterkunft nicht schon genug belohnt hätte, besucht auch noch eine Waschbär Familie den Steg.



Ihr könnt uns glauben, wir strotzen momentan nur so vor Glück….

Gerade ist ein Raddampfer vorbeigefahren….nun wird das Hausboot etwas schwanken

Übernachtung: Hausboot am Lake Union via airbnb

Das Hausboot war bei uns 110 Dollar pro Übernachtungen und 3 Übernachtungen waren kein Problem. Leider ist der Preis massiv gestiegen und die Mindestanzahl der Übernachtungen auch. Schade.

16.Juli 2011 Regen in Seattle und wie doch noch ein guter Tag daraus wurde

Heute Morgen werde ich vom Prasseln des Regens wach….ich döse aber gleich wieder ein. Beim nächsten Erwachen ist es bereits kurz vor 9.00 Uhr. Wir haben doch heute einiges vor, so dass wir trotz des Regens aufstehen. Schade, dass ausgerechnet jetzt uns das schlechte Wetter einholt. Gegen ein Bad im Lake Union hätte ja nichts gesprochen....aber bei schönem Wetter bitte.

Das Frühstücken im Hausboot macht trotzdem Spass, denn die Sicht auf den Lake Union und die Space Needle bleiben.

Nach dem Frühstück gehen wir zu Fuss bis zur nächsten Bushaltestelle nach Downtown. Dies ist gerade mal 3 Blocks weiter und keine 5 Minuten später ist auch schon der Bus da.

In der 4ten Strasse oberhalb vom Pike Place Market steigen wir aus und begeben uns sogleich in das Gewussel rund um dem Markt.
Wunderbar was es hier so alles zu sehen und zum Probieren gibt.










Und eines darf natürlich nicht fehlen, der Stand, wo die Fische fliegend verkauft werden.

Hier werden die Fische von ihrem Eisbett zur Waage durch die Luft geworfen und solange wir da waren, auch immer aufgefangen.





Durch den Markt schlendern wir dann in Richtung Pier, vorbei am Seattle Aquarium bis zur Anlegestelle eines riesigen Kreuzfahrtschiffes.














Das Wetter zeigt sich immer noch bewölkt. Wir wollen erstmal nicht zur Space Needle....bei dem Wetter

Aber Hunger haben wir.

In einem Pub gibt es Burger und Pommes und ein Soda-Getränk…Black Cherry und Root Beer
für Conny. Das Root Beer war ja eher eine Fehlbestellung....aber Conny fängts auch noch zu schmecken an.



Nun gehen wir wieder den Hügel hinauf bis zur Space Needle. Bei dieser ist eine riesig lange Schlange, um auf den Turm zu gelangen. Und weil das Wetter mit diesen sehr dunklen Wolken nicht vertrauenswürdig aussieht, entscheiden wir uns, vorläufig nicht hochzufahren.

Um die Space Needle rum ist einiges los….Konzerte, Stände mit Essen, ein Hunde-Hochsprung-Stäbchen-Schnapp-Wettbewerb und das Science Museum und das Expirience Music Project.



Gerade als wir ein wenig einem rockigen Konzert zuhören, fängt es an zu regnen und wir flüchten in die Monorail und mit dieser Bahn wieder in die Innenstadt.

Wir schlendern etwas durch die Gassen, essen ein leckeres Eis, landen nochmals beim Pike Place Market und am Pier um den old curiosity Shop anzusehen und den aller ersten Starbucks der hier in Seattle eröffnet worden ist. Da wollen aber wohl alle hin….


Genau so einen hämmernden Mann gibt es auch in Basel.



Wieder geht es zu der Space Needle und dem Music Project, dieses Mal schauen wir den Hunden zu….als uns schon wieder ein Platzregen überrascht. Wir flüchten in die Halle des Music Projects, aber nach 5 Minuten ist der Regen vorbei.






Ich fotografiere die springenden Hunde, da diese eine wunderbare Übung für Objekte in Bewegung sind. Und toll aussehen tut es auch noch….





Der hier hat das Stöckchen vom Podest aus nicht erwischt und versuchte nun von unten aus, irgendwie dran zu kommen.

Guckt, mal das Gesicht des Hundes....das nenn ich ein Happy-Face





Die ganze Lauferei macht aber furchtbar Hunger und eines steht fest…..hier in Seattle bietet sich Sea-Food wirklich an.

Im Reiseführer wird Shiro’s Restaurant gelobt, die sei das frischeste Sushi in Seattle. Da müssen wir natürlich hin.
Etwas ratlos sind wir mit der Karte, wo wir die verschiedenen Sushi, Sashimi und wie sie alle heisse, auswählen und deren Menge bestimmen sollen.
Ich suche in erster Linie Sachen aus, deren Namen mir etwas sagen.
Und was sollen wir sagen…..es war spitze…..grossartig….klasse….
Wer Sushi mag, der sollte in Seattle da mal vorbei schauen….und eventuell vorreservieren, denn nach uns waren nur noch Tische 30-60 Minuten später zu kriegen.
2 Eiskugeln im Tempurateig fritiert rundeten das Ganze ab.

Eigentlich wollten wir am Lake Union entlang nach Hause spazieren….aber irgendwie landen wir wieder bei der Space Needle….die Warteschlange ist weg….der Himmel ist aufgeklart und bis zum Sonnenuntergang dauert es nicht mehr ewig.

Also nichts wie rauf….
Und es hat sich wieder einmal gelohnt. Die Aussicht bis in die Olympia Mountain Range…..die Cascades………..einfach herrlich, auch wenn es teilweise noch Wolken hat.
Diese bescheren uns aber auch ein herrliches Abendrot.











Wir bleiben, bis in der Stadt die ersten Lichter angehen und nehmen dann nach einigen Irrwegen, ein Taxi nach Hause.

Morgen geht es zum Wale-Beobachten! Gute Nacht!

Übernachtung: Hausboot am Lake Union via airbnb

17. Juli 2011 A Dream come true – ein Traum wird war

Heute sollte mein grosser Tag werden. Schon lange träumte ich davon, einmal in meinem Leben Wale zu sehen…..Flipper und Free Willy haben diese Sehnsucht noch verstärkt und so haben wir schon im Vorneherein für den heutigen Tag eine Whale-watching Tour von Anacortes aus mit Mystic Sea Tours gebucht.

Die Anfahrt nach Anacortes dauert ohne grossen Verkehr 90 Minuten, so dass wir kurz nach 8.30 Uhr losfuhren. Unterwegs gabs dann eine kleine, ungewollte Unterbrechung der Fahrt. Da kam so ein Auto mit blauem und roten Licht hinter uns auf die Autobahn und wollte etwas von uns. Conny ahnte gleich was los war. Der Officer guckte grimmig.....erinnerte Conny nach der Kontrolle von Führerschein und Co. aber nur ans Tempo. Nicht dass ihr jetzt denkt, wir sind Raser....ganz und gar nicht....aber wir haben uns dem Verkehrsfluss angepasst und der war etwas schneller als erlaubt.

10.15 Uhr waren wir mit Tanken des Autos auch vor Ort und konnten die Mystic Sea besteigen.



Drinnen hielt ich es aber nicht lange aus….ich wollte trotz des nasskalten Wetter raus und die Nasse in den Salzwasser getränkten Wind halten.

Mit der Zeit wurde dies aber ganz schön kalt….aber, der Regen hielt sich in Grenzen und es waren eigentlich nur wenige Tropfen.
Die Fahrt an den San Juan Islands vorbei war schön, wenn auch neblig.



Schon konnten wir die ersten Tiere sehen….Robben.




Ich habe mir schon überlegt, rein zu gehen, da konnte ich Delfine im Wasser erkennen. Natürlich war ich mit dem Fotografieren zu spät....




Irgendwie schaffe ich es doch noch, mich drinnen wenigstens 5 Minuten aufzuheizen, nachdem ich wirklich schon wie Espenlaub gezittert habe.


Plötzlich Hektik an Board….wir fahren an einem Mink-Wal vorbei. Diese sind jedoch sehr scheu und lassen nicht viel von sich sehen.


Auch Weisskopfseeadler kriegen wir zu gesicht.




Ich nehme wieder ganz vorne am Bug meinen Platz ein.




Und dann ist es soweit….die ersten Orkas tauchen auf….

Und es geht Schlag auf Schlag…..immer näher….immer mehr…..






Zum Schluss nähern wir uns einer Gruppe von Männchen und Weibchen und Junge. Das Boot darf sich nur auf 200 Fuss nähern, danach muss es die Maschinen ausschalten. Aber gerade als wir nahe genug sind, tauchen sie ab…..




…….und tauchen Minuten später neben unserem Boot wieder auf. Unglaublich……Wir knipsen und filmend drauf los…..und staunen und freuen uns…..










