Conny und Sarah auf Reisen
Florenz 2011
Bali 2009
Bali 2009

Auf der Suche nach den Göttern in Bali

(Oktober 2009)

Einmal wiederkehren und Conny diese unglaublich schöne und faszinierende Insel zeigen, dass war einer meiner Wünsche.
Im Oktober 2009 nach 5 Jahren, war es soweit und Conny und ich verliesen die Schweiz in Richtung Osten.

                               

Reisedatum: 27.09.2009 - 09.10.2009

Gebucht via Holidaycheck bei Meiers Weltreisen.

Hotel: Mercure Resort Sanur

 

Die Anreise

Lang ist sie, die Anreise nach Bali, aber irgendwann fängt sie halt an.
Bei uns war dies am Freitag, dem 25. September 2009, als wir in den Zug nach Frankfurt stiegen. Diesen reinen Überführungstag zählen wir nicht zu unseren Reisetagen...aber sehr wohl zu der langen, langen Anreise.
Für die Fahrt nach Frankfurt am Freitag Abend, haben wir uns entschieden, weil wir somit eine ganz frühe Anreise am Samstag verhindern können und weil eine gute Freundin von uns, uns in Frankfurt eine Nacht Asyl gibt.

Am Samstagmorgen, nach einem gemütlichen Frühstück, machen wir uns dann vor 9.00 Uhr auf an den Flughafen in Frankfurt.
Kurz nach 11.00 Uhr sollte unser Flieger gehen.
Check-In und die Sicherheitskontrollen verliefen ganz problemlos. Auch der inzwischen eingetroffene Flieger der China Airlines machte einen guten Eindruck. *Hätte ich mal bloss nicht die Sicherheitsrangliste der Airlines noch studiert*

Irgendwann war auch die lästige Warterei vorbei und das Flugzeug hob ab..............es erwartete uns 13 Stunden Flug bis nach Taipeh (Taiwan).


*ächz,seufz...dreh....* Naja, Schlafen im Flugzeug ist mir irgendwie vergönnt.

Aber auch die 13 Stunden sind irgendwann zu Ende und so setzte der Flieger in Taipeh auf....und wir wanderten durch den Flughafen ans Abfluggate.

                                                                         

Hier hiess es dann allerdings erstmal Warten.... der Flug nach Bali hatte Verspätung.
Irgendwann war aber auch die Warterei zu ende und wir im nächsten Flieger.
Da über den Philippinen ein Tropensturm wütete, hüpfte unser Flugzeug lustig durch den Himmel. Mein Magen rebellierte nach dem Flugzeugessen sonst schon, aber auf das WC getraute ich mich auch nicht mehr. In einer etwas
ruhigeren Phase schoben die Stewardessen den Essenswagen vor sich her und verteilten Essen, nur um einige Minuten später damit wieder nach hinten zu rennen.
Der Flieger wäre nur zu 50 Prozent vollgewesen und wir hätten uns quer legen können....hätten....wenn.....der Flieger nicht 4 Stunden des 5 stündigen Fluges durchgeschüttelt worden wäre.
Der Anflug war dann doch ganz schön und die Insel schon alleine von oben ein Traum.

                                      
Schaumig wie ein Schweizer Milch-Shake verliessen wir, sicher gelandet das Flugzeug. In der Ankunftshalle erwartete uns die nervige Warterei und das Schlangestehen für das Visum. Nach einer Stunde war auch dies überstanden, das Gepäck war auch da und Conny und ich verliessen die Ankuftshalle....um gleich nochmals auf die fehlenden Mitfahrer/innen für den Hoteltransport zu warten.

Mit Spannung erwarten wir die Ankunft im Hotel. Conny ist jetzt schon hin und weg von dem, was er sehen, riechen und hören kann. Er ist zum ersten Mal ausserhalb Europas.

Unser Hotel erweist sich in unseren Augen als Oase. Das Zimmer mit Blick in Richtung Hoteltempel gefällt uns gut und nach einer kurzen Erholung, wollen wir noch etwas am Strand entlang schlendern.

             


Allerdings sind wir doch schon ganz schön geschafft, so dass es wirklich nur bei einer kleinen Runde bleibt...

