Conny und Sarah auf Reisen
Yellowstone 2013
Indiansummer 2012
Florida 2012
Nordwesten 2011
New York 2011
Westen 2010
Westen 2010
USA-Reise 2010 
Sarah und Conny in Amerika
 
 
 


Dallas-Denver-Moab-Page-Grand Canyon North Rim-Bryce Canyon-Salt Lake City-Grand Teton-Yellowstone-Bozeman-Cody-Buffalo-Custer-Cheyenne-Estes Park-Denver in 4 Wochen!

Klingt nach einer grossen Runde? Soll es auch werden!

Seit Wochen sitze ich über Strassenkarten, Reiseführern und lese in USA-Reiseforen mit. Und dies alles mit dem Ziel, Amerika zu entdecken. Nein, natürlich wollen wir nicht Kolumbus spielen.....wir wären wohl auch ein paar Jährchen zu spät dran.
Im Juli 2010 soll es endlich geschehen. Wir werden völlig neues Terrain betreten. Und als Neulinge hegen auch wir den Wunsch, möglichst viel auf einmal sehen zu können. Immer mit dem Gedanken....vielleicht ist es unser einzigstes Mal in den Vereinigten Staaten von Amerika. Oder es ist der Anfang.....die erste von vielen Reisen in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Begleitet uns auf dieser Reise und seht, was uns alles möglich wurde und wo unsere Wünsche von der Realität eingeholt worden sind.

Viel Spass!
 
 
 
 
 
Angefangen hat alles mit der Idee, nach Amerika zu fliegen, im Sommer 2009.
Conny und ich hatten Wünsche, was wir unbedingt sehen wollten. Unter anderem waren dies: Den Grand Canyon, den Yellowstone Nationalpark und eventuell noch Mount Rushmore, aber wir wollte auch die Verwandten besuchen. Nun wohnen die Verwandten von mir (Sarah) allerdings ziemlich verstreut. Es gibt Verwandte in Florida, Ohio, Delaware und Texas. Die 4 Wochen Urlaub waren gesetzt und durch meine Arbeit als Kindergärtnerin auch nur in den Sommerferien möglich.
Am Anfang versuchte ich noch krampfhaft, mehrere Verwandte und die Wunschziele unter einen Hut zu bringen... irgendwann musste ich aber einsehen, dass wir dies nicht ideal schaffen. Wir entschieden uns, nur in Texas, beim Cousin meiner Mutter halt zu machen und vielleicht können seine Eltern zu der Zeit auch bei ihm vorbeikommen. Florida wäre auch in einem 2wöchigen Urlaub zu einem späteren Zeitpunkt möglich und zudem im Sommer temperaturbedingt eh nicht ganz ideal. Und Delaware und Ohio liesen sich ja mit einem New York Urlaub verbinden.
 


Nun blieben noch 24 Tage für den Westen.....

Sollte es:

die Westküste, Yellowstone und Grand Canyon werden?

Oder doch lieber eine Rundreise von Denver aus?

Auch die Diskussion Pro oder Contra Las Vegas wurde durchgekaut.

Schlussendlich wurde es die Denver-Rundreise.

 


Buchungsübersicht:
26.August 2009 Grand Canyon North Rim Lodge gebucht!

26.August 2009 Lake Lodge Cabins im Yellowstone ist reserviert!
25.10.2009 Der Flug Zürich-Dallas/Denver-Zürich via Frankfurt ist gebucht
Motels in Moab, Bluff, Page, Tropic, Escalante, Driggs (nähe Grand Teton und Cody (Übernachtung im Tipi) werden reserviert
30.12.2009 Der Flug von Dallas nach Denver ist gebucht
30.12.2009 ein Mietwagen (Intermediate SUV) ist gebucht
02.02.2009 Motel in Glenwood Springs reserviert
14.03.2010 ESTA Genehmigung beantragt und erhalten
27.03.2010 Motel in Estes Park reserviert
25.04.2010 Zusätzliche Motels in Hulett und Custer reserviert.
30.04.2010 Hotel am Zürcher Flughafen, in Fort Collins und Salt Lake City reserviert
06.06.2010 Denver vervollständigt die Runde. Nun sind alle Hotels/Motels reserviert.
 
   
 
1. Tag, 3.Juli 2010

Nun waren wir also unterwegs. Nach einer guten, aber kurzen Nacht im Radisson Blu 
www.radissonblu.com/hotel-zurichairport (übrigens ein tolles Hotel, mit schönen Zimmern und einer interessanten Bar) sind wir das Gepäck einchecken gegangen.
Die Boardkarten hatte ich mir vom Online-Check-In schon ausgedruckt. Danach haben wir kurz gefrühstückt, denn das Frühstück im Hotel findet leider erst ab 6.00 Uhr statt und wir wollten das Gepäck um 05.30 Uhr eingecheckt haben.
Kurz vor dem Sicherheitscheck flutschte Conny der Laptop aus der Hand….aber wie ihr seht ist er heil geblieben…..Schutzhülle sei Dank! Der Sicherheitscheck war um 6.00 Uhr für unser Gate noch nicht geöffnet und so mussten wir noch einwenig warten. Connys Rucksack wurde wegen den Techniksachen nochmals untersucht. Der Beamte war aber sehr freundlich und erklärte, dies sei einfach nochmals zur Sicherheit, aber für einen tollen Urlaub brauche man natürlich viele Sachen.
Der Flug nach Frankfurt startete pünktlich um 07.00 Uhr, verlief angenehm und war sogar etwas schneller als angekündigt. Schon um 7.45 Uhr landeten wir in Frankfurt. An Board der Swissmaschine gab es übrigens etwas zu Trinken (der Kaffee war aber furchtbar wässerig) und jede Menge Schokofussbälle.
In Frankfurt angekommen eilten wir erstmal weiter, da ich der Meinung war, wir würden hier nochmals strenger kontrolliert werden vor dem Flug nach Dallas. Aber als wir nach gefühlten x-Kilometern am Gate sind, war da ja nirgends mehr eine Kontrolle. O
k, es ist also alles halb so wild, wie es sich immer anhörte. Die Schuhe musste nicht ausgezogen werden, abgetastet wurden wir nicht und und und.
Während wir am Gate auf unseren Flug wartetenn, gab das Personal der Lufthansa plötzlich durch, dass der Flug leicht überbucht sei und sie nun freiwillige suchen, die einen anderen Flug, über Washington, nehmen würden. Sie würden dafür 600 Euro bezahlen. Conny verstand die Welt nicht mehr…… nun kriegt man also Geld fürs Fliegen? Der Flug nach Washington würde um 13.15 Uhr losfliegen und man wäre dann nach 19.00 (lokale Zeit) in Dallas. Aber ich mochte nicht mehr warten, ich wollte endlich nach Amerika. Und ich wollte schon gar nicht nochmals 3,5 stunden am Flughafen verbringen.

Als das Boarding endlich begann, nahmen wir im Flugzeug unsere Plätze ein und harrten der Dinge, die da kommen…. Der Flieger legte auch kurz nach 10.35 Uhr vom Gate ab…..und dann ging erstmal nichts mehr. Nach 30 Minuten gab der Pilot durch, dass sie in den vordersten Reihen ein ungewöhnliches Geräusch gehört hätten und dies von der elektronischen Steuerung des Stuhles kam. Sie wollten einfach sicher gehen, dass es nichts Gravierendes war und nun sei das Problem gelöst und wir würden bald starten. 11.15 Uhr hoben auch wir endlich ab…..Amerika wir kommen. Der Service und das Essen war gut, auch wenn ich manchmal einwenig das Gefühl hatte, dass sie uns tiefkühlen wollten.
Der Pilot war dann auch so nett und hat uns betreffend dem WM-Spiel Deutschland-Argentinien auf dem laufenden gehalten. Natürlich herrschte Freude an Board.
Das grüne Formular I-94W gab es nicht mehr….jetzt hatte ich micht doch so darauf vorbereitet. Seit 1. Juli 2010 muss es nicht mehr ausgefühlt werden, wenn man ESTA beantragt hat. Nur noch die Zollerklärung verkürzte uns das Warten.
Die letzten Stunde wollten und wollten nicht vorbeigehen, aber der Flieger kam überpünktlich in Dallas/Fort Worth an und wir liefen zur Immigration, wo aber ¾ des Fliegers schon anstand und nur 4 Schalter offen waren. 10, 20, 30 Minuten….nach 60 Minuten waren wir endlich dran. Eine äußerst nette Beamtin nahm uns in Empfang, stellte uns die obligaten Fragen nach dem Zweck unseres Urlaubes, wie lange wir bleiben, wohin wir gehen, was wir arbeiten und ob wir das erste Mal in den Vereinigten Staaten wären. Da sie so nett war, waren wir auch nett ;o)
Sie empfahl uns dann noch Portland in Oregon, da es dort eine berühmte Käse- und Joghurtfabrik gäbe. (Wie sich im Nachhinein herausstellen wird, unser Ziel für das Jahr 2011).
Und schwupps, hatten wir den lange ersehnten Stempel im Pass und waren durch. Das Gepäck war nach der Stunde natürlich schon da und wir eilten Richtung Ausgang vorbei am Zoll, wo wir unsere Zollerklärung abgaben. Der nette Herr las, dass ich
eine Flasche Wein dabei habe und meinte: Sounds like fun.
Und dann, dann waren der Fleischer-Conny und die Sarah auch mal in
Amerika.
Gene erwartete uns schon und holte uns vom Flughafen ab.
Nach einer kurzen Rast bei ihm zuhause und einer, naja, sagen wir mal kühlen Dusche….immerhin ist es in Fort Worth trotz Bewölkung 29 Grad, fauhren wir zum Central Market und staunten über die Produkte und Auswahl.
Wir verstauten den Einkauf bei Gene zuhause und nahmen uns dann ein Taxi nach Down-Town Fort Worth wo wir im Flying Saucer einige der über hundert Biersorten probieren durften. Wir hielten uns vor allem an die lokalen Biere aus Texas.
Im italienischen Restaurant Taverna assen wir extrem lecker. Zur Vorspeise gab es Meeresfrüchte frittiert und zum Hauptgang hatte Conny ein Tenderloin mit gebratenen Kartoffrelscheiben und Gemüse, ich Gnocchis und Gene hatte Ossobucco.
Zum Dessert genehmigten sich die Herren noch eine gebrannte Crème und ein Schokok
üchlein mit flüssigem Kern. Ich konnte einfach nicht mehr ;)
Todmüde fielen wir übersättigt mit neuen Eindrücken um 23.15 Uhr ins Bett.
 
 
  
 

 
 

 

 

2. Tag, 4. Juli 2010

 

 

Am Morgen wachten wir 7.20 Uhr auf und waren somit nicht allzu früh wach, was bei der Zeitverschiebung ja durchaus passieren kann. Ich erstellte schon mal den Reisebericht von gestern fertig, während Conny noch ein wenig vor sich hin döste.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zu den Stockyards in Fort Worth.

 

Die Stockyards waren früher der Ort, wo die Rinder versteigert und auf die Eisenbahn geladen worden sind.

 

Heute gibt es dort 2 mal täglich ein Show-Laufen der Longhorns, viele Bars, Restaurants und Souvernirläden. Zudem verkehrt eine alte Eisenbahn in den Stockyards, der Grapevine Historic Railroad.

 

Auf dem Weg zum Spaziergang der Longhhorns durch die Stockyards (Cattle-Drive genannt) begegneten wir Cowboys zu Pferd und einem “Sheriff” auf dem Pferd. Ich konnte nicht widerstehen und musste ein Foto machen….natürlich nach vorsichtiger Anfrage.

 

 

 

 

Der Cattle-Drive war für uns spannend, da wir noch nicht oft Longhorns zu Gesicht bekommen haben, aber die ganze Sache ist schon sehr touristisch.

 

Die Temperatur kletterte in die Höhe und schon bald schwitzten wir, so dass wir im Billy Bobs eine Margarita genossen. Conny hatte seine Martina (lol so auf den nüchternen Magen, bekommt die Margarita ihm wohl nicht so gut) sichtlich genossen.

 

 

Wir schlenderten noch einwenig durch die Shops, bevor wir bei Rischkis Spare-Ribbs und Conny Schinken genossen. Die Portionen waren uns aber viel zu gross, so dass wir uns die Hälfte des Fleisches in eine Box packen lassen, um dieses mit nach Hause zu nehmen.

 

Bis obenhin vollgefressen wurde es uns bald schon wieder zu heiß. Inzwischen war die Grapevine Historic Railroad eingefahren.

 

Wir vertrieben uns die Zeit noch ein Bisschen in einer kühlen Bar und machten uns dann auf den Weg zum Cowtown Coliseum, wo die Pawnee Bill’s Wild West Show stattfand. Zu Pferd wurden uns Kunststücke mit Lasso, Gewehr, Pistole oder der Peitsche vorgeführt.

 

 

Die Vorführung war interessant, aber jetzt nicht wirklich unbedingt etwas, was man zwingend gesehen haben müsste.

 

Vom 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag hatten wir jetzt nicht unbedingt extrem viel mitgekriegt. Die Bedienung im Rischkis hat Happy 4th July auf den Kassenzettel geschrieben ;) und natürlich wurde vor der Wild West Show die Nationalhymne gesungen. Gene hat uns gesagt, dass in den Stockyards an anderen Tagen sogar mehr Leute unterwegs seien.

 

Gespannt warteten wir, was am Abend noch so passieren würde.

 

Am Abend gab es viele Feuerwerke. Die Texaner schienen ihren Independence-Day so zu feiern, wie wir Schweizer unseren Nationalfeiertag, mit vielen Flaggen/Fahnen und Feuerwerk. Wir haben uns das Feuerwerk der Stadt Fort Worth angesehen.
Das war auch ganz nett. Und dann fing wieder die Müdigkeit an uns zu nagen. Der böse Jetlag hat seine Finger immer noch im Spiel....allerdings war es inzwischen schon wieder nach 22.00 Uhr.

 

 

 

 

 

3. Tag, 5. Juli 2010

 

Noch immer nagte der Jet-Lag einwenig an mir. Das erste Mal war ich um 5.00 Uhr wach. Aber ich konnte dann nochmal bis um 7.30 Uhr schlafen und bin dann 8.15 Uhr aufgestanden. Gene war schon wach und hatte mit der Kaffeemühle von Hand den Kaffee gemahlen. Wir lassen den Tag langsam angehen.

Erstmal geht es zum Shopping.