Eines der Männchen wirbt um ein Weibchen und scheut sich dabei auch nicht, seine Männlichkeit zu zeigen




Solche Aufnahmen gelingen nicht oft während so einer Tour, versichert mir der Kapitän.


Wir haben unglaubliches Glück gehabt….denn tauchen die Orkas ab, so können sie überall wieder auftauchen.

Unglaublich glücklich treten wir die Rückfahrt an. Das war einer der Tage im Leben, die man nie mehr vergisst.

Ich verbringe die Rückfahrt im Cockpit beim Kapitän und vergleiche meine Fotos mit den Walerkennungskarteien. Gar nicht so einfach.

Plötzlich ist uns das Glück nochmals hold und wir sehen erneut einen Mink-Wal.



Bei einem Adlerhorst sehen wir auch nochmals Weisskopfseeadler….bevor wir nach gut 5 Stunden wir zurück in Anacortes am Hafen sind.


Da wir nur Bananen und Cookies auf dem Schiff gegessen haben, kehren wir hungrig bei Applebees ein…..ein Steak und Baby-Back Ribs wechseln von der Küche in unseren Bauch….hinterher kommt noch ein Schokoladen-Mousse und ein riesigere Cookie mit Vanilleeis.

Den Rest des Abends geniessen wir im und um das Hausboot…..









…..ein unvergesslicher Tag geht zu Ende!


Whale watching: http://mysticseacharters.com/index.php


Übernachtung: Hausboot am Lake Union via airbnb

18. Juli 2011 Goodbye Hausboot....Grüezi Nebel und Hello Sunshine...

Etwas ungern verlassen wir das Hausboot am Lake Union um 8.20 Uhr. Wir wollen es auf jeden Fall auf die Fähre um 9.35 Uhr schaffen. Der Weg zur Fähre stellt sich aber als kurz und staufrei raus, so dass wir schon 8.40 Uhr am Fährterminal sind und wir haben Glück, die 8.45 Uhr Fähre wird gerade erst entladen, so dass wir innerhalb von 5 Minuten ruckizucki auf der Fähre sind.


Wir steigen aus, gehen ans Sonnendeck und werden leider nicht fündig. Keine Sonne, dafür dicker, dicker Nebel und somit auch keine Aussicht auf die Skyline von Seattle. Es ist echt kalt da oben, so dass wir uns ins Innere verkrümmeln.

Erst nach ca. 25 Minuten, als wir Bainbridge-Island erreichen, lichtet sich teilweise der Nebel.



Das ging ja wirklich flott und easy. Nach 1-2 Stopps um Vorräte und neue Trekking-Schuhe zu kaufen, fahren wir weiter bis Port Townsend, wo wir uns die schönen (viktorianischen) Häuser anschauen und durch die Strassen schlendern.












Wir fahren weiter ins Dungeness Wildlife Refuge. Die Sonne scheint und wir geniessen einen kurzen Essenshalt und Spaziergang an der Küste.






Herrlich....von mir aus könnte das Wetter ruhig so bleiben


Auf der Weiterfahrt fahren wir durch Port Angeles....ohne aber da zu verweilen und sehen uns kurz den Lake Crescent im Olympic Nationalpark an. Er ist umgeben von Bergen und leuchtet beim heutigen Sonnenschein wunderbar blau-grün. Die Wanderung zu den Marrymere Wasserfällen lassen wir aber aus, da es schon 16.30 Uhr ist. Wir wissen gar nicht so recht, wo wir die Zeit liegen gelassen haben.





Nächster Stopp ist unser Übernachtungsort. Dieses Mal ist es ein kleines Cottage. Fernhaven Cottage nennt sich die kleine Perle und liegt etwas abseits der WA-112 im Grünen. Der Hofhund begrüsst uns erst nach einigen Minuten. Die ältere Dame ist schon schwerhörig und hat uns nicht gehört.




Christine ist gerade unterwegs, hat uns aber das Cottage offen gelassen. Wir setzen uns draussen hin und geniessen es, einfach mal zu entspannen. Ich lese und Conny beobachtet die Kolibris, wie sie sich um die Futterstelle zanken.








Um 19.00 Uhr und immer noch bei Sonnenschein, entscheiden wir uns dafür, nochmals kurz an die Küste zu fahren.

Bei der Freshwater Bay schaffen wir es bis zum "Strand"



Am Crescent Beach hat es dann Nebel, obwohl der nur unweit der Freshwater Bay liegt. Gleich neben der Strasse weiden zwei Hirschkühe, welche sich kaum stören lassen. Auch gut.






Wir fahren zurück zum Cottage, wo wir noch eine Kleinigkeit essen und dann schon bald uns fürs Bett parat machen.



Morgen geht es nach Forks und in den Regenwald....mit oder ohne Regen?


Übernachtung: Fernhaven Cottage, Port Angeles

19. Juli 2011 Am Shi-shi Beach und Regen in Twilight City

Der Blick am Morgen aus dem Fenster war recht vielversprechend. Da war blauer Himmel mit weissen Wolken. Der Hahn hatte mich schon früh genug geweckt und wir tappen erstmal rüber ins Wohnhaus von Christine um zu Duschen und uns zurecht zu machen.


Bald verabschiedeten wir uns vom Fernhaven und Christine und fuhren schon kurz nach 8.00 Uhr auf dem Scenic Byway 112 in Richtung Shi-Shi Beach. Kurz nach unserem Übernachtungsort wurde der Himmel aber dunkler und Nebel kam auf....oder waren es Wolken?

Zwischendurch hielten wir bei Neah Bay am Strand an und schauten uns die vielen Muscheln und Seesterne in den Tide-Pools an....denn es herrschte gerade Ebbe.






Conny übt schon mal das Springen

Auf der Weiterfahrt entdecke ich plötzlich einen Weisskopfseeadler beim Strand....sofortiges Abbremsen....ich springe aus dem Auto...Conny parkt bei der nächsten Gelegenheit und ufff.....er sitzt immer noch da.






Nummer 4 auf dieser Reise....


Die Fahrt geht weiter Richtung Makah Bay über einen Fluss......ehhh Moment.....sofort anhalten......das waren doch Otter.....

Ich wieder raus aus dem Auto....Conny hält wo es möglich ist.....



....und kommt zum Filmen leider zu spät. Die putzige Familie ist abgetaucht.


Am Trail-Head zum Shi-Shi Beach angekommen, marschiedern wir nach einem kleinen Snack gleich los. Wunderschön ist der Weg über einen Holzplanken-Weg durch den grünen "Urwald".








Banana Slug



Leider artet er nach der ersten Meile zu einem wahren Matschweg aus. Nach 1.5 Stunden bin ich schon mal am Strand. Von Conny ist weit und breit nichts zu sehen. Der war so mit seinen Videoaufnahmen beschäfftig, dass er den Anschluss verpasst hat. Wir sind dann doch beide froh, als wir uns am Strand wieder sehen.






Leider zog das Wetter nun immer mehr zu und so machte der Regenwald seinem Namen alle Ehre und es nieselte.


Wir begaben uns zurueck zum Auto. Dieses Mal in knapp einer Stunde.

Während der Autofahrt setzte nun auch wirklich Regen ein. Damit hatten wir Glück gehabt....aber für unser weiteres Vorhaben, die Strände von La Push zu besuchen, war es natürlich schlecht.
Wir planten um und fuhren erstmal ins Motel, dem Pacific Inn in Forks.



Nach gut einer Stunde Erholung...ich mit duschen, Conny mit Schlafen, holten wir uns bei Subway ein leckeres Sandwich und fuhren nach La Push.....

....leider blieb der Regen und so zogen wir, nachdem wir unser Sandwich mit Sicht auf den Strand gegessen hatten, wieder weiter.

Was kann man in Forks sonst noch tun.....man kann sich die Twilight Orte ansehen. Zwischen den Orten im Buch und wo tatsächlich gedreht wurde, gibt es natürlich grosse Unterschiede. Interessant ist auch, dass wir uns wirklich nicht vorstellen können, von was Forks vor Twilight gelebt hat....


Hier ein paar Eindruecke








Die Schule...


Briefkasten vor dem Haus, welches im Buch das der Cullens sein koennte....



Das Haus dazu...



Das Haus von Bella im Buch...



Das identische Auto wie im Film....sogar die Nummer stimmt....ob es aber wirklich das echte ist.....es steht zwar so am Auto dran....aber wir glauben nicht alles




Das Auto mit dem Bellaschild....mir gefaellt es persönlich besser, auch wenn es nicht das identische Filmauto ist.



Wir versuchen es Morgenfrueh nochmal mit Rialto Beach und Co.


Motel: Pacific Inn Motel, Forks WA

20. Juli 2011 Grau, Grün und Blau....oder ein Tag mit vielen Gesichtern (Von Forks nach Moclips)

Der erste Blick aus dem Fenster zeigt es. Forks macht seinem Namen als eine der regenreichsten Ortschaften alle Ehre. Zumindest sieht es so aus, wie wenn es bald schon wieder regnen würde. Wir machen uns um 7.30 Uhr trotzdem auf in Richtung La Push, entscheiden aber kurz vorher, an den Rialto Beach bei Mora zu fahren.