                                    

                                    

 

1. Tag / Kuta

Als wir aufwachen, ist es bereits 9.00 Uhr.
Aus dem klimatisierten Zimmer geht es raus und schon schlägt uns die tropische Hitze entgegen. Puuuuuuhhhh.
Wir machen uns auf zum Frühstücksbereich, welcher sich zusammen mit einem Pool gleich hinter dem Strand befindet.
Frühstücken mit Blick aufs Meer und die Palmen. So muss es im Paradies sein....halt, stopp......wir sind im Paradies.
Das Frühstücksbuffet bietet alles, was man sich wünscht.....zumindest alles, was wir uns wünschen. Mit einer kleinen Ausnahme....die Fruchtsäfte sind leider nicht das Wahre. Es scheint mir, dass es ein verflüssigtes Konzentrat zum Anrühren ist. Pfuiiibääääh...
Um diese Uhrzeit ist der offene Raum gut belegt und ums Buffet wimmelt es von hungrigen Menschen. Vor allem an der Theke, wo man sich Omlette, Spiegeleier oder Rühreier frisch zubereiten lassen kann, bildet sich eine kleine Menschenansammlung.
Nein, Anstehen, dass muss im Urlaub nun wirklich nicht sein. Es gibt genügend andere Köstlichkeiten, welche wir uns auf den Teller laden.

Nach dem Frühstück zieht es und Landeier raus in die Stadt. Wir wandern kurz der Strasse hinter dem Hotel entlang und schon finden wir ein hellblaues Taxi, welches uns nach Kuta in die Stadt bringen wird. Die hellblauen Taxi (Bluebird), dass wusste ich noch von meinem Aufenthalt vor 5 Jahren, das sind die guten Taxis.

Wer noch nie in Kuta war, dem sei gesagt, Kuta ist alles andere als die Ruhe im Paradies. Kuta ist der Ballerman von Bali. Ständig hupen Taxis, knattern Mofas und versuchen dich Einheimische zu überzeugen, dass genau sie in ihrem Laden haben, was du suchst.

Deshalb flüchten wir erstmal an den Strand.
                                       

Der Strand von Kuta ist breit und eigentlich auch ganz schön. Das Meer mit seiner starken Brandung sieht zu verlockend aus, so dass wir abwechselnd uns erstmal abkühlen. Allerdings muss man dabei vorsichtig sein, denn die Strömung und die enorme Brandung ist auch für geübte Schwimmer gefährlich. Nur an den markierten Stellen ist das Baden erlaubt. Daneben vergnügen sich die Surfer. Ihnen kann die Welle natürlich nicht hoch genug sein.

                                      
Conny muss man fast zwingen, wieder aus dem Wasser zu kommen. Aber irgendwann kommt er doch noch raus und wir lassen uns etwas trocknen. Da ich schon etwas Erfahrung mit der Sonne am Äquator habe, wird sofort Sonnencrème nachgeladen. Hier wird man sonst sogar im Schatten rot.

Das Bummel entlang der Einkaufsläden und kleinen Boutiquen macht unglaublich Spass, aber die Hitze, der Lärm und der emsige Verkehr ermüden auch ganz schön. Ständig miept, tütet, brummt und summt es um uns herum.
Wir haben hunger und suchen nach einem geeigneten Restaurant. Was wir dann finden, damit haben wir wirklich nicht gerechnet. Es ist eine Oase der Ruhe, mitten im quirrligen Kuta. Ketupat nennt sich dieses wunderschöne Restaurant.

 

Das Essen.....ein Traum.......mehr brauch ich dazu gar nicht zu schreiben....man muss es sehen und vor allem gegessen haben.

       


Wir schlendern nochmals eine ganze Weile durch Kuta, bevor wir uns dann nochmals an den Strand begeben, um den Sonnenuntergang mitzuerleben. Inzwischen wimmelt es am Strand wie in einem Bienenstock. Zwischenzeitlich gönnen wir uns eine Fussmassage, die am Ende auch noch in Pediküre ausartet.