Nach dem Frühstück sind wir zum Super Target Markt gefahren und haben uns ein wenig umgesehen. Was es da so alles gibt. Noch immer staunen wir über die Produkte und die Vielfalt. Wir kauften uns gleich Mückenspray und Zahnpasta.

 

Nachdem wir zuhause kurz Mittagessen gemacht haben, sind wir aufgebrochen um das Baseball Spiel der Texas Rangers gegen die Cleveland Indians zu schauen. Doch als wir um 14.00 Uhr am Stadion ankammen, war der Parkplatz praktisch leer. Es stellte sich heraus, dass die Uhrzeit auf den Tickets falsch war und das Spiel erst um 19.00 Uhr Abends stattfinden wird. Wir entschieden uns dazu, nach Dallas zu fahren und uns Dallas anzusehen. Es war inzwischen drückend heiss. In Dallas suchten wir uns einen Parkplatz und schlenderten gemütlich, sofern es in der Hitze gemütlich sein kann, Richtung Gebäude, von welchem aus John F. Kennedy erschossen worden ist.

 

 

 

 

 

Dabei kamen wir auch an dessen Denkmal vorbei. Uns gefällt das Denkmal aber nicht, es wirkt kalt und irgendwie nicht einladend. Aber vielleicht haben wir die Bedeutung des Denkmales einfach nicht verstanden. Am Schauplatz, wo Kennedy ermordet worden ist, zeigen zwei weisse Kreuze am Boden, wo die zwei Schüsse Kennedy getroffen haben. Es gibt viele Leute, die sich da auf die Strasse stellen und sich an dieser Stelle fotografieren lassen. Ich persönlich finde das irgendwie geschmacklos.Ich möchte nicht an einem Ort stehen, an welchem jemand erschossen worden ist.

 

Irgendwann wurde uns Dallas zu heiss. Die Hochhäuser faszinieren, doch Dallas konnte uns nicht so richtig in seinen Bann ziehen. Es gibt wohl schönere und interessantere Städte als Dallas. 

 

 

Auf dem Rückweg wareb wir immer noch zu früh dran und wir entschlossen uns, in Ripleys Museum, believe it or not….zu gehen. Naja, was soll ich sagen, der Eintritt war mit 16.39$ überteuert und die ausgestellten Sachen wirkten unecht. Das Museum hatte uns zwar etwas die Zeit vertrieben, war aber wirklich keinen Besuch wert. Ich kann es nicht empfehlen, aber dies ist meine subjektive Meinung.

 

 

 

 

 

Weiter ging es ins Stadion der Texas Rangers.

 

Das Stadion und die gesamte Atmosphäre waren sehr eindrücklich und das Baseballspiel zudem interessant. Gene hatte versucht uns die Regeln näher zu bringen und wir liessen uns von der Stimmung anstecken. Es war eine tolle Erfahrung mal an so einem Spiel teilhaben zu können. Leider haben wir keinen Baseball gefangen. Das wäre doch was gewesen. So ein Baseballspiel dauert ganz schön lange, nach dem 7ten Inning haben wir uns auch auf den Heimweg gemacht, da es sich abzeichnete, dass die Texas Rangers verlieren werden.

 

Der Besuch einen Baseballspiels können wir also empfehlen.Es geht so richtig amerikanisch zu und her :o)

 

 

 

 

 

 

Morgen ist unser letzter Tag in Texas, denn am Mittwoch geht es weiter nach Denver.

 

 

4. Tag 6. Juli 2010

 


 

Der letzte, ganze Tag in Fort Worth begann gleich mit einer Hiobsbotschaft. Da ich am morgen den Online-Check-in machen wollte, stellte ich fest, dass unser Flug für morgen von Dallas nach Denver gecancelt worden ist. Der neue Flug findet erst 3 Stunden später statt. Na toll!

 

Nachdem wir kurz mit der Fluggesellschaft telefoniert haben, um uns zu versichern, dass mit dem späteren Termin alles in Ordnung ist, waren wir wieder beruhigt. Vorsichtshalber meldete ich dem Hotel in Glenwood Springs, dass wir erst um 20.00 Uhr einchecken werden.

 

Zum Mittagessen fuhren wir nach Weatherford und assen Steak bei Mesquite Pitt…..mmmmhhhhh lecker.

Danach fuhren wir zu den Mineral Wells, einem Statepark bei Weatherford. Leider begann es zu Beginn zu regnen, so dass wir den Fotoapparat erstmal in Auto lassen mussten. Am See begegneten wir unserer ersten Hirschkuh. Sie liess sich nicht beirren und frass ruhig weiter.

 

 

 

Das Panorama in diesen Statepark ist wirklich herrlich und es sind kaum andere Besucher vorhanden.

Uns gefiel dieser Park sehr gut und wir badeten im Stausee. Das Wasser war herrlich warm, der See ist nicht allzu tief und die Temperaturen in Texas schwülwarm.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg holten wir uns aus dem Walmart einige T-shirts und fuhren dann nach Hause um zu duschen. Nun hatten wir eine Premiere vor uns. Wir waren das aller erste Mal Sushi essen. Und nach dem Essen können Conny und ich sagen: Sushi schmeckt uns. Es war wirklich gut und wir waren erstaunt, dass uns roher Fisch so gut schmeckt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, es werde alles gleich schmecken. Dem war aber überhaupt nicht so. Einzigste der Algensalat war von der Konsistenz her, sehr gewöhnungsbedürftig. Nach dem Sushi ging es ab in eine Kneipe. Wir spielten Billard und Dart….und das Glück war mir hold. Ich konnte beide Spiele für mich entscheiden.

 

2.50 Uhr am Morgen wurde es langsam Zeit fürs Bett.

 

Gute Nacht!

 

Wir hören uns morgen aus Colorado.

5. Tag, 7. Juli 2010

Flug von Dallas nach Denver!
Nach einer kurzen Nacht waren wir um halb Zehn aufgestanden und hatten unsere 7 Sachen etwas traurig, aber aich voller Vorfreude auf die kommenden Tage, gepackt. Gene hatte uns versprochen, uns noch einen wirklich leckeren Frühstücks-Burrito zu machen. Kurze Zeit später ging es zum Flughafen, wo wir ohne Stau früh genug ankamen. Leider mussten wir an dieser Stelle von Gene Abschied nehmen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei dir, lieber Gene, nochmals ganz herzlich für deine Gastfreundschaft bedanken. Wir haben jeden einzelnen Tag sehr genossen und hoffen, dass wir uns bald wiedersehen.
Durch den Sicherheitscheck mussten wir die Schuhe ausziehen....na dann, wird halt barfuss gelaufen.
Schon 1.5 Stunden vor dem Abflug befanden wir uns am Gate, wo wir uns die Zeit mit Lesen, Nachrichten gucken und Conny mit einem Kaffee vertrieben. Doch oh Schreck, kurz vor der angegebenen Boardingzeit kommt die Durchsage, dass sich das Boarding verzögert. Irgendwie sind sie verspätet und das Flugzeug muss noch sauber gemacht werden. Zumindest hat mein stümperhaftes Englisch mir soviel verraten.
Um 13.45 Uhr konnten wir endlich einsteigen und 14.00 Uhr, mit knapp 30 Minuten Verspätung ging es los. Das Flugzeug kam uns etwas alt und klapprig vor und die Stewardessen hatten den ältesten Altersdurchschnitt, den wir je gehabt haben (50 aufwärts). Der (Co-)Pilot hatte sogar seine etzte Flugwoche und ging nach 44 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Wir waren uns nicht ganz einig, ob dies für oder gegen ihn sprach, aber er schien 40 Jahre lang immer wieder heil runter gekommen zu sein.
Auch wenn die Crew jetzt nicht unbedingt den knackigen Schönheitspreis gewinnen würde, es waren doch angenehme 2 Stunden im Flugzeug. Nur ab uns zu hatten wir kleinere Turbulenzen.
In Denver angekommen verlief alles wie am Schnürchen....mit dem Skytrain ging es zur Gepäckausgabe, wo unser Gepäck auch nach 5 Minuten schon da war. Dann gings raus aus dem Flughafen, wo wir die erste Überraschung erlebten.... es regnete in Strömen und der dunkle Himmer versprach auch keine sofortige Besserung.
Dafür stand der Bus von Alama/National (Mietwagenfirma) schon parat und fuhr mit keinen 10 Mann an Board, los. Bei National erwischten wir einen lustigen Mitarbeiter, der mich mehrmals hochgenommen hatte, uns aber dafür nicht lästig wurde und uns sämtliche Zusatzversicherungen aufschwätzen wollte. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, durften wir zur Choiceline und uns ein Auto aussuchen. 4 Wagen standen da: 1 Ford Equinox ohne 4WD, ein Dodge mit permanentem 4WD, einen Nissan Xtrail (leider mit total abgefahrenen Reifen, denn dieser hätte uns echt zugesagt ) und noch einer mit AWD, aber wenig Bodenfreiheit. Nun standen wir da und konnten uns nicht eintscheiden. Wir entschieden uns noch schnell zu warten und tatsächlich kam nach ein paar Minuten ein neuer Wagen an, kurze Zeit später kam auch noch ein Ford Flex dazu und 2 Kia Sorentos, 1 davon mit AWD (zuschaltbar). Innerhalb einiger Minuten wurden aus 4 Autos 8 und 6 davon mit AWD oder 4WD.
Der Kia Sorento war unser Favorit, sah aber innen ganz schön schmudelig aus....und dann kam er um die Ecke, frisch aus der Waschanlage....ein Kia Sorento AWD, zuschaltbar, mit 4390 Meilen auf dem Buckel. Das Warten hatte sich gelohnt.
Nun konnte es endlich losgehen und im Regen fuhren wir auf die I 70W in Richtung Glenwood Springs. Unterwegs hielten wir an einem Walmart um uns mit einer Kühlbox, 2 dünnen Schlafsäcken, Essgeschirr, einer Taschenlampe, Fix a Flat (um einen Plattfuss zu reparieren), Wasser und sonstiger Verpflegung einzudecken. Im Subway holten wir uns noch rasch ein wirklich leckeres Sandwich. Allerdings hatte uns die Auswahl welche Brotsorte, welcher Käse, welches Fleisch, welche Beilagen und so weiter, schon fast einwenig überfordert. Spätestens hier vermissten wir Gene, welcher uns immer unermüdlich vom Englischen ins Deutsche übersetzte.
Durch teils heftigen Regen fuhren wir vorbei an vielen Ski-Orten wie Vail und Beaver Creek, bis kurz vor Glenwood Springs sich der blaue Himmel wieder zeigte. Die I-70W ist wunderschön zu fahren und uns gefiel es trotz Regen gut. Allerdings haben wir keine Fotos davon gemacht.
Überglücklich, aber müde, kamen wir in Glendwood Springs an, wo wir sogleich das Cedar Lodge Motel bezogen.
http://www.cedarlodgemotel.net/





Das Zimmer war keine Schönheit, aber gross genug und sauber. Mehr brauchten wir auch gar nicht. Es gibt zudem einen Outdoor- und einen Indoor-Pool. Aber dafür sind waren schon zu müde.
Gute Nacht und bis Morgen!

 

6. Tag, 8.Juli 2010

Um 4.00 Uhr morgens klingelte mein Handy. Es war eine mir unbekannte Schweizernummer. Natürlich ging ich nicht ran! Wir schliefen bis 6.30 Uhr weiter, spätestens dann wären wir, hätte nicht der Wecker geklingelt, sowieso wach geworden, da im Zimmer nebenan schon fleissig geduscht wurde und sich die Dusche gefühlte 5 Zentimeter von unserem Kopfende enfernt befand.
7.40 Uhr begaben wir uns zum Frühstück....naja, es war nicht gerade eine reichhaltige Auswahl...Conny fand einen Muffin und ich ein Joghurt. Der Kaffee war für Conny eine Offenbarung....aber eher eine negative. Selbst Wasser schmeckt da noch besser.
Um 8.00 Uhr fuhren wir zum Safeway und kauften Eis für die Kühlbox und die Verpflegung zum Mittagessen ein.
Nun startete die Fahrt auf der I-70 West Richtung Grand Junction. Die Fahrt verlief gut, bis es klackte. Conny dachte, dass sei einer der Flaschen gewesen.....es stellte sich aber raus, dass es ein Steinchen war und die Scheibe unseres Mietwagens hatte ab sofort einen kleinen Schaden. Allerdings schienen wir Glück gehabt zu haben und es war nicht schlimm. Nur irgendwie ärgerlich war es, nun hatte das schöne Auto einen Mackel.



 

In Grand Junction tankten wir zum ersten Mal auf und bogen dann zum Colorado National Monument ab, wo wir beim Parkeingang den Annual Pass kauften. Dieser Pass gilt als Eintritt in sämltiche National Parks und lohnt sich bei unserer Reise.
Und nun fingen die viele Aaaaa und Ooooohhhhhs an. Das Colorado National Monument gefällt uns unglaublich gut. Wir fuhren entlang des Rim Rock Drive durch den Park und staunten, genossen und picknickten. Die Kühlbox erwies sich im Übrigen als wahre Perle. Denn es war sehr heiss und wir schwitzten schon nach kurzer Zeit.



 

Die weitere Fahrt führte uns zurück auf die I-70 W, von welcher wir bei Cisco auf die U-128 abbogen.
Eine unglaublich tolle Route entlang des Colorado umrahmt von roten Felsen ist diese U-128!
Wir hielten mehrmals an und genossen das Panorama.  

 


Die Zeit verging wie im Fluge und kurz vor 16.00 Uhr traffen wir in Moab im Inca Inn ein
http://www.incainn.com/. Unser Zimmer bezogen wir  für die folgenden 3 Tage. Es war wieder einfach gehalten, hatte WiFi und draussen gab es einen kleinen Pool, welcher wir nach dem Entladen des Autos sofort testeten. Herrlich, dieses kalte Wasser. Die Abkühlung hatten wir uns verdient.
Wir entschlossen uns, einwenig zu rasten, um danach noch in den Arches National Park zu fahren.

Wooooooooooooooooow, wir sind zurück aus dem Arches Nationalpark, genauer gesagt vom Delicate Arch.
Beinah jeder kennt den wohl berühmtesten Steinbogen.
Doch bevor man sich an ihm erfreuen kann, führt ein 2,4 km langer Weg bergauf und über glatten Fels zum Arch. Und dies bei 35-40 Grad Celsius im Sommer. Nun, wir waren uns erst unsicher, ob wir den Weg in Angriff nehmen sollten, waren doch dicke, graue Wolken im Anmarsch. Diese Wolken führten aber auch dazu, dass der Anstieg geradezu bei angenehmen Temperaturen möglich war. Da wir etwas spät dran waren haben wir den Weg in Schweizer-Rekordzeit zurück gelegt ;) Naja, ich bin doch ganz schön ins "Schnaufen" gekommen...aber ich sage euch, es hat sich gelohnt. Aber seht selbst:



Sogar einen Regenbogen hatten wir im Arch drinnen.