Als wir dort ankommen nieselt es leicht und alles ist wie in Watte verpackt. Twilight-Wetter....Edward hätte seine Freude daran.....

Der Strand ist mit Treibholz gesäumt und gefällt uns eigentlich gut.

Eine Schar Pelikane fliegt übers Wasser. Davon scheint es hier einige zu haben.
















Auf dem Felsen mit dem Arch drin, sitzt obendrauf ein Weisskopfseeadler....keine 30 Meter über uns....und ich habe nur das 24-105 Zoom dabei......na prima. Ein zweiter Adler fliegt von den Tidepools auf. Das sind also Nummer 5+6. Dieser Urlaub mausert sich so richtig zum Bald-Eagel Urlaub. (siehe Video)


Als Conny mit etwas Abstand vor dem Arch steht, rumpelt es und einige Gesteinsbrocken lösen sich und fallen runter....hmmmm......also lieber nicht zu nah ran.


Als wir uns auf den Rückweg begeben lichtet sich der Wolkennebel langsam und man kann sogar etwas blauen Himmel sehen. Es hat nicht wirklich geregnet und somit hatten wir ja mal wieder Glück.






Wir verbringen 2 Stunden am Rialto Strand und entscheiden uns deshalb, nicht mehr nach La Push zu fahren, sondern via Forks zum Hoh Rain Forest.


Um so näher wir dem Regenwald kommen, um so schöner wird das Wetter. Das ist doch irgendwie verkehrte Welt.

Wir entschliessen uns, nachdem vom Visitor-Center her schon fast eine Autobahn an Menschen in Richtung Hall of Moses-Trail unterwegs ist, zuerst den Spruce-Trail zu laufen.
Hier ist es doch viel ruhiger.





Das Grün und die Mose faszinieren und genau so, wie die riesigen Baumstämme.

Auch den Hall of Moses-Trail laufen wir und sind recht beeindruckt.





Das Fotografieren bei Sonnenschein ist im Wald allerdings nicht so einfach.....was muss es auch ausgerechnet hier so schön sein


Am Ufer des Flusses sehen wir sogar zwei Hirsche.




Nach einem kurzen Stopp im Hard Rain Cafe, wo wir einen Burger vertilgen, geht es weiter an den Ruby Beach. Und inzwischen ist das Wetter richtig gut und wir haben unheimlich Freude am Strand. Nach dem ganzen Nebel und nassen Wetter, tut die Sonne richtig gut.















Strand bei Kalaloch



Den Lake Quinault lassen wir weg....die Zeit reicht nicht mehr, zudem hoffen wir, dass es auch in Moclips noch schönes Wetter ist, denn unsere Unterkunft im Hi-Tide Resort liegt direkt am Meer. Leider ist es hier jedoch wieder bewölt. Die Unterkunft ist mit 166 Dollar (inklusive Taxen) die teuerste auf unserer Reise. Wir staunen aber nicht schlecht, als wir unsere Wohnung beziehen.....denn mit einem Hotelzimmer hat dies wirklich nichts mehr zu tun!


Der Wohnraum wunderbar mit Sicht aufs Meer und die Dünen.



Das Schlafzimmer



Im benachbarten Pacific Beach essen wir im Windjammer....es gibt grillierten Lachs mit Gemüse und Kartoffeln.

Es hat uns gut geschmeckt und wir kehren mit Freude wieder in unsere schöne Unterkunft und geniessen die Sicht aufs Meer bei einem Glas Wein.

Übernachtung: Beach Resort Hi-Tide, Moclips WA

21. Juli 2011 Austern, Küste und ein Sonnenuntergang

Ich werde morgens wach und schaue auf die Uhr. Was? Schon 8.00 Uhr. Höchste Zeit aufzustehen. Aber wir haben wirklich richtig gut geschlafen. Es war so schön ruhig.

Im Bad möchte ich den Lichtschalter betätigen, aber es geht kein Licht. Auch im Schlafzimmer nicht und in der Küche sämtliche Geräte auch nicht. Aha...wir haben einen Stromausfall.
Der Blick nach dem Wetter draussen ist auch nicht gerade prickelnd....es regnet. Wir entscheiden uns, uns parat zu machen und irgendwo unterwegs einen Kaffee zu trinken und etwas Kleines zu essen.
Vorher will ich aber wenigsten noch ein Foto vom Strand machen.



In Hoquiam werden wir bei Sully's fündig. Es gibt Kaffee und eine leckere Zimtrolle.


Wir halten bei einem Antiquitäten-Laden um uns umzuschauen. Leider können wir nichts, was uns gefällt, mitnehmen.

Aber es ist schon spannend, was es hier alles gibt.



Eine lange Brücke führt uns über den Columbia River nach Astoria und somit wieder nach Oregon.




In South Bend essen wir nach einem Tipp aus dem Forum im River View Dinner gegrillte Austern. Ich und Conny essen zum ersten Mal Austern und sie schmecken wirklich grossartig hier. Der Chef grillt sie eigenhändig vor dem kleinen Restaurant in einem Holz-Smoker-Grill (keine Ahung, wie das Ding richtig heisst )

Dazu gibt es ein Knoblauchbrot und ich muss sagen, es ist einfach himmlisch. Wer Austern mag und per Zufall da vorbei fährt.....es lohnt sich wirklich in das unscheinbare Restaurant zu gehen.

Weiter geht es zum Fort Stevenson State Park, wo wir uns am Strand das Wrack der Peter Iredale anschauen. Viel ist davon nicht mehr übrig. Wie lange man wohl davon noch was sieht? Spannend ist das Foto eines Rangers, welches die Peter Iredale in noch fast ganzem Zustand zeigt.






Im Ecola State Park geniessen wir die Aussicht über Cannon Beach mit dem Haystack (Heustock) Rock. Bei schönen Wetter muss die Aussicht hier bombastisch sein....sie ist nämlich schon bei unserem mittelmässigen Wetter super.






In Cannon Beach gibt es schöne Häuser und eben besagten Haystack Rock. Am Strand spazieren viele Leute, auch mit Hunden....












Die Brandung gefällt uns ganz besonder gut (siehe Video)


Die Fahrt entlang der Küste ist hier ganz besonder schön. Es gibt viele wunderbare Aussichtspunkte. Das weiss auch die Möwe zu schätzen.






In Wheeler finden wir das wunbderbar gelegene Restaurant: Nehalem Bay Sunset Grill, wo es für uns beide Fisch gibt und ein leckeres Dessert. Für mich gab es Lachs im Haselnuss-Mantel und Conny hatte einen Heilbutt mit Knoblauch.




Wir fahren weiter in Richtung Garibaldi und halten nochmals am Strand, um den Sonnenuntergang festzuhalten. Wir hoffen, wir werden dies die nächsten Tage noch öfters tun können. Besonders die Möwen gefallen uns im Gegenlicht sehr gut.










Hier hat der Himmel Augen....wohl für die wunderschöne Landschaft











Ich schaue noch einem Falken zu, wie er sich an einer Möwe stärkt, die tot am Strand liegt. Als ich ihm zu nahe komme, versucht er samt der Möwe wegzufliegen. Die Möwe ist aber mindestens doppelt so gross wie er, so dass er sie wieder fallen lassen muss.


In Garibaldi checken wir im The Garibaldi House ein. Das Hotel macht einen sehr guten Eindruck und wir kriegen ein ordentliches Zimmer.




Jetzt noch die Fotos hochladen, den Reisebericht schreiben und ein Glässchen Wein schlürfen....dann heisst es: Gute Nacht Garibaldi.........


Hotel: The Garibaldi House, Garibaldi OR

22. Juli 2011 wilde Küsten, Leuchttürme und einfach ein Traum

Der Tag hätte eigentlich nicht besser beginnen können, als mit dem wirklich guten Frühstück in unserem Hotel in Garibaldi. Hier gab es sogar Rührei. Nur die Auswahl an Brot war noch so typisch amerikanische Motels. Ansonsten war vom Fruchtsalat über Cerealien, Joghurt, Waffeln, Porridge (wer's mag...ich finds schleimig...) wirklich eine gute Auswahl vorhanden.


Irgendwann nach 8.00 Uhr mit Tendenz zu 8.30 Uhr fuhren wir los.


Das erste Ziel sollte Cape Meares und der Three Capes Loop sein. Beim Cape Meares gibt es einen Leuchtturm und den wollten wir auch besuchen. Die Küste gefällt uns hier überhaupt sehr gut.






Die Weiterfahrt gestaltete sich dann aber etwas schwierig. Erst wollte der Tank nicht mehr lange voll sein und dann kam auch noch eine Strassensperrung des Three Capes Loop...worauf wir nochmal einen Schlenker über Tillamook zur Tankstelle und dann direkt an die Netarts Bay fahren....