Leider bleibt der Sonnenuntergang etwas verhalten....der Himmel ist wolkenverhangen.
Und dann landen wir auf der Suche nach einem Lokal in dem wir essen können, nochmals im Restaurant Ketupat. Herrlich.......und vor allem lecker.
Dieses Mal sitzen wir in einem der kleinen Häuschen um den Pool herum. Kleine Geckos gucken uns vom Dach an. Und das Essen ist wiederum ein Traum.
                                 
Vollgefressen geht es mit einem Taxi zurück zum Hotel.
Hier treffen wir noch unseren Tourguide, welchen wir schon von der Schweiz aus, per Internet, gebucht haben. Mit ihm besprechen wir, 2 Tagestouren, die wir im Verlauf des Urlaubes unternehmen wollen. Wir freuen auf diese Touren schon sehr.

Gute Nacht!

 

2. Tag/Ubud
 

Aufstehen, anziehen, zur Türe raus.....wuuuäääähhhh... heute ist es aber ganz besonders schwül hier in Bali. Das Wetter zeigt sich nicht wirklich von seiner schönsten Seite. Aber erstmal wollen wir euch noch ein paar Eindrücke vom Hotel zeigen.

   


Trotzdem brechen wir nach dem Frühstück nach Ubud auf. Wir organisieren uns ein Taxi, welches uns Richtung Ubud bringt. Taxis sind in Bali nicht wirklich teuer und somit ist die 30minütige Fahrt durchaus erschwinglich.

Ubud ist die Hochburg der Kunst, von Malerei über Holzschnitzerei...hier gibts alles. Wir lassen uns bei der Markthalle abladen und stürzen uns da erstmal ins Getümmel. In so einer Markthalle ist es eng und als Touristen werden wir ständig bedrängelt, doch in diesem oder jenen Stand hineinzukommen und für das gute Glück der Leute etwas zu kaufen. Das wird uns bald zuviel, so dass wir erstmal in einer kleinen Bar etwas trinken und via Internet Kontakt mit der Heimat aufnehmen.

                                            

Bewaffnet mit einem herrlichen Mixed-Fruit Drink lassen wir die Stimmung auf uns wirken.

Wir besichtigen einige Galerien und Kunstläden.

                                            

 

Die Bilder gefallen und teilweise ausgezeichnet. Vor allem ein Bild mit einer Reisfeldlandschaft würde und gefallen. Aber wir belassen es beim Anschauen. Ein kleines pelziges Etwas erregt meine Aufmerksamkeit.

Sein grosser Kumpel hält während dessen Siesta ab. Es ist aber auch heiss.

Wir schlendern durch die Strassen und geniessen die sich uns bietenden Eindrücke. Das gibt es geschmückte Tempeleingänge..aber auch fremdländische Tankstellen.



Nach dem Essen versuchen wir eine Mitfahrgelegenheit in einem Bemo zu ergattern. Das heisst, eigentlich haben wir das ganze Bemo gleich gechartert.

Ein Bemo ist übrigens ein kleiner Transporter, dessen Ladefläche eingebaute Sitze hat. Unser Bemo war irgendwie von der Marke: Asbach-Uralt.


Der Fahrer war auch vermutlicherweise nur ganz selten in Sanur, so dass er zwei Mal nach dem Weg fragen musste.

Die schaukelnde Fahrt machte mich ganz schön müde, so dass ich unbedingt die Augen schliessen musste. Dies war wohl etwas viel Vertrauen. Als der Fahrer dann so eine Schwelle zur Regulierung des Tempos zu spät gesichtet hat, konnte Conny sich gerade noch festhalten, während mein Hintern 30 cm ab der Sitzbank gehoben wurde, dann aber sanft (da das Auto ja inzwischen auf der Erhöhung war) wieder landete. Die nächsten 3 Minuten konnte ich mich vor lachen nicht mehr erholen und der Fahrer hat sich 1000 und einmal entschuldigt. Ist ja nichts passiert.

Eine Prise Abenteuer schadet ja nichts. Zumal niemandem was passiert ist.

 

Eine kurze Abkühlung im Pool lag gerade noch drin, bevor wir uns wieder auf den Weg machten.