 

7. Tag, 9. Juli 2010

Frühaufstehen war heute angsagt. Schon um 4.20 Uhr klingelte der Wecker. Kurz vor 5 Uhr fuhren wir los um im Arches Nationalpark den Sonnenaufgang am Landscape Arch zu sehen. Und es hatte sich auf alle Fälle gelohnt. Wir konnten die ersten 20-30 Minuten am Lanscape Arch völlig alleine verbringen und erlebten einen wunderschönen Sonnenaufgang. Während dem Sonnenaufgang nahmen wir auch unser Frühstück zu uns. Es gab 1,5 Bananen :)
Danach haben wir den Primitiv Loop gemacht. Dieser dauerte gute 4,5 Stunden und verlief durch eine wunderschöne Landschaft, welche sich tief in unsere Herzen eingenistet hat. Der Rundweg war herrlich, aber auch teilweise anspruchsvoll. Er führt über teils glatten Felsen und wer später am Tag unterwegs ist, der hat auch noch mit der Hitze zu kämpfen. Ich möchte hier über die Route gar nicht zu viele Worte verlieren, sondern ein paar Bilder sprechen lassen.






Er hier muss sich nach der Futtersuche etwas erholen..



 

Nach der Wanderung ging es uns auch so wie dem Squirrel. Wir besuchten noch schnell das Besucherzentrum und machten einen kurzen Einkauf. Dann verzogen wir uns in unser Motelzimmer und machten ein Nickerchen. Nach 18. Uhr ging es nochmals in den Arches Nationalpark. Die Windows waren unser Ziel. Leider hatte der Himmel sich zugezogen, so dass kaum mit Sonne zu rechnen war. Beim SouthWindow hatten wir kurz Glück...allerdings hatte es da auch viele Leute im Arch, so dass die Fotos nie alleine gelangen. Jänu.Wir entschieden uns für den Primitivloop um die Windows, wo wir wieder ganz alleine unterwegs waren. Was für ein Ausblick und welch herrliche Stille. Plötzlich entdeckte ich eine Schlange. Sie schien uns gespürt zu haben und verzog sich langsam in ihr Abendquartier. Dies ist übrigens schon die zweite Schlange heute, die wir sahen.



 

Während wir den Double Arch noch fotografierten, gaben die Wolken ein letztes Mal die Sonne frei und für 2-3 Minuten leuchteten die Felsen flammend rot auf. Wow, was für ein Anblick!


 

8. Tag, 10 Juli 2010

Ein weitere Tag rum um Moab und wir kamen aus dem Staunen nicht raus. Aber fangen wir von vorne an. Der Wecker klingelte um 5.20 Uhr. Wir machten unsere Sachen parat, zogen uns an, Conny machte sich noch schnell einen Kaffee und schon konnte es losgehen. Erstes Ziel war der Corona Arch. Irgendwann nach 6.20 Uhr hatten wir den Parkplatz an der Potash Road erreicht und begannen den Aufstieg zum Corona Arch. Der Weg war nicht schwierig, allerdings musste man einmal an einer schrägen Felsplatte entlang eines Stahlseiles, einmal am Stahlseil ein Stück an einer Felswand hoch in der Tritte aus dem Fels geschlagen worden sind und eine kleine Metalleiter ging es auch noch hoch.



Als wir kurz vor dem Corona Arch waren, sahen wir auch den Bowtie Arch....ein Loch in der Felsdecke sozusagen.
Wir waren den ganzen Weg alleine unterwegs und auch oben beim Arch angekommen war da keine Menschenseele. Die Sonne war inzwischen gerade so weit über die Felswand gestiegen, dass sie den Arch beleuchtete.
Wie herrlich waren die Ruhe und das Panorama. Wir machten ein paar Fotos und frühstückten dann unsere mitgebrachten Erdbeeren.



Ganz ehrlich, es waren nicht die tollsten Erdbeeren, aber an diesem Ort schmeckten sie uns trotzdem. Auch die schönste Zeit geht irgendwann vorbei und da der Himmel etwas zuzog, begaben wir uns wieder an den Abstieg. Und siehe da, plötzlich begegneten uns 6 Leute und kaum später 13 Jugendliche, welche sich an den Aufstieg machten. Das frühe Aufstehen hatte sich für uns also gelohnt....wir hatten den Arch ja noch für uns alleine.
Weiter fuhren wir der Potashroad entlang. Die Strasse wird nach den Potashbecken, in denen eben Pottasche hergestellt wird, recht holperig und steinig, so dass die Fahrt nun nur noch gemächlich vorwärts ging. Unser Ziel war es, via Shafertrail in den Canyonland Nationalpark zu gelangen. Ich hatte ja in den Foren schon gelesen, dass die Strasse nicht immer in bestem Zustand sei, aber sooo steinig hatte ich es mir dann doch nicht vorgestellt.
Conny und ich kamen also 2-3 Mal ins Schwitzen, aber nach 3 Stunden hatten wir die Strasse bezwungen. Und der Blick zurück, der zeigte uns, dass diese Strasse eben schon was ganz Besonderes ist.



Nun ging es erstmal ins Besucherzentrum des Nationalparks. Danach fuhren wir zur Picknick Area des Upheavel Domes. Hier wurden die inzwischen doch recht hungrigen Bäuche gefüllt. Im Schatten unter einem Baum konnten wir einen Tisch ergattern. Danach besuchten wir den Dome, als es allerdings anfing zu Blitzen flüchteten wir wieder zum Auto. Das schlechte Wetter verfolgte uns nun einwenig. Allerdings waren wir immer etwas schneller.



Verschiedene Aussichtpunkte wurden von uns angefahren und bestaunt. Diese Landschaft ist so bizzar und für Menschen unbewohnbar und trotzdem unglaublich schön und faszinierend. Auf einem der zahlreichen Parkplätze für die Aussichtspunkte fing es dann zu regnen an und wir blieben, mit einem herrlichen Ausblick im Auto, bis das Gewitter vorüber war. Kaum hatte der Regen aufgehört, war schon wieder alles trocken. Die heissen Steine liessen das Wasser sogleich wieder verdampfen. Ein Vorteil hatte dieses Wetter....das Auto war praktisch wieder sauber.
Auch beim nächsten Parkplatz fing es nochmals an in Strömen zu regngen. Conny und ich machten derweil ein Nickerchen. Es ist halt doch anstrengend, so früh aufzustehen und den ganzen Tag auf Achse zu sein,
Doch auch dieser Regen dauerte kaum länger als 20 Minuten und schon bald war es wieder heiss und der Himmel blau.
Wir machten uns auf, auch noch den Dead Horse Point Statepark zu besichtigen. Diese Landschaft ist einfach wunderschön. Wir fuhren alle Aussichtspunkte an und verweilten staunend an der Kante des Canyon.
Puuh, ein langer und ereignisreicher Tag näherte sich langsam dem Ende.



Zum Essen ging es in Moab zu Eddie MC Stiff, wo wir uns satt assen und nun liegen wir auf unserem Bett im Motel....müde, aber glücklich.

9.Tag, 11. Juli 2010

Heute verlassen wir Moab. Das Inca Inn war zwar schlicht, aber einfach und sauber, für uns völlig ausreichend. Der Frühstücksraum war kurz nach 7.00 Uhr leider hoffnungslos überfüllt. Wir nahmen uns unser Frühstück mit aufs Zimmer und assen vom selbstgemachten "Schweizer"-Brot. Es schmeckte gut, aber soooo schweizerisch nun auch wieder nicht ;)
Nachdem wir nochmals getankt hatten, Wasser und Eis für die Kühlbox besorgt haben, fuhren wir los in Richtung Bluff. Unterwegs bogen wir jedoch nochmal in den Canyonlands Nationalpark ein, um die Needles Section zu besuchen. Eigentlich wollten wir erst den Needles Overlook anfahren, da diese Strasse aber nicht befestigt ist, wurde es uns nach 7 Meilen zu blöd. Wir drehten um und besichtigten dafür den Looking Glass Rock. Auch dieser besitzt einen Felsbogen, Arch genannt.


Weiter ging es in den Canyonlands Nationalpark. Die 34 Meilen bis zum Park zogen sich zwar hin, aber immerhin gab es unterwegs noch den Newspaper Rock mit Petroglyphen.



Auch dieser etwas abgelegene Abschnitt des Canyonlands Nationalpark ist wirklich schön. Um etwas mehr zu spazieren war es uns aber einfach zu heiss. In der Nähe des Elephant Hills genossen wir unser Mittagessen....es gab mal wieder belegte Brote.



Wir fuhren die Aussichtspunkte an und verliessen dann den Park wieder. Eigentlich wollten wir noch beim Natural Bridges Monument vorbei...aber wir waren beide zu müde und es war uns zu heiss. Wir liessen sie ausfallen und fuhren direkt nach Bluff.


Das Desert Rose Inn gefällt uns super. 
http://www.desertroseinn.com/ Hier ruhten wir uns nun aus, um nachher ins Monument Valley zu fahren.
Da der Himmel immer noch Wolken verhangen war und zudem ein kräftiger Wind wehte, welcher Sand aufwirbelt, entschieden wir uns, erst morgen in aller Frühe zum Monument Valley zu fahren. Für heute waren wir noch im Cottonwood Steakhouse lecker essen, wir schrieben Postkarten, den Reisebericht und dann ging es ab in die Federn. Wir stehen morgen um 4.30 Uhr auf.

 

 10. Tag 12. Juli 2010

Früh am Morgen klingelte der Wecker. Schon um 5.00 Uhr machten wir uns auf in Richtung Monument Valley, welches wir auch kurz vor 6.00 Uhr, gerade rechtzeitig zum Sonnenaufgang, erreichten.
Wir parkten schnell unser Auto und kamen genau in dem Moment zum Aussichtspunkt neben dem View Hotel, als die Sonne begann aufzugehen. Woooow, es sah wunderschön aus. Eine tolle Kulisse, kein Wunder spielten im Monument Valley mehrere Westernfilme.
Hier ein paar Eindrücke vom Sonnenaufgang:





Wir entschieden uns dagegen, auch noch die Strasse im Monument Valley zu fahren. Sie sieht nicht gerade einladend aus, und offroad hatten wir nach dem Shafer-Trail eigentlich genug.
Deshalb fuhren wir nach 1 Stunde weiter nach Page.
In Page angekommen tranken wir im Starbucks erstmal einen Kaffee und assen etwas.
Danach fuhren wir zum Horseshoe Bend, einem weiteren Highlight an diesem Tag.



Diese Schlaufe des Colorados eröffnet ihren Blick in die Tiefe wirklich erst , wenn man nur noch wenige Meter vom Rand entfernt ist. Und da geht es dann gleich mal einige Meter in de Tiefe.



Es ist wohl definitiv nichts für Menschen mit Höhenangst am Rande des Horseshoe Bends zu stehen.
Auch ich halte nach Möglichkeit lieber noch 50 cm Abstand. Es könnte einem direkt schwindlig werden. Aber schön ist er, der Pferdeschuh :)



Der Rückweg führte leicht bergauf und auf sandigem Grund zurück und war in der Hitze etwas anstrengend. Aber mit etwas Geduld und genügend Wasser war es eigentlich kein Problem.
Anschliessend fuhren wir zum Lower Antelope Canyon. Wir haben in Arizona übrigens eine Stunde gewonnen, da Arizona keine Sommerzeit hat. Vor dem Antelope Canyon standen viele Leute, welche gerade in den Canyon geführt wurden. Durch die beiden USA-Foren wusste ich, dass wir nach einem Fotografenpass fragen sollen. Damit dürfen wir, statt 1 Stunde 4 Stunden im Canyon bleiben. Wir mussten auch nicht auf den Start der nächsten Tour warten (alle 30 Minuten) sondern wurden direkt zum Eingang begleitet. Das nenn ich mal Service. Der Eingang in den Canyon ist eng und mit Stativ und Kamera gar nicht so einfach.
Was uns dann erwartete, war einfach atemberaubend. Wir tauchten ein in eine Welt die nur aus warmen Farben zu bestehen schien. Wenn gerade eine geführte Gruppe vorbei kam, hatte es zwar viele Leute, aber mit etwas Geduld hatte man dann wieder Ruhe. Vieles ist nicht in Worte zu fassen, weshalb ich lieber ein paar Bilder zeige.


 


Es ist unmöglich, unseren Glücksgefühlen mit den richtigen Worten hier zu beschreiben. Für uns war es einfach ein unbeschreibliches Erlebnis.

Nach dem Antelope Canyon gingen wir erstmal einkaufen. Da wir zum Einchecken ins Hotel noch zu früh dran waren, fuhren wir noch an den Lake Powell und gingen baden. Lustig, die Einheimschen fahren mit ihren Autos wirklich bis ans Wasser ran.



Der kurze Plansch im Wasser war eine herrliche Abkühlung....allerdings wurden wir beim anschliessenden Liegen im Sand nahezu trocken-sandgestrahlt. Bei diesem Wind verging uns die Lust am Strand schon bald wieder.

Übernachtet haben wir übrigens im Best Western Arizona Inn. Unser Zimmer hatte eine tolle Aussicht. Allerdings hatten wir im Bad nur ein Badetuch statt zwei und trotz meines Anrufes in der Lobby kam auch keines nach. Der Abfluss vom Klo funktionierte mehr schlecht als recht und ein Hundekeks hinter der Türe zeugte wohl nicht gerade von der besten Zimmerreinigung. Jänu, für die eine Nacht war es ausreichend..als Hotel mit tollem Service würde ich es aber nicht bezeichnen.