Auf dem Three Capes Loop kamen wir auch an den ersten Sanddünen vorbei, wo Quads, Motorräder und Strandbuggies herumkurvten.




Das Wetter wurde noch besser, dafür der Wind auch immer stärker.

Die Küste gefiel uns aber immer mehr. Jetzt wurde sie so richtig rauh.

Boiler Bay



Nächster Stopp: Rocky Creek State Park mit Sicht auf die Whale Cove Bucht.
Hier sitzen an jeder Ecke Künstler und versuchen die Landschaft auf dem Bild einzufangen.







Devils Punch Bowl (des Teufels Punschschüssel) war leider gerade ausgetrunken (Ebbe)






Beim Yakima Leuchtturm gab es neben diesem, auch Felsen voller Wasservögel (Trottellummen ...wer hat denn den Sch....Namen erfunden?) und Seehunde.






Wunderschön ist auch die Sicht auf den Heceta Leuchtturm. Sein Anblick ist bekannt. Und das Wetter hat bei uns ja auch gepasst.




So sieht es aus, wenn wir versuchen, Aufnahmen während der Fahrt zu machen.




Dann hielten wir bei der Sea-Lions Cave. Einer Höhle, in der gerne eine grössere Gruppe Seelöwen sitzt.

Heute scheinen sie da zu sein und wir zahlen die 12 Dollar Eintritt pro Person, um mit dem Aufzug in de Höhle runter zu fahren.
Es stinkt ganz schön hier unten.



Das Fotografieren der Seelöwen in der Höhle ist allerdings eine rechte Herausforderung.






Um halb vier stellen wir fest, dass wir bis nach Bandon ja noch immer 200 km zu fahren haben. Nun aber hopp. Wir können nicht an jeder Ecke halten.


Der nächste längere Halt ist deswegen an den Oregon Sand Dunes. Diese Dünenlandschaft ist riesig und es hat sehr hohe Sanddünen. In einigen Teilen davon darf man wieder mit Quads und Co. fahren. Wir finden aber einen "unberührten" Abschnitt.








Das hier waren wird dieses Mal nicht! Ehrlich




Kurz nach 20.00 Uhr erreichen wir das Sea Star Guesthouse in Banden. Unser Zimmer gefällt uns super. Einzig Stauraum für die Koffer ist etwas knapp, dafür die Aussicht über den Hafen gut.






Und der Sonnenuntergang ist einfach bombastisch! Es ist einer dieser Tagesabschlüsse, an denen ich ganz genau weiss, die Reise hat sich so oder so gelohnt. Schon nur wegen diesem einen unberschreiblichen Moment....und es war ja nicht mal der einzigste.....














Ein weiterer wunderbarer Tag geht zu Ende. Vielen Dank an Petrus für das tolle Wetter




Gute Nacht aus dem Sea Star Guesthouse


Übernachtung: Sea Star Guesthouse, Bandon OR

23. Juli 2011 den riesigen, rotenstämmigen Bäumen entgegen

7.00 Uhr klingelt der Wecker und wir stehen nach ein paar Minuten auf. Das Wetter draussen zeigt Sonnenschein pur. Nachdem wir ausgecheckt haben, begeben wir uns in die Altstadt von Bandon (naja, Stadt ist etwas übertrieben) und frühstücken erstmal. Für Conny ein traditionelles amerikanisches Frühstück mit Eiern, Speck, gebratenen Kartoffeln und Toastbrot, ich nehme ein Omlette mit Avocado und Speckstückchen.




Beides schmeckt ausgezeichnet und wir schlendern satt durch die Altstadt um noch etwas zu shoppen. Die Läden machen gerade erst auf.

Viel finden wir allerdings nicht.



Der Küste entlang geht es weiter, immer in Richtung Süden.


Wo es uns gefällt, da halten wir an und machen einen kurzen Spaziergang oder einfach ein, zwei Fotos.


Noch bei Bandon





Leuchtturm am Cape Blanco



Während der Fahrt sehen wir ein Tier über die Strasse gehen. Ich denke ja erst, es sei eine Katze....aber beim näher kommen stellt sich heraus, dass dies wohl so was fuchsartiges sein muss....und noch jung.....denn er rennt nicht weg, sondern betrachtet uns neugierig.


Der gemeine Graufuchs (Common Greyfox)



Die Küste wird etwas diesiger oder dunstiger oder wie ihr es auch immer nennt.....die Sicht wurde schlechter.....

Der Samuel Boardman State Park ist wieder ausgesprochen schön.



Zum Mittagessen gibt es einen grossen Burrito vom Taco Bell.


Zwar finden wir die Küste immer noch herrlich, aber jetzt gelüstet es uns nach den Redwoods. Kurz nachdem wir die Grenze zu Kalifornien überquert haben, bei der man auf Grünzeug kontrolliert wird, weil man nichts davon einführen darf, biegen wir in den Jedediah Smith Redwoods State Park ab.


Wir fahren auf Tipp aus dem Visitor Center erstmal die Howland Hill Road und machen beim Stout Grove eine kleine Rundwanderung.

Diese riesigen Bäume faszinieren uns unglaublich.

Man beachte Conny zum Vergleich











Wir fühlen uns wie Zwerge unter Riesen.....was wir ja irgendwie auch sind.





Die Strasse führt uns direkt nach Crescent City, wo wir im Lighthouse Inn übernachten.




Im Northwood Restaurant nebenan geniessen wir ein wunderbares Prime Rib. Conny isst seines mit Friten und ich mit Garlic-Pasta (Knoblauch-Nudeln).




Im Apple Peddler gibt es noch ein Apfeldessert.....meines ist so riesig, dass Conny mir helfen muss


Zum Sonnenuntergang gibt es einen kleinen Spaziergang am Hafen mit Sicht auf den Leuchtturm.




Der Nebel zieht auf und der Sonnenuntergang ist nicht ganz so schön wie gestern.




Morgen geht es nochmals zu den Baumriesen und bis Eureka.


Motel: The Lighthouse Inn, Crescent City CA

24. Juli 2011 ein grosser Meeressäuger, grosse Bäume, alte Häuser und alte Autos.

Die Nacht im Lighthouse Inn in Crescent City war ganz angenehm, auch wenn der ganze Bau etwas hellhörig ist. Das Frühstücksbuffet war aber wirklich super.....verschiedene Bagels, Kuchen, Äpfel, Waffeln, Joghurt, Milch und und und. Reichhaltig und genug für alle da.


Nach dem Frühstück setzten wir uns ins Auto um weitere Redwoods anzuschauen. Mir war aber gestern, als hätte da beim Visitor Center irgendwas von wegen Grauwale und viele Menschen an der Strasse bei Klamath River gestanden.


So hielten wir dann am Klamath River auf einen Aussichtspunkt auf das Meer zu. Problematisch war dabei, um so höher wir kamen, um so dichter der Nebel. Achja, habe ich schon erwähnt, dass heute alles grau über uns aussieht. Das soll gegen den Nachmittag etwas besser werden, aber nicht wolkenlos.

Von anderen Menschen und einem Wal war aber nichts zu sehen. An der Mündung zum Klamath River lagen einzig eine Gruppe Seelöwen.

Also fuhren wir weiter. Tja, Pech gehabt. Die Wale sind wohl schon weiter. Bei der Brücke über den Klamath River sehen wir viele Menschen, die sich zu Fuss auf der Brücke bewegen und in Richtung Fluss fotografieren.

Hääää? Die Wale werden doch nicht etwa im Fluss schwimmen. Wir halten so bald wie möglich am Strassenrand an und begeben uns im Strom der anderen Menschen auf die Brücke.
Ich frage extra noch nach, was es denn da zu sehen gäbe. Ein Wal ist die Antwort....

Uiiiiii, wir sind ganz kribelig und dann sehen wir ihn. Ein Grauwalweibchen, welches im Klamath River direkt vor der Brücke Runden dreht.

Eine Frau erklärt mir, dass dieses Weibchen mit einem Jungen hierher geschwommen sei, das Junge sei aber gestern wieder ins Meer zurück gekehrt.
Man werde heute wohl versuchen, die Mutter auch wieder ins Meer zu treiben....was aber nicht sehr leicht sei.
Schonmal sei eine Mutter mit ihrem Kind hier hoch geschwommen....vielleicht sei dieses Kind die jetztige Mutter.

Wir geniessen den Anblick des Tieres sehr, auch wenn wir uns bewusst sind, dass es da eigentlich nicht hingehört. Aber, wann hat man schon die Möglichkeit einen Grauwal mit maximal 10 Meter Abstand zu sehen?













Irgendwann müssen wir uns losreissen, denn wir wollen ja noch zum Big Tree, einem der höchsten Redwoods.


Bei einer kleinen Wanderung durch die Redwood-Wälder fühlen wir uns wieder in eine andere Zeit versetzt.

Sie sind einfach wunderschön diese riesigen Bäume. Wie winzig klein wir daneben sind. Und wie muss es erst einer Ameise ergehen.







Unvorstellbar, dass diese Wälder beinahe abgeholzt worden wären. Es ist schön, konnte man wenigstens einen Teil davon erhalten, denn die Bäume sind bis zu 2000 Jahre alt.








Einer dieser blauen Vögel (Jay Streller), die es hier in den Wäldern überall gibt, ist besonders zutraulich und setzt sich neben unserem Auto auf die Parkplatzbegrenzung. Genau richtig für ein Foto


Na, wer ist hier wohl blau



Auf einer Lichtung, auf der sich auch ein Visitor Center befindet, sehen wir eine Herde Roosevelt Hirsche. Dabei scheint es sich an den vielen Geweihen an, die aus dem hohen Gras hervorschauen, um männliche Vertreter zu handeln. Selten hebt einer davon den Kopf....sie sind alle mit Fressen beschäftigt oder dem Verdauen.




Wir verlassen die Redwoods und haben nur noch eine kurze Fahrt bis nach Eureka. Allerdings ist es auch schon wieder 14.00 Uhr.

Wir geniessen noch etwas Zeit in der wirklich schönen Altstadt von Eureka und schlendern durch die Strasse.





Besonders erfreut sind wir über eine Reihe Oldtimer, welche wir an der Strasse parkiert, antreffen.








In der Bayshore Mall kaufen wir noch etwas Dekoration für Zuhause ein.


Unser Best Western Plus, Bayshore Inn ist wirklich wieder ein Volltreffer und gefällt uns sehr gut. Das Zimmer hat Blick auf die Lagune, ist gross und überhaupt ist die Anlage sehr schön.








Den Hot-Tube konnten wir ganz alleine geniessen. Bei dem wunderbar warmen Wasser machte auch das immer noch graue Wetter nichts aus.


Nachtessen gab es dann im Chapala Cafè, wo wir ein mexikanisches Gericht genossen.


Morgen geht es nach Mendocino. Mal schauen, ob das Wetter wieder etwas besser wird.


Hotel: Best Western Plus Bayshore Inn, Eureka CA


Nachtrag: Leider ist die Grauwal-Mutter im Klamath River überraschend plötzlich gestorben.

Grauwal im Klamath River gestorben *klick*

25. Juli 2011 Mendocino....Mendocino.....ich fahre jeden Tag nach Mendocino

Aaah, ich kann nur schwärmen. Das Frühstück im Best Western Seashore Inn war genial. Wir hatten Waffeln mit Erdbeeren und Sahne *leckerlecker*

Auch sonst kann ich das Bestwestern wärmstens empfehlen.

Unser erster Halt an diesem Tage galt Ferndale. Hier gibt es wieder diese wunderbaren viktorianischen Häuser und überhaupt ist Ferndale sauber und ansehlich.








Ein Einheimischer erklärte mir bei der Feuerwache, dass es in Ferndale wirklich toll sei. Es gebe kaum Kriminalität und wenn die Polizei habe es allerhöchstens damit zu tun, Strafzettel für zu schnelles Fahren und falschem Parken zu geben. Uns hat Ferndale unglaublich gut gefallen.

Das Wetter war übrigens erstmal neblig.

Der nächste Stopp: Humboldt Redwoods State Park.

Noch einmal wollen wir die wunderschönen Baumriesen bestaunen.





Allerlei lustige Gefährte gibt es hier...





und da hat mich auch noch der Shrek getroffen



Inzwischen wich der Nebel strahlendem Sonnenschein.


Ich kam natürlich nicht drum herum, einmal durch den berühmten Baum hindurch zu fahren. Obwohl ich mit dem Baum Mitleid hatte, aber es war ja Connys Wunsch.




Mit eingeklappten Seitenspiegeln passte auch unser Kia Sorento gerade so durch den Chandelier Tree hindurch.

Es war aber wirklich ganz schön knapp.

Wir fuhren einen Teil der Strecke auf der Avenue of the Giants und bogen dann auf den Highway 1. Dieser ist ganz schön kurvig, dafür führt er wunderschön der Küste entlang.

Bei einigen kleinen Stopps genossen wir das Panorama und schnupperten die Meerluft ein.



Eine kleine Wanderung zum Point Cabrillo Lighthouse und zurück lag auch noch drin. Eigentlich wollten wir ja vorher noch in den Mendocino Coast Botanical Garden....aber, der macht schon um 17.00 Uhr die Schotten dicht und wir waren erst halb 5 da. Wo die Zeit auch wieder abgeblieben ist. Wir könnten echt mehr Zeit hier verbringen.








Ein paar Seehunde gabs auch noch




Von unserer Unterkunft in Mendocino kann ich wieder nur schwärmen. Das Sea Gull Inn Bed and Breakfast ist einfach wieder wunderbar.

Für 138 Dollar gibt es dieses Zimmer:






Ein wunderschöner Garten umgibt das Sea Gull Inn.....leider gingen die Fotos etwas vergessen.


Wir schlendern die Strasse rauf und nach rechts und kommen zu zwei kleinen Restaurants.

Im Cafè Beaujolie (25 Zagat Punkte) lassen wir es uns heute mal so richtig gut gehen. Zur Vorspeise gibt es Krabbenkuchen und Thunfisch-Carpaccio, dazu ein leckeres Glas Rotwein.



Zum Hauptgang hat Conny eine Enten-Brust und Keule mit Spätzle und Blattspinat und ich Wildlachs mit Basilikumtomaten an Wildreis und Blattspinat.

Es war wirklich wunderbar. Dazu die tolle Atmosphäre.....herrlich. Ich glaube, wir fahren wiedermal nach Mendocino

Zum Sonnenuntergang spazierten wir noch an die Küste. Diese Momente geniessen wir sehr, auch wenn es nach dem Sonnenuntergang ganz schön kalt wird. Überhaupt muss mal gesagt sein, dass es an der Küste echt kalt ist. Wir hatten meistens so um die 65-69 Fahrenheit, was knapp 20 Grad entspricht. Dazu noch der wirklich kalte Wind.



Diese Möwe war ganz und gar nicht scheu. Ich sass etwas 1,5 Meter vor ihr.




Die letzte grosse Fahretappe steht bevor. Wir fahren heute nach San Francisco.

Danach geht es schon bald wieder nach Hause.

Übernachtung: Sea Gull Inn, Mendocino CA

26. Juli 2011 And we’re going to San Francisco…

Um 8.30 Uhr kriegen wir das Früstück zu unserem Zimmer gebracht. Es gibt frische Früchte, Orangensaft, Kakao, Joghurt und selbstgemachten Kürbis-Gewürz-Muffin. Sehr lecker schmeckt das!




Um 10.30 Uhr machen wir uns auf, immer dem Highway 1 der Küste entlang. Die Strecke ist zwar sehr kurvenreich, aber wunderschön. Schon kurz nach Mendocino wechselt das Wetter von Nebel auf Sonnenschein.




Durch den oftmals starken Wind sind die Bäume in die entsprechende Richtung gewachsen.




Immer wieder wechseln sich Sonne und Nebel ab und im Meer draussen, kann man die Nebelwand erkennen.




Bei einem Haus entdecken wir mehrere Eisen-Saurier. Sieht doch nett aus, so ein T-Rex mit Blumen.




Wir halten auch bei Sea Ranch um uns die kleine Kapelle anzusehen. Sie ist wirklich sehr speziell, gefällt uns aber super, von aussen, wie auch von innen!






Bei einer Bucht mit Flussmündung sehen wir ganz viele Seehunde. Leider sind sie etwas weit weg, so dass die Fotos näher nicht so recht werden wollen.

Ganz fasziniert sind wir vom eleganten Flug der Pelikane. Sie fliegen gerne in Formation und schön den Klippen entlang. Die sehen beim Fliegen aber irgendwie lustig aus.







Im Nick’s Cove essen wir eine Kleinigkeit. Zur Vorspeise frittierte Calamares und zum Hauptgang für Conny Fish and Chips und für mich gegrillte Austern. Die Austern sind aber irgendwie noch ziemlich schlabberig….da waren die in South Bend viel besser.






Eigentlich wollten wir ja noch zum Point Reyes Lighthouse. Als wir schon beinah die Hälfte der Strecke gefahren sind, kommt ein Schild, dass der Leuchtturm Dienstag und Mittwoch geschlossen ist. Ok, dann gucken wir den halt von aussen an……dachten wir, denn es fahren ganz viele Autos in die Richtung.