 

11. Tag, 13 Juli 2010
Heute haben wir ja mal richtig ausgeschlafen und sind erst um 6.30 Uhr aufgestanden :)
Im Frühstückraum waren alle Tische besetzt, so dass wir erstmal unsere Sachen gepackt haben, ausgecheckt haben und uns dann etwas zum Frühstück mit nach draussen genommen haben.
Danach ging die Fahrt weiter in Richtung Grand Canyon.
Auf der Fahrt haben wir eigentlich nichts gross besichtigt. Wir sind an der Navajo Bridge vorbei gekommen und haben unter der Brücke, also das heisst, auf den Brückenträgern, Condore sitzen sehen. An einem Stand der Diné (Navajo Indianer) habe ich mir zwei Halsketten gekauft und mich mit der Diné-Frau unterhalten. Der Name: Navajo, haben die Diné von den Spaniern gekriegt und für die Frau, so wie ich sie verstanden habe, nicht unbedingt die netteste Bezeichnung. Nachdem wir uns gegenseitig erklärt haben, wieviel Schnee das jeweilige Heimatland hat und wie heiss oder kalt es werden kann, fuhren wir weiter.
Am Grand Canyon angekommen ein kurzer Schreck: Da stand eine Leuchttafel mit folgendem Satz: Fire in the Park. Aha....oh.....ehm? Beim Häuschen, wo man jeweils den Pass und die Jahreskarte zeigen muss, fragte ich kurz wegen dem Feuer nach. Das Feuer sei 8 Meilen weit weg und unter Kontrolle. Wir seien nicht in Gefahr. Wenn wir Fragen hätten, würden sie uns im Visitor-Center gerne weiterhelfen. Wir sind dann zuerst den Point Imperial und dann zum Cape Royal gefahren. Eindrücklich, was für eine "Schlucht" die Natur hier geschaffen hat.




Bei der Grand Canyon North Rim Lodge LinkGrandCanyonNorthRimLodge angekommen, konnten wir unsere Cabin schon 1.5 Stunden vor der eigentlichen Check-in Zeit beziehen. Gemütlich und rustikal sah es aus...leider rocht es ein wenig muffig. Dafür waren es keine 20 Meter bis zum Rim.



Wir assen erstmal unsere Brötchen auf der Terasse der Lodge. Was für eine Aussicht für ein Essen.



Die Lodge hat überigens eine herrliche Aussicht durch grosse Fenster auf den Grand Canyon.


 


In der Lobby entdeckte ich dann auch eine Info wegen dem Feuer. Das Feuer ist am 25. Juni 2010 durch einen Blitzeinschlag ausgebrochen und wird kontrolliert, aber nicht gelöscht, da dies zur Natur dazugehört und für die Natur wichtig sei. Ok, alles klar.
Danach warteten wir auf den Sonnenuntergang. Es gibt wohl nicht viel Schöneres als einen Reisetag so ausklingen zu lassen.




 

12. Tag, 14. Juli 2010
Zum Sonnenaufgang um 4.50 Uhr (Ortszeit in Arizona) standen wir auf und gingen an den Grand Canyon. Auch der Sonnenaufgang lohnt sich, vor allem sind am frühen Morgen auch viel weniger Menschen schon unterwegs.



Nach 1 Stunde begaben wir uns wieder in unsere Cabin und packten. Etwas wehmütig checkten wir aus und fuhren in Richtung Bryce Canyon, via Kanab.
Unterwegs besichtigten wir einige kleine Läden, die Steine aller Art verkaufen. Darunter hat es auch Versteinerungen und den typischen, rötlichen Sandstein aus Utah.
Kurz vor dem Bryce Canyon stimmte uns schonmal der Red Canyon auf das, was noch kommt, ein. Aber was sahen wir da? Rauchschwaden? Wir kautfen uns ein Eis und ich sprach die Frau an der Kasse auf das Feuer an. Ja, da sei ein kontrolliertes Feuer. Das werde gemacht, damit sich der Wald besser regeneriere. Aber sie könne nicht verstehen, warum das nun gemacht wird....die Touristen in Bryce Canyon hätten nun ja keine klare Sicht mehr.
Nach dem Eingang in den Bryce Canyon sahen wir unsere ersten Gabelböcke (Pronghorns). Auf dem Rückweg schafften wir es auch, einige davon zu fotografieren.



Der Bryce Canyon ist wunderschön, und wir besichtigten erstmal den hinteren Teil. Nach einer Weile kehren wir um. Zum Sonnenuntergang wollten wir nochmals kommen, aber zuerst ging es nach Tropic ins Bryce Canyon Inn
http://www.brycecanyoninn.com/, unserem nächsten Übernachtungsort. In Tropic essen wir bei Clarke's Steaks mit Gemüse...ich mit einer grossen Kartoffel und Conny mit Pommes. Es war etwas fade...aber gut essbar.
Auch zum Sonnenuntergang ist der Bryce Canyon sehr schön und auf der Rückfahrt haben wir Hirsche und Pronghorns gesehen. Im weichen Licht der untergehenden Sonne haben wir noch einige Fotos geschossen.





13. Tag, 15. Juli 2010

Ui, als ich aufwachte wurde es schon langsam hell. Mist, der Wecker hatte ja gar nicht geklingelt. Es war 5.50 Uhr und ich wollte doch zum Sonnenaufgang am Bryce Canyon sein. Naja, wir zogen uns an, Conny machte sich seinen Kaffee und dann ging es los. Wir fuhren zum Sunset Point und unterwegs traffen wir auf Hirsche und Pronghorns, die am Strassenrand friedlich grasen. Ein toller Pronghornbock stand ganz nah an der Strasse. Doch als wir auf gleicher Höhe waren, sahen wir, dass er aus dem Mund blutet und der Kiefer leicht nach unten hängt. Ohweh, entweder das Tier hatte einen Zusammenstoss mit einem Auto gehabt, oder sich bei einem Kampf mit einem Rivalen verletzt. Was tun? Wir gingen davon aus, dass der Fahrer des "Unfallwagens" den Zusammenstoss sicherlich melden gegangen war....mehr dazu später....
Wir fuhren zum Parkplatz und bestaunten erstmal vom Sunset Point aus das Panorama.




Die Sonne war noch nicht lange über die Felsen gekommen. Der Blick über die Felsnadeln, die Farben....einfach alles war perfekt. Wir wanderten hinunter in den Canyon. Leider war ein Teil des Navajo Loop gesperrt, da es einen Felssturz im Frühjahr gab.




Aber auch so ist das Panorama und der Weg wunderschön und beeindruckend. Da, wo Navajo-Loop und Queensgarden Trail sich treffen sahen wir ein Squirrel (oder war es ein Chipmunk?) Langsam näherten wir uns und fotografierten das putzige Kerlchen. Wir setzten uns auf eine Bank und der kleine Kerl wusselte einen Meter vor uns über den Boden und liess sich durch uns überhaupt nicht beirren.



Die Wanderung führte nun ein Stück unten durch den Canyon, bevor wir wieder dem Weg nach, durch Tunnels, uns langsam nach oben windeten. Es wurde nun auch immer wärmer, aber noch war es angenehm.



Unterwegs traffen wir nochmals auf 2 Hirschkühe. Kurz bevor wir oben ankamen, hörten wir es von weitem zwei Mal knallen. Hat man das Pronghorn erlöst?
Oben angekommen fühlten wir uns geradezu von Touristen umwimmelt. Ein Reisebus mit Asiaten war vorgefahren und irgendwie war die friedliche Morgenstimmung damit um. Wir fuhren deshalb zurück ins Motel zum Frühstücken. An der Kreuzung, wo wir den verletzten Bock sahen standen 3 Parkranger-Wagen. Wir hielten kurz an und ich fragte, ob sie wegen dem Pronghorn hier seien, was sie mir bejahten. Ich erzählte ihnen, dass wir das verletzte Tier gesehen haben und sie fragten nach, ob wir gesehen hätten, wer es angefahren habe.
Wir hatten aber nicht gesehen, wer es war und ich erklärte ihnen, um welche Zeit wir das Tier schon verletzt gesehen hatten. Wir waren etwas traurig und machten uns auch Gedanken, ob wir es gleich hätten melden sollen, als wir das verletzte Tier sahen. Nun urde der arme Kerl erlöst.
Das Frühstück im Bryce Canyon Inn war im Vergleich zu den anderen Motels, ein Hochgenuss. Auch sonst waren wir hier sehr zufrieden gewesen. Doch bald (11.00 Uhr) zogen wir weiter, nach Escalante.
In Escalante angekommen war uns irgendwie jeder Weg zu weit um noch etwas anzuschauen. Wir checkten im Circel-D Motel 
http://www.escalantecircledmotel.com/ um halb zwei ein und schoben einen Ausruh-Tag ein. Wir kauften kurz noch 2-3 Sachen ein, ich wusch von Hand die Wäsche und wir machten ein Nickerchen auf dem Bett (ja wo denn sonst). Die Zimmer sind übrigens sehr einfach, aber sauber und es hat tolle Bücher für das Gebiet rund um Escalante mit dabei.



Abends ging es im neuen Restaurant des Circel D Motels essen und wir genossen das Essen sehr. Die Teller waren schön angerichtet, das Essen (ich hatte Chicken und Conny ein T-Bone Steak mit Pommes und Gemüse) schmeckte hervorragend und die Bedienung war sehr aufmerksam und zuvorkommend. Der abschliessende Karotten-Baumnuss-Kuchen, welchen wir uns teilten, war dann noch das berühmte Tüpfelchen auf dem i.


14. Tag, 16. Juli 2010

Heute steht einer der längeren Fahrtage an. Wir fuhren von Escalante nach Salt Lake City. Der Scenic Byway 12 über Boulder nach Torrey ist schön und vielfältig. Uns gefiel die Fahrt gut. Am Strassenrand weideten Kühe, allerdings ohne Zaun und man musste schon gut aufpassen, da diese auch die Strasse querten, wann immer es ihnen passte.



In Torrey tranken wir im  Castle Rock Coffee and Sweets etwas. Conny kriegte seinen sehnlichst erwarteten Kaffee und ich einen Mango Smoothie. Dazu gab es selbstgemachte Mandel-Schokolade des Hauses. *Nampfi*

Auf der Strecke von Salina auf die Interstate 15 kamen wir uns dann ein wenig wie in der Tierkadaverstelle vor. Alle paar Meter lag ein überfahrenes Tier am Strassenrand und damit meine ich nicht nur kleine Tiere. Ganze Hirschkühe lagen da. Die Fahrt ging nun auf der Interstate 15 immer in Richtung Salt Lake City.

Vor Salt Lake City nahm der Verkehr merkbar zu. Wir waren uns so viel Verkehr gar nicht mehr gewohnt.

Im Hilton Hotel http://www1.hilton.com/ checkten wir ein und kriegten ein Zimmer mit einem Kingbed im 5. Stock. Das Zimmer war von einer schweren Eleganz, für die 60 Dollar auch vollkommen in Ordnung, ob ich für den normalen Preis (ca. 150$) aber damit zufrieden wäre….naja, ich weiss nicht. Internet muss man leider zusätzlich zahlen, so dass wir darauf verzichteten. Nachdem wir unser Gepäck auf das Zimmer gebracht hatte, wollten wir etwas die Stadt erkundigen. Draussen war es sehr heiss und wir bekamen schnell durst. Allerdings schienen wir in der Innenstadt ausgerechnet an den Strassen vorbei zu schlendern, wo es wirklich keine Läden und Restaurants gibt. Wir erspähten einen ersten Blick auf den Mormonentempel und das Kapitol. Nach einer Stunde waren wir, noch immer durstig, zurück beim Hotel und tranken unser Wasser aus der Kühlbox. Ebenso machten wir aus dem noch vorhandenen Brot Sandwiches. Ich wechslte die Schuhe, da ich von den Flipflop an der Seite Blasen bekommen hatte und mir die Füsse weh taten. Wir besorgten uns in der Lobby einen Stadtplan und machten uns erneut auf den Weg, zu einem grossen Einkaufszentrum.  Überall erinnerten Schilder, Denkmale und Gebäude an die olympischen Winterspiele 2002 in Salt Lake City.


Mit Schrecken stellte ich fest, dass meine Füsse unten an den vorderen Ballen Blasen bekommen hatten. Sowas blödes aber auch! Naja, das machte das Shoppen nicht gerade angenehm, aber wir machten weiter.

Zum Essen ging es in ein asiatisches Restaurant und wie sich herausstellt, war dies eine super Wahl. Ich ass Mango Fisch (es schmeckte unglaublich gut) und Conny gebratene Nudeln, mit Fleisch und Sojasprossen. Auch sein Essen war toll angerichtet und schmeckte lecker.

Nach dem Essen entschieden wir uns, nochmals etwas von Salt Lake City anzuschauen, vor allem den Mormonen Tempel. Das Gebäude ist beeindruckend und mit freundlichen „Mormonen“ hieten wir auch ein kleines Schwätzchen, ohne dass sie uns missionieren wollten.

Auf dem Weg durch die Innenstadt, vor allem auch im Tempel Square, hatte es viele Wasserspiele und Brunnen. Ebenfalls gab es an vielen Orten wunderbare Blumenarrangement.


Abschliessend würde ich sagen, Salt Lake City ist nicht wirklich eine sehr schöne Stadt, aber wenn man sowieso daran vorbeifährt, dann kann man sich es ruhig mal angucken. Der Temple Square der Mormonen fand ich zumindest ganz schön.

 

15. Tag, 17. Juli 2010

Nochmals stand in erster Linie ein Fahrtag an. Wir standen deshalb nicht so früh auf und der Wecker klingelte erst um 7.00 Uhr. Nachdem ich geduscht hatte und Conny sich einen Kaffee gemacht hatte, kam ich auf die glorreiche Idee mir einen Tee zu machen. Geniessen konnte ich den Tee genau einen Schluck lang, dann war mir der Becher über den Hilton Schreibtisch entglitten und hatte sich darüber ergossen. Der Tee war genüsslich in Richtung Teppich gesickert. Jänu, schon wieder ging etwas in die Hose….oder auf den Schreibtisch. Solange es nur diese kleinen Pannen sind können wir gut damit leben. Der Fotoapparat und Connys Pass konnte ich aus der Teepfütze unbeschadet retten. Wir haben mit den blütenweissen Handtuch den „Schaden“ behoben.

Kurz von 9.00 Uhr waren wir dann unterwegs. Gefrühstückt hatten wir bei Mc Donald *schandeüberunserHaupt*. Aber die haben kostenloses Internet. Unterwegs stockten wir unseren Lebensmittelvorrat wieder auf und ich kaufte mir ein paar neue Flipflops, die ich, sobald meine Füsse sich erholt haben, getragen haben.

Doch schon bald wurde unsere Geduld strapaziert. Stau auf der Interstate. Wir fuhren als es möglich war die nächste Abfahrt raus, da die übernächste sowieso unsere Ausfahrt gewesen wäre. Doch ohje, auch dieser Highway war total überfüllt. Zudem bog 500 Meter vor uns noch ein Schwertransporter auf den Highway ein. Nach 8 Meilen und eine Stunde später konnten wir endlich auf den Highway 89 abbiegen. Er führte uns durch die wunderbare Berglandschaft in Richtung Logan und an den Bear Lake. Oberhalb des Bear Lake an einem Rastplatz mit Aussicht traffen wir auf eine Hochzeitsgesellschaft. Just als die Braut in Richtung Hochzeitsgäste kam, kreuzte Conny ihren Weg. Hehehe, die werden sich auch gefreut haben, Conny auf ihren Hochzeitsbildern zu haben. Aber die Aussicht ,um zu Heiraten, ist hier oben wirklich genial.