Leider zieht aber auch hier der Nebel auf und als wir am Parkplatz bei der Absperrung sind, steht da, dass auch die Treppe zu dem Leuchttrum geschlossen sei. Bei dem Nebel sehen wir den Leuchtturm nicht mal von weiten. Erstaunlicherweise sind auf dem Parkplatz aber ganz viele Autos. Wir wollen kurz etwas zu Fuss gehen, aber der Nebel wird immer dichter und der kalte Wind ist echt unangenehm, so dass wir kapitulieren und zurückfahren. Das waren dann wohl 60km umsonst….schade. Wir können uns an dem bisschen Küste, das wir durch den Nebel sehen, nämlich vorstellen, wie schön es hier sein könnte.
Viele Kühe hat es hier….auf der Strasse und hinter Zäunen. Ich mag Kühe.....Kühe kommen bei mir ganz vorne.....nicht nur auf der Speisekarte




Diese hier schien es nicht zu stören, denn sie lehnte sich gemütlich gegen den Stacheldrahtzaun, um das Gras auf der anderen Seite zu naschen. Auf der anderen Seite des Zauns schmeckt es ja bekanntlich immer besser


Vorbei an den Muir Woods gelangen wir nach 17.00 Uhr zur Golden Gate Bridge, welche wir auch überqueren. Viel sehen wir davon allerdings nicht. Der Nebel verschluckt die Brücke beinahe.

Diese Überfahrt kostet und 6 Dollar, die wir auch anstandslos zahlen.
Das Navi lotst uns perfekt zu unserem Hotel, dem Parc 55. Dieses liegt toll gelegen mitten Downtown San Francisco. Da die Parkgebühren mit 45 Dollar pro Nacht wirklich unverschämt hoch sind, parken wir das Auto in einer der umliegenden Parkhäusern für 20 Dollar pro Tag und mit Raus- und Reinfahren soviel wir wollen.

Das Zimmer im 8ten Stock gefällt uns gut, auch wenn wir gerne noch etwas weiter oben gewesen wären. Da sei aber leider alles ausgebucht.




Wir begeben uns noch kurz in die Stadt, um bei Maru’s Sushi selbiges zu essen. Und auch hier schmeckt es sehr gut, wenn auch nicht ganz sooo gut, wie in Seattle.

Internet haben wir hier im Parc 55 leider keines….bzw. ich zahle keine 14.95 Dollar pro Tag fürs Internet

Wir werden morgen irgendwo frühstücken, wo es Internet gibt....oder auch nicht

Hotel: Parc 55, San Francisco

27. Juli 2011 Alcatraz, alte bemalte Frauen, ein ständiges Auf und Ab und eine kurvige Angelegenheit

Heuteverlassen wir früh um 8.30 Uhr das Hotel. Wir haben eine Verabredung mit Alcatraz Cruises, welche uns um 11.30 Uhr zur wohl berühmtesten aller Gefängnisinsel bringen soll. Zuerst wollen wir uns aber noch einen Muni-Pass für die öffentlichen Verkehrsmittel holen. Wir müssen uns noch kurz gedulden, denn das Visitor-Center gleich neben unserem Hotel macht erst um 9.00 Uhr auf.

Da können wir uns ja noch einen Kaffee bei Starbucks holen.
Der Muni-Pass für 3 Tage kostet 21 Dollar pro Person. Man wählt aus, ab welchem Tag er gültig ist, in dem man den entsprechenden Monat und Tag freirubbelt.

Mit der F-Linie, einer wirklich historischen Strassenbahn mit Wagen von überall her, wollen wir eigentlich zur Fishermans Wharf. Aber jeder der Wagen der ankommt, ist so rappel voll, dass wir schlussendlich einen Bus bis zur Ferrystation nehmen und von den Fähren aus, vor laufen.






Da wir noch zu früh sind, schlendern wir vor bis zum Pier 39, wo viele Läden und ganz schöner Rummel herrscht. Hier gibt es auch die berühmten Seelöwen, welche aber aktuell nur in spärlicher Zahl vorhanden sind. Die weiblichen Seelöwen ziehen im Sommer gerne in den Süden um zu gebären.






Um 11.00 Uhr stehen wir in der Reihe um auf die Fähre zu gelangen und ergattern uns einen Sitzplatz ganz oben und ganz vorne.

Damit haben wir einen super Blick auf die Stadt und auf Alcatraz. Der Nebel ist so gnädig und lässt uns wenigstens diese Sicht.





Die Golden Gate Brücke verschlingt er aber zum grössten Teil noch immer.







Auf Alcatraz ist ganz schön viel Volk unterwegs. Wir begeben uns zur Audio-Tour, wo wir mit Kopfhörern verkabelt werden. Die Tour ist spannend. Allerdings muss man sich die Sicht manchmal etwas erarbeiten, da wir ja bei weitem nicht die einzigsten sind.

Selbst in die ehemaligen Zellen kann man rein. Ein ganz schön beklemmendes Gefühl ist das, soll mal ja keiner die Türe zu machen.











Bis 1963 waren hier die Gangster des Landes verwahrt, unter anderem der berühmte Al Capone.

Danach wurde das Gefängnis zu marode und man beschloss, den aufwendigen Komplex (man musste ja vieles vom Festland herbringen) zu schliessen.
Der heutige Zustand ist mehr als desolat. Viele der Gebäude sind Ruinen und für die Besucher gesperrt. Aber, fairerweise muss ich auch erwähnen, das es Teile gibt, die wegen der brütenden Seevögle gesperrt sind. Die Natur erobert sich die Insel gerade wieder zurück





Nach guten 2 Stunden verlassen wir die windige Insel wieder. Jetzt finden wir auch einen Platz in der F-Linie der Strassenbahn und kommen so kurz vor unserem Hotel an.


Jetzt steht uns der Kopf nach Essen. Wir gehen in die Cheesecake-Factory ganz oben bei Macy’s und müssen erstmal etwas warten….es ist hier richtig voll. Von der Dachterrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über San Francisco.




Dafür werden wir mit einem leckeren Apple Dutch Cheesecake und einem Wild Berry white Chocolate Cheesecake belohnt. Lecker, lecker, sag ich euch.

Die Auswahl ist übrigens riesig und uns auch gar nicht leicht gefallen!

Mit dem Auto, welches tatsächlich noch im Parkhaus steht (wir waren uns etwas unsicher, weil wir den Autoschlüssel abgeben mussten und es im Tenderloin-Gebiet liegt, welches nicht gerade den allersichersten Eindruck macht), fahren wir zum Alamo Square und seinen Painted Ladies.






Die Häuser sind wirklich schön und vom Hügel aus hat man auch eine nette Sicht über die Stadt….wenn da nur nicht wieder dieser Nebel wäre.

Aber auch die anderen Häuser in der Umgebung sind nicht ohne.

Einmal mit dem Auto unterwegs, beschliessen wir auch, den berühmten Teil der Lombard Street zu fahren. Wir müssen sie aber etwas suchen, sind wir doch am falschen Ende der Lombard Street gelandet. Wer kennt sie nicht, diese sich wunderschön runterschlängelnde Strasse. Es ist Einbahnverkehr und man darf die Strasse von oben nach unten befahren, was wir natürlich einmal machen. Dazu muss man sich beinahe einreihen….soviele Autos tun es uns gleich.

Die Anwohner werden sich auch über die tägliche Autoschlange freuen.
Wir parken etwas unterhalb und machen die berühmten Fotos.



Hier kann man auch mal sehen, wie steil die Strassen sind. Dank digitaler Wasserwaage in meiner Canon 60d, müsste der Winkel auch stimmen.




Wir kurven die steilen Strassen noch etwas rauf und runter, bevor wir kurz vor 20.00 Uhr den Wagen zurück in die Parkgarage bringen und die Fotoausrüstung ins Hotel. Jetzt aber nichts wie los und etwas essen gehen.


Kurz vor dem Tor zu China-Town werden wir bei E+O Trading Company fündig. Ein asiatisch angehauchtes Restaurant.

Zur Vorspeise gibt es Satè-Spiesschen und Lachs crudo mit Wasabisauce.
Der Hauptgang besteht aus einmal Spareribs mit Coleslaw und Ente mit Kohlrabi und Mango. Dazu gab es braunen Reis aus Kalifornien.
Zum Dessert Meringue gefüllt mit einer Zitronencrème drin und roten Beeren plus ein Cake aus einer Kaffee-, Schokolade- und irgendeiner weissen Schicht.
Herrlich papp satt begeben wir uns zurück zum Hotel.

Internet hat heute leider wieder nicht geklappt….wir haben jetzt aber auch nicht extra danach gesucht.


Hotel: Parc 55, San Francisco

28. Juli 2011 in den Strassen von San Francisco

Schon ist unser letzter ganzer Tag der Reise angebrochen. Diesen Tag wollen wir nochmals ausnützen um uns die Stadt genauer anzusehen. Wir hoffen ja noch immer, dass sich die Golden Gate Bridge in ihrer ganzen Pracht uns zeigt. Der Blick aus dem Fenster zeigt am Morgen erstmal grau oben....also Nebel.


Die Bimmelbahn (Cable Car) fährt ja unweit unseres Hotels. Wir schauen ihr ein Weilchen zu, bevor wir durch die Stadt in Richtung China Town schlendern.






Hab ich euch schon gesagt, dass San Francisco eine Stadt mit Herz ist?






Hier in China Town hat man gleich das Gefühl, in einem ganz anderen Teil der Welt zu sein.








Ohne Worte:




Eigentlich wollten wir ja Frühstücken, aber nach gebratenen Nuddeln, Reis oder Sushi ist uns im Moment noch nicht. Wir verlassen China Town und kommen an der Transamerica Pyramide vorbei, biegen jedoch an ihr vorbei in Richtung Columbus Avenue








Da es schon wieder 11.30 Uhr ist, entscheiden wir uns nicht zu frühstücken, sondern gleich zum Mittagessen überzugehen. Und weil es sich gerade so anbietet und wir Knoblauch mögen, essen wir heute hier:






Mit der Cable Car geht es weiter. Die Fahrt in der alten Standseilbahn ist aufregend, vor allem wenn man einen Platz vorne an der Seite erwischt, wo man sich entweder hinsetzt, oder auf dem Trittbrett stehend mitfährt. Unser Wagen ist proppen voll, so dass der Fahrer an einigen Haltestellen den Leuten sagt, sie sollen auf den nächsten Wagen warten.

Die Fahrt geht die steilen Strassen hinauf und wieder hinunter.
Bei der Wishermans Wharf angekommen, wollen wir eigentlich gleich wieder einen Wagen zurück nehmen....allerdings ist vor der Endstation eine lange Schlange und so lange mögen wir nicht warten. Wir schlendern nochmals zur Wharf.





Die historischen Schiffe sind nett anzuschauen und der Blick zur Golden Gate zeigt Nebel. Dieser fängt aber wirklich erst kurz vor der Brücke an...wer weiss, vielleicht wird das noch was.

Via Fort Mason geht es mit dem 28er Bus bis zur Golden Gate.


Unglaublich, wie dick so ein Strang der Spannseile dieser Brücke ist.



Tja, aber die Brücke ist noch immer im Nebel.



Wir entscheiden uns, bis zum Baker Beach zu wandern. Erster Stopp ist allerdings am Marshall Beach.


Wir setzen uns auf einen Baumstamm und gucken den Seevögeln zu.


Oder sie uns....






Von weitem kommen grosse Frachtschiffe aus China an.






Fast hätten wir die Brücke komplett gesehen....aber leider nur fast.


Mit dem Bus und der Strassenbahn geht es zurück zu unserer Basis.

Jetzt ist noch etwas shoppen angesagt.



Irgendwie hab ich mich von einer Verkaufstussi zum Locken machen überreden lassen *lach* und in der Hälfte hat sie einfach aufgehört.....




Ich hab ihr natürlich kein Lockenstab abgekauft....


Zum Abendessen entscheiden wir uns nochmals für Sushi...

und zwar sind wir immer wieder an einem Sushi Restaurant gleich neben unserem Hotel vorbeispaziert und dies wollen wir nun testen. Hana Zen heisst das ganze.....und so sah unser Essen aus:



Zum Schluss noch ein Nachtbild von unserem Hotelzimmer aus.




Hotel: Parc 55, San Francisco

29. Juli 2011 Die Heimreise....bye bye USA

Tja, irgendwann kommt er immer.....dieser doofe Tag, an dem man wieder nach Hause muss. Zumindest in unseren USA-Rundreisen ging es mir beide Male so. Nicht das es zuhause nicht auch wunderschön wäre und mich viele liebe Menschen und Tiere dort erwarten würden....


Irgendwann nach 10.00 Uhr verliessen wir unser Hotel um das Auto zu holen und das Gepäck einzuladen. Dazu darf man beim Hotel kurz parken.


Dann fuhren wir aufs Blaue hinaus in Richtung Flughafen, mit einem kurzen Stopp bei einem Post Office. Die letzten Postkarten wollten doch auch noch auf die Reise gesendet werden.

Mit dem Postman habe ich mich ganz nett unterhalten, denn er fand die hölzerne Postkarte aus den Redwoods toll. Mal sehen, ob die den Weg überlebt, so dünn wie sie ist.

Unterwegs treffen wir in San Bruno, also wirklich kurz vor dem Flughafen noch auf einige Einkaufsläden, die wir mit Freude stürmen wollen. Aber irgendwie nagt der Hunger an uns und wir landen bei Hooters......das ist das Restaurant wo die Eule so grosse Augen hat und die Servierdüsen so grosse...... naja.....ihr wisst schon

Conny ist natürlich glücklich (der wäre vielleicht auch ohne Essen glücklich gewesen) und ich bin es mit meinen scharf-süss gewürzten Poulet-Flügel (für die Deutschen, vom Huhn).

Nachdem wir noch durch das eine oder andere Geschäft gelatscht sind und das eine oder andere Mitbringsel in unsere Koffer gewandert ist, fahren wir an den Flughafen zu National. Die nehmen unser Auto ohne zu murksen wieder entgegen. Es sieht ja noch gleich aus, wie vorher.....es hat nur 3220 Meilen mehr auf dem Buckel und etwas Staub auf seinem Äusseren und vielleicht noch den einen oder anderen Krümel im Inneren.


Das Gepäck wir ausgeladen und jetzt fängt erstmal die Schlepperei zum Air-Train an....der Zug zum Flug. Mit jeweils einem Koffer, der Kühlbox und einer Reisetasche, 2 Rucksäcken, der Tasche für die Videokamera und den Schneeschuhen schaffen wir es bis zum Check-In. Dort steht, dass dieser um 16.00 Uhr öffnet *schluck*......das ist erst in 1.5 Stunden.

Also bleibt immer einer brav beim Gepäck, während der andere von uns etwas umhertigert.
Ein Tiramisu und ein Vanille-Kuchen-Irgendwas verkürzen die Wartezeit.
Wir sind immer super pünktlich am Flughafen....manchmal etwas zu pünktlich.....

Dann endlich ist es soweit und wir werden das Gepäck los. Die Dame am Schalter wundert sich über die Schneeschuhe und dass es sowas überhaupt noch zu kaufen gäbe. Wir müssen an dieser Stelle sagen, es sind so indianische Schneeschuhe.....also die alten Modele....

Sie meint, wir sollen diese ohne Probleme als Handgepäck mitnehmen. Also gar nichts von wegen: Sie haben aber etwas viel Handgepäck und die Schneeschuhe sind ja auch nicht gerade klein.

Der Sicherheitscheck fördert etwas für uns neues zu Tage....wir sollen durch einen Nacktscanner.....

Also rein....Arme hoch.....scannen...........raus.......ok abwarten und das wars. Jetzt bin ich gescannt.....von Kopf bis Fuss. Ich habs überlebt, die Beamtin ist vom Anblick auch nicht in Ohnmacht gefallen....alles prima....vermutlich leuchten wir diese Nacht


Da es am Flughafen kostenloses Internet gibt, komme ich endlich dazu, einen weiteren Tagesbericht hochzuladen und dann ist es auch schon Zeit fürs Boarding.

Der Flieger hebt pünktlich nach 19.30 Uhr ab und unser Heimflug beginnt.


Das ist unsere Brumme



Noch einmal bestaunen wir den berühmten Küstennebel. Dieses Mal sehen wir weder San Francisco noch die Küste....alles dick weiss eingepackt.




Dafür färben sich die Wolken dank dem Sonnenuntergang so langsam in rosa um.




Ganz gelungen finde ich diese zwei Bilder:

einmal in gräulich....




und einmal in bläulich. Herrlich, wie sich der Flügel in den Tropfen abzeichnet.




Gerade als die Getränke gebracht werden, kommen wir in leichte Turbulenzen......da schwabt die Cola ganz schön in der Flasche.




Danach verläuft der Flug jedoch ruhig und angenehm.

Die Fragen aller Fragen lautet: Chicken or Pasta und wir entscheiden uns beide für Chicken.
Es ging ganz gut rein....schmeckte aber eher nach nichts....

Nachdem ich mir noch Rio angeschaut habe, war auch Lichterlöschen im Flugzeug und ich konnte sogar etwas schlafen.....dank Baldrian-Hopfen-Tabletten


Tja und den Rest der Reise erfahrt ihr erst Morgen......wir fliegen ja über Mitternacht hinaus.....


Übernachtung: Swiss: A340-300

30. Juli 2011 von den Wolken auf den Boden der Tatsache

Tja....die letzten Stunden sind angebrochen und vielleicht kennt ihr das....sie ziehen sich immer etwas hin. Wir befinden uns immer noch im Flugzeug. Irgendwo an der französischen Normandie-Küste fliegen wir in Richtung Festland.



Da kommt das Frühstück gerade gelegen. Brötchen, ein Hörnchen (Gipfeli für die Schweizer), Marmelade, Tillamook Cheese, einen Joghurt, O-saft....und zum Schluss gibt es bei Swiss traditionell noch Schoggi.