In der Nähe des Wc’s gibt es eine Nektartränke für Kolibris. Die Hummingbirds schwirren herum und laben am Nektar. Und ich freute mich wie eine Schneekönigin und knipste, was das Zeug hielt. Auch Conny war ganz begeistert.


Wir mussten weiter, so schön die Szenerie auch war. Wir hatten noch 4 Stunden Fahrt vor uns. Die Strecke war sehr schön und führte auch an Orten wie Paris,  Montpellier, Geneva und an einem Schild mit Bern -> 4 MI vorbei. Sofort nahmen wir den kurzen Abstecher um einmal durch Bern in Idaho zu fahren. Die haben 126 Einwohner….hihihi kleiner als Reisiswil.


In Afton gab’s ne kurze Pause bei Burger King und der Bogen aus Geweihen wurde natürlich auch schnell fotografiert.

Entlang an einem tollen Stausee erreichten wir schliesslich um 19.00 Uhr Driggs, unsere Unterkunft, die Teton Valley Cabins http://www.tetonvalleycabins.com/.


Uns gefiel es hier sofort. Schon bald waren wir in ein Gespräch mit unseren Cabinen-Nachbarn vertieft. Sie kamen aus Wisconsin und waren schon in Deutschland. Er ist Chemiker und sie irgendetwas  mit Bio in einem Krankenhaus. Sie hatten auch eine ganz liebe Hündin bei sich, die Pascha. Der Mann geht gerne mit Pfeil und Bogen auf die Jagd und hatte heute beim Fischen eine Forelle geangelt.


Morgen geht es dann via Jackson in den Yellowstone, darauf freuten wir uns schon sehr.

 

16. Tag, 18. Juli 2010

Um 8.00 Uhr am Morgen waren wir abfahrbereit und verliessen Driggs und damit die Teton Valley Cabins in Richtung Jackson. Die Cabins waren sauber, heimelig und wir hatten super geschlafen. In Jackson angekommen war es kurz vor 9.00 Uhr und wir schlenderten durch den Ortskern, vorbei an den Hirschgeweihbögen, vorbei an der Million Dollar Bar und shoppten ein wenig in den geöffneten Läden. Es war ja Sonntag und nicht alle Läden hatteen offen. Die Million Dollar Cowboy Bar hätte leider erst in einer Stunde offen, so dass wir uns mit einem Foto von aussen und einem Blick durch das Fenster begnügten.


Jackson ist auf jeden Fall auf Touristen ausgelegt. Im Albertson, einem Supermarkt, kauften wir für die nächsten 4 Tage ein. Die Verpflegung selber, wird im Yellowstone teurer sein und bietet auch nicht die gleiche Auswahl. Nun fuhren wir endlich in den Grand Teton Nationalpark. Die Berge erinnerten doch sehr an unsere Schweizer Heimat. Am Jenny Lake machten wir halt und spazierten ein Stück dem See entlang.


Wir fuhren weiter und suchten eine alte Scheune, mit Blick zu den Tetons, die wir von Fotos her kennen. Wir drehten eine Runde  im Park, assen unterwegs einen Salat, aber die Scheune fanden wir nicht. Dafür fanden wir die Kirche mit dem Fenster in der Front, welches eine herrliche Sicht auf die Berge frei gibt. Da wir durch die Runde nochmals die eine Strecke zum zweiten Mal fahren mussten, wollten wir vorwärts machen. Doch vor uns waren ganz viele Autos am Strassenrand parkiert (in deutsch geparkt). Durch die USA-Foren wusste ich, wo viele Autos am Strassenrand parken, da gibt es etwas zu sehen. Und tatsächlich vor uns, 5 Meter von der Strasse entfernt, spazierte eine ganze Herde Hirschkühe mit einem Hirsch.


Nun hatte sich die Extra-Runde ja gelohnt. Wir verliesssen den Grand Teton in Richtung Yellowstone. Am Strassenrand wieder ganz viele Autos. Conny stieg aus, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Leute starrten in den Wald und zeigten in eine Richtung. Ich hatte gerade meine schwachen 30 Minuten und musste einfach die Augen zu lassen. Conny kam zurück und erklärte, die Leute hätten etwas von Bear gesagt, er habe aber keinen Bären erspähen können. Naja, Pech gehabt.

Weiter vorne verdunkelte sich der Himmel. Doch beim genauen Hinschauen, erkannte ich, dass es nicht einfach nur dunkle Regenwolken waren, sondern dass die Wolken einen rötlichen Stich hatten. Es war Rauch. Ein Feuer im Yellowstone. Schon wieder traffen wir auf ein Feuer. Erst im Grand Canyon, dann im Bryce Canyon, in den Bergen vor Salt Lake City und nun auch im Yellowstone. Die Rangerin im Eingangshäuschen bestätigte mir meine Frage nach dem Feuer und erklärte, dass kein zugänglicher Bereich betroffen sei und sie hoffe, dass das Feuer bald gelöscht werden kann.

Während wir immer weiter in Richtung Lake Lodge Cabins (unsere Unterkunft für 4 Tage) fuhren, näherten wir uns dem Himmel. Dieser war inzwischen rabenschwarz mit einem roten Schimmer und sah ganz schön bedrohlich aus. Dazu kamen noch die bei früheren Waldbränden verbraten Baumstämme und wir fühlten uns ein wenig wie im Film 2012.

Wir liessen den Rauch hinter uns und vor uns kreuzte ein Hirsch unseren Weg. Wenig später wieder viele Autos am Wegrand. Menschen standen am Waldrand und keine 3 Meter vor ihnen stand ein weiterer prächtiger Hirsch. Wir erlebten, wie unvorsichtig die Menschen mit den Tieren umgehen, sogar Kinder standen ganz nah am Hirsch, bis es diesem zu bunt wurde und er mit gesenktem Kopf vorwärts auf die Menschen zu leif. Wir beobachteten das Ganze vom Auto aus und konnten nur den Kopf schütteln. Das sind wilde Tiere und da ist Abstand geboten. Immer wieder passieren im Yellowstone Unfälle durch unvorsichtige Touristen, die viel zu nahe an die Tiere heran gehen.

Vor der Lake Lodge querrte der erste Bison die Strasse und wir waren sofort fasziniert von den mächtigen Tieren. Gleich neben der Lodge grasten dann einige der Büffel in Richtung See.

Nach dem Check-In bezogen wir unsere Cabin, welche zwar klein und etwas abgewohnt war, für uns aber gemütlich genug. Wir sind ja gespannt, ob die Büffel am Morgen vor unserer Türe liegen.

Nachdem wir uns die Lodge angesehen hatten, fuhren wir zur Fishing Bridge, wo wir im Laden die vielen Souvenirs anschauten. Conny gefiel ein Kapuzensweatshirt, welches aber nicht mehr in seiner Grösse vorhanden war. Die Dame an der Kasse klärte ab, ob es in einem anderen Laden im Park noch solche vorrätig hat und verwies uns an das Grant Village. Da fuhren wir gleich hin, aber der Weg zum Shop war umsonst. Auch hier war seine Grösse nicht mehr vorhanden. Auf dem Rückweg hielten wir am West Thumb Geysir Basin. Zum ersten Mal sahen wir die sprudelnden, dampfenden, blubbernden oder bereits ausgetrockneten Wasserbecken. Da die Sonne schon am untergehen war, konnten wir die wunderbaren Farben dieser Becken nur noch erahnen. Die Spiegelung des Himmels war aber auch nicht zu verachten.


Auch hier grasten friedlich Hirschkühe, während wir, geschützt vor dem heissen Wasser, auf Holzstegen das Geysirbecken umrundeten.

Ein kleiner Hase hoppelte vor uns und es gelang mir, ihn zu fotografieren. Die Sonne färbte den Himmel rot, dazu trug wohl auch der Rauch, der in der Luft hing, dazu bei. So liessen wir den Tag ausklingen und fuhren vorsichtig in der Abenddämmerung zurück.

17. Tag, 19. Juli 2010

Um 6.00 Uhr ist für uns Tagwacht. Viel länger hätte ich eh nicht geschlafen, denn wenn die Nachbarn aufs Klo gehen oder duschen, dann hört man bei uns das Wasser rauschen. Wir geniessen die Zeit am Morgen jeweils, wenn es noch kühl ist und noch nicht so viele Leute unterwegs sind. Nachdem Conny Kaffee in der Lodge geholt hat, fahren wir gemütlich los in Richtung Grand Canyon oft he Yellowstone. Die Schlucht des Yellowstoneflusses hat zwei tolle Wasserfälle, den Upper- und den Lowerfall. Auf der Fahrt dorthin begegnen wir grossen Bisonherden, Muledeer und Hirschen. Die meisten davon treffen wir im Hayden-Valley an, wo es auch viele Enten und Gänse gibt.


Bei den Wasserfällen angekommen entscheiden wir uns für den Oncle-Tom-Trail runter zum Lowerfall. Dieser ist, eingerahmt von den gelben Felswänden auf unserer Homepage Startseite zu sehen. Die eigentlich kurze Wanderung führt uns viele Stufen runter auf eine Plattform, von welcher die Sicht von unten an den Wasserfall spektakulär ist. Wir sind ganz alleine dort und geniessen die Aussicht. Es ist ein wahnsinnig, schönes Panorama und der Wasserfall ganz schön laut.


Alles was es erst runter ging, geht es nun wieder hinauf. Wir kommen ein wenig ins Schwitzen, aber es geht erstaunlich gut. Vom Artist-Point aus schiessen wir noch einige Fotos, bevor wir weiterfahren. Im Canyon Village decken wir uns mit Souvenirs ein.

Über die Grand Loop Strasse geht es über Pässe, vorbei an der Tower-Roosvelt-Ranger-Station, mit kurzem Stopp am Petrified Tree nach Mammoth Hotsprings. Die Travertin-Terrassen sind aber zum grossen Teil ausgetrocknet und nur noch über wenige Terrassen rinnt das heisse Wasser. Wir entscheiden uns, weiter bis zum Norris Geysir Basin zu fahren und schauen uns die verschiedenen, Geysire, Fumarolen und heissen Quellen an.


Da gibt es zum Beispiel das Porcelain Basin, den Vixen Geyir, welcher gerade dann, als wir da waren losging. Ein Ranger, welcher gerade dazu kam, sagte uns, dass wir Glück haben. Dieser Geysir braucht immer 45-60 Minuten, bis er wieder ausbricht. Wir waren zur rechten Zeit am rechten Ort. Dann gibt es noch den Steamboat Geysir, welcher der höchste Geysir der Welt sein soll. Allerdings bricht er sehr selten aus, so zuletzt im Jahre 2005. Seine Wasserfontäne kann dann aber 90-120 Meter hoch werden. Bei uns spuckt er zwar 3-4 Meter hoch Wasser, aber das wars dann auch.

Auf der Rückfahrt, entlang an einem lauschigen Bach, kommen wir wieder am Hayden-Valley vorbei. Plötzlich sind eine Menge Autos am Strassenrand und Leute mit Fernrohren stehen auf einem Parkplatz. Wir halten auch an und fragen nach, was den zu sehen sei. Weit hinten seien Wölfe, welche zur Zeit aber gerade im Gras liegen und kaum zu sehen sind. Mit blossm Auge und durch das Zoom des Fotoapparates erkennen wir aber leider nichts. Und nach 10 Minuten wird uns auch das Warten zu lange. Da nützt es auch nichts, dass wir durch die Fernrohre gucken dürfen. Die Wölfe halten Siesta und sind für uns nicht zu erkennen. Schade, dass wäre jetzt noch ein Highlight gewesen. Wir fahren weiter und begegnen kurze Zeit später dem selbern Schauspiel nochmals. Wieder halten wir am Strassenrand und fragen nach, was es denn zu sehen gäbe. Dieses Mal sei es eine Grizzlybärin mit 3 Jungen. Im Moment sei sie hinter einer leichten Senke. Aber die komme bestimmt wieder hervor. Und tatsächlich, wir können unser Glück kaum fassen. Die Bärin samt Jungen ist in weiter Ferne auszumachen. Wir knipsen und filmen was das Zeug hält, auch wenn man auf den Fotos nur durch starke Vergrösserung etwas genauer erkennt. Aber so ein Grizzly ist auch im Yellowstone nicht jeden Tag zu sehen.


Auf dem  lezten Stück zurück zur Lake Lodge und damit unserer Cabin stehen wir dann noch im Bisonstau. Denn wo Bison die Strasse überqueren, kommt der Verkehr zum stehen und die vordersten versuchen jeweils noch Bilder aus dem Auto zu knipsen.

Nach 15 Stunden geht ein toller Tag im Yellowstone zu ende.

Wir freuen uns auf Morgen, da geht es zum Old Faithfull.

18. Tag, 20. Juli 2010

Der Wecker klingelte auch heute um 6.00 Uhr. Um 7.00 Uhr fahren wir in Richtung Old Faithfull.

Gerade als wir am Ziel ankommen, hat der Old Faithfull (Geysir) seinen Ausbruch gehabt. Der nächste Ausbruch findet um 9.35 Uhr statt. Alle 90 Minuten (plus/minus 10 Minuten) bricht der Old Faithfull aus. Wir besuchen zuerst das Visitor Center, dann die Lodge, welche das grösste Blockhaus der Welt ist und schlendern durch den Shop. Danach setzen wir uns draussen auf eine Bank vor dem Geysir. Um 9.35 Uhr fängt Old Faithfull schon mal an, etwas Wasser zu spucken und er dampft eigentlich ständig. Als er dann endlich ausbricht, macht sich etwas Enttäuschung breit. Der Wasserdampf verhindert die Sicht auf die bis zu 50 Meter hohe Wasserfontäne. Wir beschliessen erstmals eine Runde durch das Geysir Basin zu machen und die vielen anderen Geysire, Pools und Fumarolen zu bewundern.


Überall zischt und brodelt es. Bakterien färben das Wasser und die Wände der Pools in den schillersten Farben.

Von der anderen Seite aus, erleben wir den für uns 2ten Ausbruch des Old Faithfull. Die Sicht ist dieses Mal ein wenig besser, aber immer noch nicht zufriedenstellend.

Beim dritten Ausbruch hat der Old Faithfull etwas Verspätung, so dass wir, gerade als wir unsere Tour durch das Geysirbasin beendet haben, den Ausbruch erleben und dieser kann sich nun wirklich sehen lassen.


Zum Mittagessen gibt es heute übrigens nicht selbstgemachte Sandwich sondern Cheeseburger mit Speck und Pommes.

Das Gebiet zwischen Old Faithfull und Madison ist gespickt mit diesen Naturschönheiten und besonders die farbigen Pools mit ihren teilweise türkisblauen Mitten, haben es uns angetan. Es wird auch nie langweilig, da immer wieder neue Eindrücke, Gerüche und Geräusche entstehen. Am allerschönsten ist es, auf einem Hügel, hinter dem Grand Prismatic, zu sitzen und einfach die Aussicht zu geniessen.


Auf der Rückfahrt via Norris sehen wir einen Fischadler, wie er immer wieder im Sturzflug in den Bach fliegt und versucht einen Fisch zu fangen. Wir verweilen eine Weile am Ufer und machen Fotos und Videos davon. Leider gelingt ihm kein Fang und mir kein Bild, wie er im Bach fischt.

Im Hayden Tal sichten wir wieder viele Bisons und Hirsche, welche jeweils einen kleinen Stau verursachen. Wir geniessen es, den Tieren zuzuschauen, aber wegen einem einzelnen Bison halten wir nicht mehr an.


Wir sind wohl schon etwas verwöhnt. In einem Bachlauf entdecke ich dann einen Biber, der mit Grünzeug im Maul davon schwimmt. Welch ein Glück, schon wieder ein „neues“ Tier entdeckt. Die Wölfe verpassen wir leider schon wieder. Wir werden unser Glück morgen nochmals versuchen.

Um 21.30 Uhr sind wir wieder zu Hause.

19. Tag, 21. Juli 2010

Der heutige Tag stand ganz im Rahmen von: Den Yellowstone und seine Tiere nochmal geniessen.

Nach dem Frühstück fahren wir zur Fishing Bridge um dort  am See entlang nach Tieren Ausschau zu halten. Als es dann wieder zu einem Pass hochgeht, fahren wir zu einem Aussichtspunkt, wo wir auf Murmeltiere oder zumindest sowas ähnliches treffen.


Wir fahren weiter in Richtung Hayden Valley wo wir erneut die Bisonherden bewundern. Die Tier sind wahnsinnig eindrücklich mit ihrer ganzen Masse. Sie sind ganz nah an den Autos und queren gerne die Strasse. Somit halten sie manchmal den ganzen Verkehr auf.

Mud Vulcano haben wir bis jetzt ausgelassen, doch nun begehen wir auch dieses Gebiet. Es dampft und brodelt und es riecht unglaublich nach Schwefel beziehungsweise faulen Eiern. Zwischen den dampfenden Geysiren stehen die Bisons, denn der Dampf hält Mücken und andere stechenden Plagegeister fern. Im Moment ist bei den Bisons die Brunftzeit. Die Bullen brummen laut. Ein Geräusch, dass Eindruck schindet.


Wir verlassen Mud Vulcano (Schlammvulkan) und fahren über den Dunravenpass ins Lamarvalley. An einem Bergbach essen wir unser Mittagessen und machen im Kofferraum ein Nickerchen. Das frühe Aufstehen macht müde.

Gerade als ich etwas enttäuscht bin, im Lamarvalley auf keine nennenswerten Tiere gestossen zu sein, erkenne ich im Augenwinkel einen grossen Vogel, der über unser Auto fliegt. Es ist ein Weisskopf Seeadler, das heimliche Wappentier der USA. Ich brülle Conny zu er solle anhalten, schnappe den Foto…und schaffe es gerade noch so, ein Bild zu schiessen. Der Adler kreist vor uns….der Fotoapparat will natürlich erst scharf stellen, als der Adler schon etwas weiter weg ist. Aber immerhin, es hat ein bis zwei brauchbare Bilder gegeben und es war ein tolles Erlebnis.


Bei der Rückfahrt halten wir nochmals im Haydenvalley. Beide Tage zuvor standen auf einem Parkplatz bei einem Hügel viele Leute, welche mit Fernrohren Wölfe beobachteten. Jedes Mal, wenn wir da waren, waren die Wölfe aber nicht zu sehen. Wir stellten uns also heute auf den Parkplatz und warteten und warteten und Conny machte schon mal ein Schläfchen und ich schrieb Postkarten….aber nach 2 Stunden war unsere Geduld leider am Ende, obwohl inzwischen wieder viele mit dem Fernrohr dastanden….einen Wolf haben wir leider nicht gesehen. Nochmals fotografierten wir die Bisons, kauften in den Souvenirläden ein und dann ging es zurück in unsere Kabine. Es war ja auch schon wieder nach 18.00 Uhr. Den Abend verbringen wir mit Gepäck sortieren, denn morgen geht es weiter.

So, ich muss aufhören, Conny will schlafen. Gute Nacht!

20. Tag, 22. Juli 2010

Mit viel Bedauern checke ich heute früh aus der Lake Lodge im Yellowstone aus. Die nette Dame beim Check-out plaudert mit mir und erklärt, dass sie 1972 in der Schweiz in Bern war. Sie erinnere sich noch an den milchig blauen Fluss und die schöne Altstadt. Sie fragt auch, ob wir uns alles ansehen konnten, was wir wollten und was wir denn so alles gesehen hätten. Als ich ihr sagte, dass wir einen Weisskopfseeadler gesehen haben, ist sie ganz begeistert. Dieser sei ihr Lieblingstier. Ich erklärte ihr, dass wir es geschafft haben, ein paar Fotos davon zu machen und nun erklärt sie, sie sei nun ein wenig neidisch. Sie hofft, dass wir ihr Land genauso geniessen, wie sie unsere Land dazumal genossen hat. Und dies können wir ihr nur bejahen.

Wir fahren um 8.00 Uhr los und entlang des Yellowstone Flusses liegt Nebel. Am Fluss sehe ich Leute, die fotografieren einen Stein. Aber halt, der Stein bewegt sich….es ist ei Bison, welcher den Fluss durchschwimmt und nun ans Ufer steigt.

Weiter vorne ist eine Herde Bison im Nebel und die Bullen bemühen sich mal wieder lautstark und mit Imponiergehabe (Es wird scharrt und jeder der zu nahe kommt energisch verdrängt) um die Damen. Diese Bilder bilden einen tollen Abschluss zu unseren Tagen im Yellowstone.


Via Mammoth Hotsprings fahren wir zum Ausgang und dann auf dem Highway in Richtung Bozeman. Leider wird dieser gerade frisch gesplittet und dies bedeutet für uns 6 Meilen im Schneckentempo und mit vielen kleinen Steinchen die in alle Richtungen schleudern, hinter dem Pilot-Car herzufahren. Die Steinchen mit Teer versehen fallen noch Minuten später von den Rädern und es hat bis heute noch viele der Steinchen an den Reifen. Im Mc Donald essen wir eine Kleinigkeit und ich versuche nochmals Fotos hochzuladen. Leider will das kostenlose Wireless LAN einfach nicht funktionieren.

Um 14.00 Uhr treffen wir bei Brigitte (Lehrerkollegin)  ein. Ihr Häuschen ist zwar klein, gefällt uns aber super gut.


Sie hat auf ihrem Rasen um das Haus zwei Wohnwagen von Freunden ausgeliehen und einer davon  wird für zwei Nächte unsere Schlafgelegenheit sein. Dies ist doch ein super Einstieg zu unserer nächsten Übernachtung in Cody, wo wir im Tipi nächtigen.

Zur Zeit ist auch Brigittes Schwester Denise mit deren Tochter Joelle da. Am Samstag, wenn wir weiter ziehen wird Denise Mann und der Sohn uns sozusagen ablösen.


Wir fahren am späteren Nachmittag an den Gallatin-Fluss (benannt nach einem Schweizer, der unter Jefferson Finanzminister war) um hier zu Baden. Der Fluss ist waaaaahnsinnig erfrischend.

Nach dem kühlen Bad fahren wir in die Stadt in ein Einkaufszentrum, in dem es oben im Cafè auch Internet gibt und ich schaffe es endlich, Bilder von den ersten beiden Tagen im Yellowstone hochzuladen.

Zurück bei Brigitte essen wir Penne mit Pouletbrustwürfeln, gesundem Gemüse und einem Salat. Es war lecker und Conny und ich hatten seit den Tagen im Yellowstone unglaubliche Lust auf Pasta. Brigitte hatte also den richtigen Riecher.

Danach geht es noch in die City zum Flanieren und Joelle darf auf dem Parkplatz des Walmarts zum ersten Mal Autofahren. In Amerika ist dies ja bereits ab 16 Jahren erlaubt. Wir freuen uns mit Joelle über ihre ersten Fahrerfahrungen und sie macht das wirklich gut. Im Walmart selber gehen wir um 22.45 Uhr bis 23.30 Uhr shoppen. Das geht auch nur in Amerika.

Wir Frauen quatschen zuhause noch ein bisschen und dann geht es ab zum Matratzenhorchdienst.

21. Tag, 23. Juli 2010

Die Nacht war schnell zu Ende und ich kann nicht gerade behaupten gut geschlafen zu haben. Der Highway ist nicht weit weg und die Eisenbahnlinie auch. Die Züge hupen hier ständig und dreifach. Um 8.00 Uhr bin ich wach und gehe ins Haus duschen. Das funktioniert allerdings erst, als mir Brigitte zeigt, wie die Dusche funktioniert.

Frühstück gibt es, nachdem alle aufgewacht, angezogen und geduscht sind im Stockyards Cafe unweit von Brigittes Haus. Ich esse Banana Bread Toast mit Rührei und Conny kriegt Rührei mit Toast, Speck und Bratkartoffeln. *leckerlecker* Sogar der Kaffee schmeckt hier gut, was nicht überall in Amerika der Fall ist.


Nach dem Frühstück geht es in Bozeman in die City, wo zur Zeit gerade Crazy Days (Ausverkauf) stattfinden und dann wird geshoppt. Wir suchen nach Westernboots und Cowboyhüten.Conny kauft sich ein Blechschild und Trekkingschuhe. Ich finde erstmal nichts, was aber bei mit nichts Neues ist. Während Denise zum Friseur geht, schauen wir uns weiter um. Wir treffen uns alle zusammen wieder bei Leaf and Beans, einem Cafè. Danach geht es zu Murdocks, wo ich endlich meine langersehnten Cowboystiefel finde und Conny einen Westernhut.


Am Abend wird gegrillt und während Brigitte und Denise in der Küche werkeln, surfe ich bei Nachbars im Internet und unterhalte mich mit ihnen. Sie erklären mir etwas die Geschichte, wie die Kämpfe zwischen den Natives (Indianer) und der Regierung wirklich abgelaufen ist. Troy (sorry, ich weiss nicht wie sein Name geschrieben wird) und seine Frau sind sehr nett und die Kinder zuckersüss. Da die Mama indianischer Abstammung ist, haben die Kinder eine wunderschöne Hautfarbe.

Die Sirloin-Steaks grillt uns Conny und sie schmecken wirklich hervorragend.


Während Joelle auf die Fairy (Fest) geht, spielen wir "Hüfele"

Nach 24.00 Uhr hält es Conny nicht mehr aus....ihm fallen die Augen zu. Ein Spiel später sind auch wir Frauen reif fürs Bett.

Morgen verlassen wir Bozeman in Richtung Cody, wo uns eine Übernachtung im Tipi erwartet und ein Rodeo.

22. Tag, 24. Juli 2010


Alles hat ein Ende und so geht auch die Zeit bei Brigitte zu Ende. Nach einem tollen Frühstück mit Freunden von ihr, fahren wir kurz nach 11.00 Uhr los, via Paradies Valley (wo wir Bighorn-Schafe am Strassenrand sehen) zurück in den Yellowstone, um in dann bei Cooke City zu verlassen und über einen Teil des Beartooth-Highway und den Chief Joseph Scenic Byway nach Cody zu fahren.



Der Weg durch den Yellowstone ist zwar etwas länger, es stellt sich aber heraus, dass er sich vollkommen lohnen wird für uns. Denn ohne dass wir nochmals damit gerechnet hätten, sehen wir einen Schwarzbären. Erstmal nur durchs Gebüsch und ich knipse, was das Zeugs hält. Es muss halt jeder erkennen, dass der braun/schwarze Fleck im Gebüsch zu einem Bären gehört.

Doch dann trippelt der Jüngling doch tatsächlich auf in unsere Richtung und ist am Ende keine 5 Meter mehr von uns entfernt.
Er interessiert sich nicht sonderlich für die Menschenmasse, die ihn ganz aufgeregt fotografiert und filmt.


                     



Unterwegs treffen wir auf viele Pferde und Maultiere, welche für Trekkings benützt werden. Natürlich muss ich auch von diesen ein paar Fotos schiessen. Ich werde euch diese allerdings enthalten, weil es sonst einfach zu viele Bilder werden. Die Landschaft ist übrigens schön und es blühen noch viele Blumen. Wir können auch uns auch nicht sofort von ein paar Präriehunden losreisen, welche mutig ganz nah kommen. Der Chief-Joseph Highway ist einfach schön.


                           

Nach 18.00 Uhr treffen wir in Cody beim Ponderosa Zeltplatz ein. Unser Tipi liegt idyllisch am Bach. Wie sich herausstellt, ein lauter Bach.
Wir machen uns danach gleich auf, ans Rodeo, welches in Cody übrigens im Sommer jeden Abend stattfindet, zu gehen.
Einmal im Leben wollen wir es uns ansehen, obwohl ich nicht mit jeder Disziplin so glücklich bin (ich denke, dass die Rodeosiziplinen nicht gerade tierfreundlich sind), finde ich es grundsätzlich spannend. Und beim Bullriding ist mein Akku an der Kamera leer, es war aber auch schon zu dunkel und meine Objektiv an der Kamera zu lichtschwach.
Hier ein paar Eindrücke:



                                  

           

 

23. Tag, 25. Juli 2010


Gut geschlafen haben wir im Tipi leider nicht. Die dünnen Isomatten waren der eine Punkt, der andere Punkt war, dass wir einfach auch gefroren haben in unseren dünnen Schlafsäcken. Da haben wir uns wohl etwas zuviel vorgenommen.
Jänu, nun haben wir das einmal ausprobiert.
Wir stehen um 6.30 Uhr auf, ich gehe rasch duschen und dann gehen wir bei Granny's frühstücken. Es gibt Eier mit Speck und Pancakes (Pfannkuchen), dazu Kaffee.
Leider haben heute die meisten Läden zu, da es Sonntag ist. So kann ich mir hier auch keinen Cowboyhut kaufen. Da aber um 9.00 Uhr einige Läden öffnen, trinken wir im Irma Hotel (Hotel von Buffalo Bill) noch einen Kaffee und bestaunen das Inventar.