Es hat schöne Schäfchenwolken über Frankreich





Und Gegenverkehr




In der Schweiz kurz vor der Landung wird schon mal kräftig Werbung gemacht.





Nach der Landung müssen wir 10 Minuten aufs Gepäck warten und dann stehen wir doch tatsächlich in einer Schlange von gut 200 Mann vor dem Zoll.
Aha, sowas hatte ich ja noch nie. Die scheinen heute extra gut zu kontrollieren, da wir gerade zwei Flieger aus Amerika sind (San Francisco und Los Angeles) und der Dollar für Schweizer wirklich paradiesisch tief ist. Da wir nicht über die Stränge geschlagen haben mit unseren Einkäufen, stellen wir uns in die Schlange vor dem grünen Durchgang.
Schritt für Schritt kommen wir vorwärts und sind schlussendlich durch.

Die nächste Komplikation....wie kriegen wir das Gepäck in den Zug nach Aarau und werden wir einen Sitzplatz finden. Sitzplätze sind genug vorhanden, aber es mangelt an Stauraum fürs Gepäck.
Irgendwie kriegen wir alles unter und sind 45 Minuten später am Bahnhof in Aarau, wo wir auf dem Parkplatz schon erwartet werden.
Wir freuen uns sehr über die allerliebste Begrüssung von meiner Schwägerin und ihren 3 Kindern .
Sie bringen uns zu sich nach Hause, wo wir auch noch ein Nachtessen kriegen. Dafür gibts im Gegenzug die Mitbringsel.....

Die Kaninchen wurden von ihnen bestens betreut und treten mit uns zusammen wieder die Heimreise an.

Und so schön auch der Urlaub war, der Anblick unserer geliebten Wohnumgebung und unseres schönen Zuhauses, lässt unsere Herzen höher schlagen. Der Urlaub war super......aber hier ist es halt auch schön.



Fazit und eventuell das eine oder andere Take-out-Material folgt noch...

6. August 2011 Das Fazit

Einige Fragen und Antworten stellen sich nach so einer Reise:

Die Flüge:
Die Verspätung auf dem Hinflug aufgrund eines Triebwerkproblemes und der Ausfall des Board-Entertainments war ärgerlich, aber ansonsten können wir wirklich nur lobend von den beiden Flügen mit Swiss berichten.
Der Service war toll, es gab sogar Wein und Bier umsonst. Das Essen war geniessbar.
Die Crew war nett und zuvorkommend.
Wir würden, wenn wir die finanziellen Möglichkeiten wieder hätten (1600 SFr. sind viel, aber waren es auch wert), wieder einen Non-Stop Flug mit Swiss wählen.

Die Immigration:

Es ist für uns auch beim 3ten Mal immer noch so ein gewisses Bibbern, wenn wir zur Immigration kommen. Erstens stellt sich uns immer die bange Frage, wie lange die Schlange vor den Schaltern und damit die Wartezeit ist und zweitens, ob wir ohne Probleme durchkommen.
Beides war dieses Mal sehr gut. Die Schlange war kurz, denn wir schienen der einzige Flug zu sein, der gerade reinkam. Zudem wurden noch extra die Reihen der US-Bürger-Schalter geöffnet.
Der Officer lies auf meine Anfrage Conny und mich gemeinsam vortreten und hat nur wenige Fragen gestellt. Unter anderem, wie lange wir bleiben und was wir denn um Himmelswillen in Fairfield wollen Gescannt wurden nur die 4 Finger der rechten Hand und die Augen. Bei den Augen sollten wir auch noch nett lächeln. Alles in allem easy und prima.

Der Zoll hat dann nur einen kurzen Blick auf das Formular und den Pass geworfen....das wars.

Das Auto:

Die Reihe bei National war leer. Der Angestellte hat uns zwar auf die Roadside-Versicherung aufmerksam gemacht, hat aber nicht versucht, uns irgendetwas aufzudrängeln.
Die Choiceline war anständig und der Übergang von Midsize zu Fullsize nicht ganz klar. Wir haben uns für den Kia Sorento entschieden, weil uns das Auto auch letztes Jahr schon gut gefallen hat.
Ausser dem nichtfunktionierenden Sirion-Radio war alles perfekt.
Im Sorento war mehr als genug Platz für uns zwei und er hat uns immer gute Dienste geleistet. Wir hätten ihn gerne mit nach Hause genommen.

Die besten Übernachtungen:
Alle gebuchten Hotels/Motels waren zumutbar und ausser einem, waren wirklich alle gut.
Am allerbesten waren natürlich die beiden Aufenthalte via airbnb in Portland und Seattle. Das Hausboot hat die Nase dabei natürlich ganz weit vorne.
Auch genial fanden wir in Moclips das Hi-Tide Resort, das Sea Gull Inn B&B und das Best Western Plus Bayshore Inn in Eureka.
Alle anderen Hotel/Motels/Inns ausser dem Super8 in Redding, können wir euch empfehlen.

die Übernachtungen, die wir nicht wiederholen wollen:
Das Super 8 in Redding hat uns leider nicht so zugesagt. Es war jetzt nicht so, dass es unzumutbar war, aber das Zimmer war klein, es roch nach einem hässlichen Raumspray oder Teppichreiniger, das Frühstück war mit Abstand das schlechteste.
Wir würden es bei einer erneuten Reise nicht mehr buchen.


Die teuerste Übernachtung:

Hi-Tide Resort in Moclips: 150 $ plus Taxe....aber jeden Cent wert

die billigste Übernachtung:

Cimarron Inn in Klamath Falls, 59 $ und ein super Preis-Leistungs-Verhältnis!


Die Route:
Die Route empfanden wir als super. Sie bietet viel Abwechslung und uns wurde nie langweilig. Wenn wir für die Route 4 Wochen Zeit gehabt hätten, dann wäre es noch perfekter gewesen.
Einen zusätzlichen Tag hätten wir der Region zwischen Klamath Falls und Prineville eingesetzt, einen Tag mehr für Seattle und Umgebung, einen Tag mehr an der Küste zwischen Moclips und Bandon
und einen Tag mehr in San Francisco.

gefahrene Meilen:
Mit 3220 Meilen ist auch diese Route ordentlich lang geworden.

Die Highlights:
Es war jeder Tag so voll von tollen Momenten, aber die Whale-Watching-Tour und der Grauwal waren sicherlich die grössten Highlights. Dazu kommen der Crater Lake, der Smith Rock State Park, das Hausboot in Seattle, der Hoh-Rain-Regenwald, die wunderschöne Washington- und Oregoncoast, die Redwood-Bäume und Sushi
Und dahinter folgend alle anderen wunderschönen Momente, die unsere Herzen höher schlagen lassen haben. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieser Urlaub uns viele Wochen und Monate noch ein Seufzen entlocken wird.

Was wir lieber vergessen würden:

Der Unfall am Crater Lake war nun wirklich nichts, was wir wirklich gebraucht hätten. Es hat die Freude schon etwas getrübt. Ansonsten können wir eigentlich kaum etwas negatives berichten. Es war ein toller Urlaub.

Das Wetter:

Wir hatten immer wieder viel Glück mit dem Wetter, auch wenn sich nicht ganz alles so erfüllt hat, wie wir das wollten. Das einzigste, was wirklich auffällig für uns war: Es war für Juli sehr kalt an der Küste. Wir hatten jeweils kaum 20 Grad, dazu der kalte Wind und teilweise noch Nebel. Dies führte dazu, dass wir oft eine Jacke getragen haben. Der Freude an der Reise hat es keinen Abbruch getan und ich muss sagen, für die Wanderungen war die Temperatur sogar meistens perfekt.

Was es noch zu sagen gibt:
Es war ein wunderbarer Urlaub. Wir können jedem nur ans Herz legen, auch mal den Nordwesten der USA zu bereisen. Und wir sind begeistert von unseren beiden Übernachtungsmöglichkeiten von www.airbnb.com.
Die Tiersichtungen waren auch dieses Jahr immer wieder ein Highlight, allen voran die Wale. Die vielen Weisskopfseeadler waren sensationel, aber Bären gab es leider dieses Mal nicht für uns.

Die Sache mit Twilight gab der Route noch etwas Pepp, aber damit hat es sich dann. Wir fanden es spannend, solche Drehorte zu sehen und freuen uns nun auch noch auf die 2 Teile vom 4ten Buch....danach ist aber auch gut mit Twilight

Und Sushi hat sich auf der Liste der Lieblingsnahrungen ganz nach oben gemausert....trotz Fukushima.....es war einfach oberlecker und ich werde es vermissen, denn frischeren Fisch kriege ich in der Schweiz für Sushi wohl kaum.

Was jetzt noch hier kommt:
Ich werde noch einige Bilder raussuchen, die ich euch noch zeigen will....dann ist fertig hier