Danach geht es weiter über die Bighorn Berge.
Wir fahren zum Medicine Wheel, einem Steinkreis in Radform oben in den Bighorn Mountains, welche für die Natives noch heute eine grosse Bedeutung hat. Als wir die 1,5 Meilen zu Fuss in angriff nehmen, findet gerade iene Zeremonie statt, weshalb man uns bittet, aus Respekt zu warten. Eine junge Frau überreicht und danach einen Zweig, mit der Erklärung, dass dieser viel Kraft besitze. Ehrfürchtig umrunden wir den Steinkreis, an welchem verschiedenste Dinge angeknüpft oder aufgelegt sind.



An einem Fluss stehen einige Autos und die Manschen starren mit ihren Fotoapparaten ans Ufer. Was die wohl sehen? Bisons? Hirsche, oder gar einen Elch? Und tatsächlich erspähe ich die Geweihschaufel eines Elches. Wooooow, nun dürfen wir auch noch einen Elch sehen, nachdem wir 2004 in Finnland kein Glück hatten.


Wir sind noch ganz aus dem Häusschen und die Fahrt geht erstmal bis Buffalo, wo ich endlich einen Hut finde und wir kurz etwas essen. Das kostenlose Internet nutze ich, um Fotos der vergangenen Tage hochzuladen.
Nächster Halt ist der Devils Tower. Ein tolles Gebilde aus Basalt-Gestein, wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe. In der Abendsonne sieht er toll aus.



Wir entscheiden uns, etwas zu spazieren und verlaufen uns etwas. Zwar finden wir noch ohne Probleme bis zu den Präriehunden, danach wollen wir eine Abkürzung nehmen und erkennen im Dunkeln nicht mehr, wo beim Devils Tower wir genau sind. Müssen wir nach rechts oder doch links?
Um 21.15 Uhr ist das Auto dann gefunden, nun aber schnell zum Best Western in Hulett.



Das Zimmer sieht ganz gut aus und wir duschen den Schmutz und Schweiss ab und lassen den Abend im Zimmer ausklingen.

24. Tag, 26. Juli 2010


Wir schlafen bis 7.30 Uhr, packen unsere Sachen und gehen dann frühstücken. Das Frühstück ist nicht schlecht, es gibt auch Waffeln zum selber machen. Das probieren wir natürlich sofort aus.
Die Fahrt führt uns heute über Deadwood in den Badlands Nationalpark.
In Deadwood, einem Ort, der durch den Goldrausch aufgekommen ist und nun herrlich touristisch, mit Spielhallen seine kitschigen Seiten auslebt, schlendern wir einmal die "wichtigste" Strasse auf und ab und shoppen etwas.



             


Danach geht es weiter in Richtung Osten. Die Landschaft flacht ab und man kann wirklich Meilen weit sehen.
Die Badlands zeigen sich bei unserer Ankunft leider noch nicht in ihrer ganzen Pracht, da eine Gewitterfront heranzieht.



Wir entscheiden uns, erstmal direkt in die Cedar Pass Lodge (direkt im Nationalpark selber) zu fahren und ein Stündchen uns aufs Ohr zu hauen, um dann die Badlands in der Abendsone nochmals zu bewundern. Die kleine Cabin bei der Lodge ist sauber, aber alt. Uns macht das nichts, wir wollen da auch nur schlafen. Und di Lage entschädigt für den fehlenden "Luxus".
Wir haben tatsächlich Glück und die Sonne zeigt sich wieder, als wir uns erneut auf den Weg machen.
Eine faszinierende Landschaft, karg, aber mit ihrem ganz eigenen Reiz, zeigt sich uns.



Und dann beim Sonnenuntergsang gelangen uns ganz tolle Bilder. Es war einfach zauberhaft.




Und dann war da auch noch der unglaublich schöne Mond



Ein super Tag geht zu Ende!

25. Tag, 27. Juli 2010


Wir schlafen etwas länger und stehen erst um 7.30 Uhr auf. Gemütlich machen wir uns parat und gehen in der Cedar Lodge essen. Das Frühstück gibts vom überschaubaren Buffet, dafür "all you can eat". Naja, so viel mag ich gar nicht essan am frühen Morgen.
Wir fahren in Richtung Custer State Park, aber nicht, ohne vorher noch am Mount Rushmore Denkmal vorbei zu fahren.
Da ich schon gelesen habe, dass dieses auch prima von der Strasse aus zu sehen sei, ohne dass man extra Eintritt bezahlen muss, machen wir dies auch so. Erstes sparen wir so etwas Zeit und zweitens etwas Geld *grins*. Zudem war das Wetter bewölkt und ohne Sonne sieht das Ganze halt schon anders aus. Ich finde, die Fotos können sich zwar auch so sehen lassen.



Nun fuhren wir, vorbei am Sylvan-Lake, welchen wir umrundeten, auf dem Needles Highway durch den Custer State Park.




Das Wetter war uns wieder gnädig. Weiter geht es auf dem Wildlife Loop.






In Custer angekommen schlendern wir gemütlich durch den Ort und essen ein leckeres Buffalo-Steak!
Zum Dessert besorge ich uns Rhabarber-Erdbeer-Pie.





Den Rest des Abends verbringe ich mit dem aktualisieren der Homepage und entspannen im Mile-Hi Motel, welches uns gut gefällt.



Bis Morgen!

 

26. Tag, 28. Juli 2010


Ausgeschlafen und erholt fahren wir heute nach Fort Collins. Zuerst nehmen wir aber noch einen Augenschein auf das Crazy Horse Memorial. Wann dies wohl einmal fertig wird? Wie schon beim Mount Rushmore halten wir auf der Strasse an, um ein Foto zu schiessen und gehen nicht hinein.



300 Meilen waren es bis Fort Collins zu fahren und wir sahen einen Coyoten, ein Bild gelang allerdings nicht wirklich. Es war nur ein winzig kleiner, brauner Fleck zu erkennen, bis ich den Fotoapparat vorne hatte. Unterwegs legten wir einen Stopp in Cheyenne ein, wo es überdimensional grosse, bemalte Westernstiefel gibt, so wie in Custer Bisons.



Ich kaufte mir zu meinen Westernboots das passende Kleid und wir machten in unserem wirklich tollen Hotel (The Armstrong Hotel) ein kleines Shooting.


Abendessen gabs im indischen Restaurant Taj Mahal. Unser Tandoori Chicken, der Lassi und der Chai Tee waren hervorragend.

27. Tag, 29. Juli 2010


Heute fahren wir von Fort Collins nach Estes Park.
In Fort Colliny fährt der Zug spektakulär gleich neben der Strasse durch und dass er die ganze Zeit hupt, das haben wir schon mitgekriegt in der Nacht.
Wir fahren als erstes nach Loveland ins Outlet. Wir sind noch etwas zu früh, denn es öffnen alle Läden erst um 10.00 Uhr. Nun warten wir erstmal 30 Minuten. Als die Türen endlich aufgehen, schlendern wir los. Allerdings finden wir da jetzt nicht wahnsinnig viel...zudem steht einige Ladenfläche leer.
Im Cracket Barrel essen wir einen Chicken Pineapple Salat und einen Chef Salad. Sehr lecker... dazu gibt eds heisse Schoggi für Conny und für mich einen Strawberry Iced Tea. Naja, kalter Tee mit Erdbeersirup....*hüstel*

Die Fahrt nach Estes Park durch den Canyon ist schön, allerdings ist der Himmel so ziemlich schwarz.



Wir checken um 14.00 Uhr in der Peak to Peak Lodge ein und dies keine Minute zu früh. Denn kaum holen wir unser Gepäck und sind im Trockenen, öffnet Petrus die Schleusen und macht dazu noch etwas Licht und Krach. Ein schönes Sommergewitter in den Bergen. Die Peak to Peak Lodge ist übrigens unter schweizer Führung. Wir unterhalten uns ein kleines Bisschen und erfahren, dass es im Juli Nachmittags öfters Gewitter gibt, da die feuchte Luft von Mexico und Arizona an den Rockies hängen bleibt und sich hier entlädt. Wir planen also ein, morgen am Morgen durch den Rocky Mountain Nationalpark zu fahren.

Sobald das Gewitter vorbei ist, werden wir uns etwas Estes Park anschauen. Inzwischen räumen wir schon mal die Koffer ein, aus und um. Ich bestätige rasch den Rückflug, dann ist dies auch erledigt.

Nachdem der Regen etwas nachgelassen hat, schlendern wir durch Estes Park. Ganz schön touristisch ist es hier, aber grundsätzlich jetzt nicht hässlich. Im "The Grubsteak" essen wir zur Vorspeise Rollen mit Crevetten, Knoblauch-Sahne Füllung, Kartoffelhälften mit Käse und Speck überbacken, dazu gibt es eine Mango Margarita und zum Hauptgang gibt es bei Conny Linguini al Alfredo und für mich einen Cowboyburger mit Reis. Ein Dessert passt nicht mehr in unsere Bäuche, allerdings haben wir schon vorgesorgt und und Apple-Blueberry Pie und Cherry Pie Stücke gekauft. Mal schauen, sonst gibts die dann zum Frühstück.

Zur Entspannung gönnen wir uns noch eine Runde Hottub (ein Whirlpool für draussen mit heissem Wasser).

28. Tag, 30 Juli 2010


Ich werde durch den Ruf der Raben wach, ich glaube es war um 6.50 Uhr. Draussen scheint die Sonne und der Himmel ist blau. Na prima, dann können wir uns den Rocky Mountain Nationalpark doch noch ein Bisschen ansehen.
Zum Frühstück gibts die Pie-Stücke, welche wir gestern nicht mehr geschafft haben.
Nachdem alles wieder im Auto verstaut war, fahren wir auf der Trail Ridge Road in den Rocky Mountain Nationalpark. Immer höher winden sich die Strassen bis auf über 12'000 Fuss, sprich 3500 M.ü. M.



Die Luft da oben ist schon ganz schön dünn. Die Tiere aber scheinen sich gut daran angepasst zu haben. Das Murmeltier, welches wir sehen ist auf jeden Fall ganz schön rund und vollgefressen. Dies muss es hier aber auch, sonst übersteht es den langen Winter nicht.



Vereinzelt liegt hier oben noch Schnee und wir sehen mal wieder Hirsche.



Neben dem Visitorcenter auf dem Pass gibt es einen Gift-Shop und ein Cafè. Nein, Gift-Shop hat wirklich nicht smit dem deutschen Wort zu tun. Hier gibt es Souvenirs und Geschenke zu kaufen. Ich schlendere ein letztes Mal durch den Shop, unsere Koffer sind sonst schon an der Grenze der 23 Kilos, die sie haben dürfen. Es gibt je ein Hotdog und für Conny seinen heissgeliebten Kaffee. Die Wurst des Hotdogs schmeckt ehrlicherweise ganz scheusslich nach gar nix und Biss, nein Biss hat die nun wirklich nicht.
Langsam schlängelt sich die Strasse wieder den Berg runter und wir fahren, bis wir auf der I-70 landen. Hier haben wir ein Déja-Vue, denn vor fast 4 Wochen ging unsere erste Fahrt von Denver via I-70 nach Glenwood Springs.

Langsam nimmt uns der Stadtverkehr in Anspruch, allerdings scheinen mehr Menschen aus der Stadt raus zu wollen, als rein....unser Glück!



Das Navi lotst uns zuverlässig zum Monaco Hotel, welches ich über Priceline gebucht habe.
Das Zimmer ist im 7. Stock (ganz oben) allerdings auf Innenhofseite, so dass wir von den Hochhäusern in Denver nicht viel sehen. Es erinnert uns einwenig an Pommes mit Ketchup.



Erwähnenswert ist übrigens auch die Lobby des Hotels.



Es gibt von 17.00-18.00 Uhr Wein zur Verköstigung und vorher konnte man sich seinen eigenen Eistee oder Limonade mixen.
Parken tun wir etwas vom Hotel entfernt auf einem öffentlichen Parkplatz für 10 Dollar. Das Valet-Parking hätte 28 Dollar gekostet und war uns nicht so viel wert.

Nachdem wir uns kurz etwas ausgeruht hatten, erkundigten wir Downtown Denver zu Fuss und per FreeMallTrail. Der elektronische Bus verkehrt kostenlos auf der 16ten Strasse.




Auch das Kapitol in Denver wird bewundert, bevor wir dann im Chilis essen gehen. Ich esse nochmals Spareribbs mit Mais und Fritten und bei Conny gibt es ein Sirloine Steak mit Fritten und Salat, dazu Wasser und eine Margarita.

Regen zieht auf und wir verkrümmeln uns im Hotel. Morgens um 8.00 Uhr läuft das Parkticket ab....da müssen wir das Auto holen und dann gemütlich in Richtung Flughafen, mit einem Frühstückshalt. Um 12.00 Uhr müssen wir das Auto abgegeben haben und 15.46 Uhr geht der Flieger.

Das wars dann wohl.....wir wünschen uns ganz fest. dass es nicht das erste und letzte Mal in Amerika war.
Wir werden sehen.

Nun bleiben nur noch die zwei Rückreisetage. Mal schauen, was wir davon zu berichten haben.

 

29. Tag, 31. Juli 2010


Die Heimreise steht an. Wir verlassen das Monaco Hotel um 7.45 Uhr um unser Auto zu holen. Nachdem wir vor der Lobby geparkt haben, laden wir unsere Koffer ein, checken aus, Conny trinkt einen Kaffee und ich ein Wasser mit Orangengeschmack (beides in der Lobby kostenlos erhältlich).
Danach fahren wir in Richtung Autovermietung, wo wir bis 12.00 Uhr unser Auto abgeben sollten. Wir sind natürlich noch zu früh. Das Auto geben wir mit 8745 Milen auf dem Tacho ab. Laut Quittung hatte es bei der Übernahme 3886 Meilen drauf. Wir sind also beinahe 5000 Meilen damit gefahren.
Conny hätte den Kia am liebsten mit in die Schweiz genommen. Er war mit dem Auto wirklich höchst zufrieden. Achja und an dieser Stelle muss ich wohl erwähnen, dass Conny die ganze Strecke alleine gefahren ist ;) ;) ;) Das hat er gut gemacht.
Mit dem Shuttle geht es an den Flughafen, wo wir uns für den Ckeck-In erstmal in die Reihe stellen müssen. Nach 15 Minuten sind wir auch schon dran und niemand hat am Gewicht unseres Gepäcks etwas auszusetzen. Tiptop, dann scheint die Reisewaage nicht so schlecht gewesen zu sein. Beide Gepäckstücke waren laut der Handwaage um die 22,4 Kilo. Wir haben aber auch wirklich ausgemistet, was in Amerika bleiben kann.
Die Kühlbox haben wir neben einer Mülltonne als: For Free, we don't need it anymore, angeschrieben. Ich hoffe, jemand kann die noch brauchen und wir sind nicht als unmögliche Touristen aufgefallen.
Durch den Sicherheitscheck hat es eine Weile gedauert....aber auch da ging es relativ flott.
Bei einem Mexicaner gab es noch ein riesen Burrito und nun warten wir hier, bis wir in den Flieger steigen können. 15.16 Uhr sollten wir einsteigen können.
Der Flieger von Denver nach Washington geht pünktlich los und kommt auch pünktlich an. Trotzdem müssen wir uns beeilen mit umsteigen, da wir nur 50 Minuten Zeit haben und noch das Gate wechseln müssen, um 21.59 Uhr soll unser Flug nach Frankfurt gehen. Vom D-Gate eilen wir also zum C-Gate und kommen gerade rechzeitig zum Boarding. Dieses verläuft auch problemlos, wir steigen ein, alle Passagiere setzen sich und dann, dann passiert erstmal nichts. Eine Durchsage des Piloten kommt, sie müssten noch das Gepäck fertig einladen und in 15 Minuten gehe es los. Nach 20 Minuten kommt die Durchsage, dass man einen technischen Defekt festgestellt habe und dieser erstmal behoben werden müsse, in ca. 15 Minuten gehe es los. Es rumort und macht irgendwo vorne im Rumpf unten und nach weiteren 15 Minuten gibt der Pilot durch, dass es es schon mal etwas dauern kann, bis so ein technischer Defekt gelöst sei, er danke für die Geduld und unser Verständnis. Eine halbe Stunde später kommt wieder eine Durchsage. Da um das Flugzeug lauter Techniker-Autos stehen und aus dem Rumpf vorne weiterhin Geräusche kommen, ahnen wir schon, dass es wohl nicht sofort los geht. Der Pilot vermeldet eine gute Nachricht, sie hätten gleich 3 technische Probleme festgestellt, wovon sie aber 2 schon lösen konnten. Das 3te Problem werde nun versucht zu lösen. Nach über einer Stunde wird im Flugzeug auch mal ein Becher Wasser verteilt. Die Stewardessen schauen nicht gerade erfreut und wir auch nicht. Ein Blick aus dem Fenster nach weiteren 30 Minuten und wir stellen fest, dass nun ein Krankenwagen neben dem Flugzeug anhält. Kurz darauf auch ein Polizeiwagen. Hmmm, wir verstehen nicht ganz, wo das Problem liegt und überhaupt *hüstel*....entweder wir fliegen los oder nehmen am Besten gleich eine anderen Flieger. Vorne beim Cockpit spatzieren Techniker aus und ein. Eine Durchsage kündet an, dass nur das Unterhaltungsprogramm eingeschalten werde und wir Filme gucken können, allerdings hätten sie die falsche Boardzeitung mit, so dass sie uns die Filme und deren Nummern schnell erzählen werden. Ok, wenigstens gibt es etwas zum schauen. Ich entscheide mich für Shreck (den neusten Film). Nun, nach 10 Minuten gibt der Pilot aber durch, er müsse das ganze System runterfahren und neustarten und es werde für ca. 2 Minuten komplett dunkel. Aha....  Wir zweifeln langsam an der Flugtüchtigkeit des Fliegers. Der Krankenwagen fährt wieder weg (ohne Patienten) und der Polizeiwagen ebenso. Die Stewardessen machen sämtliche Lüftungen auf, damit die Luft wenigstens zirkulieren kann und ich vermute, dass er Krankenwagen wegen einer älteren Person da war, der das Ganze langsam zuviel wurde.....
..............................weiter geht es am nächsten Tag!

30. Tag, 1. August 2010

Ankuft in der Schweiz....oder so war das nicht geplant:

Um 24.00 Uhr, nach insgesamt 2 Stunden vermeldet der Techniker, dass das Problem zu 99 Prozent behoben sei und in einer Viertelstunde wir entweder fliegen können, oder er melde sich wieder. Na, das kennen wir ja schon. Ich habe inzwischen die Schnauze voll und Conny möchte am liebsten raus aus dem Flieger. Natürlich geht es länger als 15 Minütchen. Wer hätte das gedacht. Wir rechnen eigentlich jeden Moment damit, das Flugzeug verlassen zu müssen und in Washington zu übernachten. Aber oh Wunder, um 00.30 Uhr kommt die Durchsage, dass wir nun starten können, alle Passagiere sollen sich hinsetzen, das hangepcäk verstauen und und und.... und tatsächlich, 10 Minuten später startet der Pilot die Motoren (es klingt aber irgendwie komisch.....es pfeifft so) und wir legen vom Gate ab.
Nach 10 Stossgebeten meinerseits während des Starts, scheint der Flieger tatsächlich zuverlässig zu fliegen. Allerdings zeigt die Ankuftszeit in Frankfurt, dass wir den Flieger nach Zürich wohl nicht mehr schaffen.  13.47 Uhr soll der Flieger landen und der Flug nach Zürich geht um 14.25 Uhr. Ich frage nach, ob der Flug etwas der Zeit aufholt, aber die Stewardess schüttelt bedauernd den Kopf. Sie meint aber, dass die in Frankufrt bescheid wüssten über unsere Verspätung und uns umbuchen werden.
*grümmelgrümmelgrümmel*
Nach kurzer zeit servieren sie tatsächlich das Essen, denn wir haben einen Bärenhungen und seit ca. 15 Stunden nichts mehr gegessen. Chicken oder Pasta ist die Frage aller Fragen und wir entscheiden uns für Chicken. Es schmeckt.....naja, der Hunger treibts rein.
Bis wir in Frankfurt gelandet sind und den Flieger verlassen können, ist es 14.00 Uhr. Das wird niemals für den Flug nach Zürich reichen.
Wir fragen nach und bekommen bestätigt, dass wir bereit auf 16.40 Uhr ungebucht worden sind.
Oh man......nochmals 2,5 Stunden warten.
Ich informiere meine Eltern, welche Zuhause auf uns warten, denn inzwischen ist es ja 1. August (Nationalfeiertag der Schweiz).
Wir kriegen Sitzpätze in der 9ten Reihe, gleich hinter der ersten Klasse. Die kriegen schonmal ihr Gläschen Sekt, während wir uns noch platzieren. Der Flug geht mit 15 Minuten Verspätung los, da wohl noch das Gepäck fertig verladen werden muss. Der Pilot kündet an, dass wir trotzdem pünktlich in Zürich landen werden, da dfie Flugzeit nur 30 Minuten betragen wird. Allerdings kreisen wir kurz vor dem Flughafen noch einige Runden lang und landen somit erst kurz vor 18.00 Uhr.
Das Gepäck kommt gottseidank zuverlässig mit uns an und wir fahren um 18.43 Uhr mit dem Zug in Richtung Aarau, wo uns mein Vater abholt.

Nun, damit ist der Urlaub vorbei. Ich werde die nächsten Tage die Homepage noch etwas überarbeiten und eine Seite mit Faszit und Pleiten, Pech und Pannen, aber auch den schönsten Momenten anhängen.

Wir bedanken und recht herzlich fürs Mitlesen und wünschen frohes Fernweh
.

 

Fazit - oder was man über unsere Reise wissen muss

Die Route:
Bis auf ganz kleine Ausnahmen,  fanden wir die Route so wie sie war ideal, die Zeit hätte einfach länger sein dürfen. Die Anfangstage in Fort Worth mit Gene waren ein super Einstieg in die ganze Amerikasache. Er konnte uns schon einige Unsicherheiten nehmen und wenn du die Texaner verstehst (sprachlich), dann verstehst du alle ;) In den folgenden 25 Tagen sind wir 4859 Meilen (7820 Km) gefahren. Einzigst Salt Lake City würde ich ein anderes Mal auslassen.
Wir sind sehr froh, in Moab und im Yellowstone genügend Übernachtungen eingeplant zu haben. Da wäre eine Übernachtung mehr auch nicht falsch gewesen.
Zudem war für uns die Mischung zwischen rot, grün, Wüste, Berge, Fahretape, Erholung ideal.

Reiseroute:
1 Übernachtung am Flughafen in Zürich (Radisson Blu Hotel)
4 Übernachtungen in Fort Worth/ Texas beim der Verwandtschaft => Flug nach Denver
1 Übernachtung in Glenwood Springs (Cedar Lodge Motel)
3 Übernachtungen in Moab (Inca Inn)
1 Übernachtung in Bluff (Desert Rose Inn)
1 Übernachtung in Page (Best Western Arizona Inn)
1 Übernachtung am Grand Canyon North Rim (North Rim Lodge)
1 Übernachtung in Tropic (Bryce Canyon Inn)
1 Übernachtung in Escalante (Circle D Motel)
1 Übernachtung in Salt Lake City (Hilton, Salt Lake City Center)
1 Übernachtung in Driggs (Teton Valley Cabins)
4 Übernachtungen im Yellowstone Nationalpark (Lake Lodge Pioneer Cabins)
2 Übernachtungen in Bozeman (bei Bekannten)
1 Übernachtung in Cody (Ponderosa Campground im Teepee)
1 Übernachtung in Hulett (Best Western Devils Tower)
1 Übernachtung im Badlands Nationalpark (Cedar Pass Lodge)
1 Übernachtung in Custer (Black Hills Mile Hi Motel)
1 Übernachtung in Fort Collins (Armstrong Hotel)
1 Übernachtung in Estes Park (Peak to Peak Lodge)
1 Übernachtung in Denver (Hotel Monaco)

Die Hotels/Motels:
eins vorab: grottenschlecht, sprich unbewohnbar, war keines der Zimmer. Grundsätzlich würden wir, mit einer Ausnahme, wieder in den Hotels nächtigen.
Die Entäuschung:
Enttäuscht waren einzigst vom Best Western Arizona Inn in Page. Es war nicht richtig sauber, Handtücher fehlten und die Klospülung funktionierte miserabel.
Das beste Hotel:
The Armstrong Hotel in Fort Collins. Wir fanden die Zimmer vom Style her richtig klasse. Zudem war der Empfang sehr freundlich und gegen Hotelkatzen haben wir auch nichts einzuwenden.
Als zweites würden dann das Monaco Hotel in Denver folgen, dicht gefolgt vom Desert Rose Inn in Bluff.
das Hotel am schönsten Ort:
Die Grand Canyon North Rim Lodge ist auf unserer Reise das Hotel, welches durch seine Lage besticht gewesen. Dicht gefolgt von den Lake Lodge Cabins im Yellowstone und der Cedar Pass Lodge im Badlands NP. Nicht die Zimmer waren hier die tollsten, aber die Lage in den Nationalpark ist wirklich klasse und hat uns super gefallen.

Momente, die uns immer in Erinnerung bleiben werden:
- Die Wanderung des Primitve Loop mit Sonnenaufgang am Landscape Arch im Devils Garden, der perfekte Tag, auch ohne Frühstück (Arches NP)
- Der Regenbogen am Delicate Arch mit diesem unglaublichen Wooowww-Gefühl
- Die ganzen Tage im Yellowstone, weil jeder Tag mit den Tieren und den Geysiren einfach genial war
- Der Lower Antelope Canyon, jede Sekund darin war kostbar und unglaublich schön
- das mulmige Gefühl und die unbändige Freude am Horse Shoe Bend
- der Sonnenuntergang in den Badlands mit den Bighorns, weil der Moment einfach gepasst hat.
- der Sonnenauf- und Untergang am Grand Canyon, weil in diesen Momenten die Ruhe und der Frieden dieses Naturwunders am schönsten war.
- Der Bryce Canyon, weil er filigran und einzigartig uns bezaubert hat.
- Das allererste Sushi-Essen, weil es uns unglaublich gut geschmeckt hat.

was bleibt "negativ" hängen:
- Das Desaster beim Rückflug, es hat den Abschluss der Reise etwas versaut.
- Der angefahrene Pronghornbock....wir haben noch lange an ihn gedacht und waren schockiert und traurig.
- das Best Western Arizona Inn in Page
- das Verlaufen am Devils Tower....ich hatte so abseits des Weges im Gras schon etwas Angst.

Gewichtszunahme ;) oder das Essen in Amerika:
Ha, ich kanns offiziel sagen: Ich habe in Amerika kein einziges Gramm zugenommen. Nein, ich war nach den 4 Wochen sogar 4 Kilogramm leichter als vor der Reise.
Wir haben zum Frühstück und Mittagessen eigentlich meistens von unserem Einkauf gegessen. Dazu gehört unter anderem auch viel rohes Obst und Gemüse.
Abends göhnten wir uns dann meistens ein Essen im Restaurant. Bei den Getränken hielten wir uns an Wasser tagsüber und in Restaurants ich vor allem an Iced Tea (ohne Zucker) und Conny an ein Bier oder Cola. Auch ein Gläschen Wein war Abends im Hotel mal dabei.
Fastfoodketten haben wir eher selten besucht. Gut geschmeckt hatte es uns von den Fastfoodketten in Dennys.
Sehr lecker war es im Fiesta Mexicana in Page und im Taj Mahal in Fort Collins. Die sind mir als ganz besonders lecker in Erinnerung, sowie das Sushi in Fort Worth.
Die Steaks waren eigentlich mehrheitlich sehr gut und immer so Medium, wie wir das mögen.

das sagen wir zur Reise:
Amerika ist ein unglaublich grosses und vor allem schönes Land. Die Natur hat uns den Ärmel reingezogen, aber auch die "Eingeborenen" haben dazu beigetragen, dass wir uns für nächstes Jahr gleich 2 Reisen vorgenommen haben. Die ganzen Tiersichtigungen waren super und immer ein Highlight.
Jede Sekunde in der Natur war uns kostbar und trotzdem werden wir nächstes Jahr auch die Städte etwas vertiefert miteinbeziehen.
Ich hätte den Urlaub mindestens noch verdoppeln können. Der tiefe Dollar hat die Reise billiger als geplant werden lassen.
Das ganze Einreiseprozedere ist zwar etwas anstrengend, verlief bei uns aber problemlos, bis auf die Warterei zur Immigration.