Abendessen gab's in einem Restaurant am Strand *njamie* Ich mag mich in den hintersten, dunklesten Orten meiner Hirnzellen noch erinnern, dass es wohl Saté-Spiesschen waren.

 

3. Tag/Regen im Paradies

Morgen um 5.00 Uhr wach ich auf....mein Handy hat soeben gemiepst....SMS....*gääähn*....ahja, in Europa ist es später Abend.
Da ich nicht sofort einschlafen kann, lese ich noch einwenig in einem Buch. Irgendwann überkommt mich wieder die Müdigkeit, ich mache das Licht aus und versuche einzuschlafen. Aber, was ist denn das? Seit wann rauscht die Klimaanlage so komisch? Ist das überhaupt die Klimaanlage?
Es klingt eher wie.............momentmal.....das ist doch Regen!
Er hatte sich ja gestern schon mit vereinzelten Tropfen angekündigt, aber heute giesst es in Strömen.
Nach einer guten Stunde ist der Spuk jedoch vorbei, aber es bleibt bewölkt und windig.
Wir machen uns erstmal auf zum Frühstück....mal sehen, was der Tag noch so bringt.
Wie jeden Tag gibt es viele frische Früchte, Salate, Nuddeln, Reis, Brot, eine Eggstation an der man sich Spiegelei, Rührei, Omlette und was weiss ich noch alles bruzzeln lassen kann, Crèpes, Waffeln....Schinken, Marmelade... mehr als genug für uns.
                                             

Wir entscheiden uns, am Strand entlang zu spazieren....die Temperaturen dazu stimmen auch und zudem mag ich etwas raueres Wetter eigentlich auch noch recht gerne. Es soll mal nur nicht so bleiben.
                                           
Wir wollen einmal den ganzen Strand hochlaufen, bis zum einzigesten Hotelkomplex in Bali, der wie ein Hochhaus gebaut worden ist.
Nach diesem Bau wussten die Balinesen, dass sie so etwas nicht haben möchten und es wurde ein Gesetz erlassen, wonach die Gebäude nicht höher als eine Kokospalme gebaut werden dürfen.
Bei diesem Wetter ist am Strand nicht gerade viel los, aber auch so ist Sanur eher ruhig, im Vergleich zu Kuta sowieso.
                                                     

Während wir so am Strand entlang schlendern, treffen wir auch auf einen Kite-Surfer. Wir schauen ihm ein Weilchen zu. Nicht schlecht.
                                                
Das Wetter wird nicht besser, aber es wird auch nicht wirklich schlechter. Der Strand ist teilweise etwas schmutzig, da die Strömung allerlei Unrat an Land spült. Aber ich glaube, dieses Problem besteht an vielen Orten der Welt. Auch in Italien haben wir das schon erlebt. Es gibt in Sanur übrigens keine grosse Wellen, da ein Riff vorgelagert ist. Bei Ebbe zieht sich das Wasser bis fast zum Riff zurück und es lassen sich viele Seesterne finden.
                                               
                                               
Wir schlendern noch ein Weilchen und suchen uns dann eine Bar mit Internet, wo wir etwas Trinken und uns die Zeit vertreiben, in dem wir den Daheimgebliebenen Grüsse senden.
Zurück geht es durch Sanur entlang der Einkaufsstrasse mit einem kleinen Zwischenhalt, bei Hardy's, dem Einkaufszentrum in Sanur.
Von dort nehmen wir den hoteleigenen Shuttle-Bus zurück.
Auch bei trübem Wetter gehört eine kurze Abkühlung im Pool einfach dazu, zumal es in Bali auch bei Regenwetter noch ziemlich warm ist.

Abendessen gab es dann bei Mama Putu, ein kleines Restaurant (Warung), unweit des Hotels. Für 5-7 Euro werden wir hier zu zweit satt, inklusive Getränke.

Morgen werden wir einen Feuer- und Affentanz sehen.

 

4. Tag/Uluwatu Tempel

Beim Aufwachen stellen wir fest, dass dunkle Wolken den Himmel bedecken. Hmmm, was tun? Um 15.15 Uhr werden wir abgeholt um beim Uluwatu Tempel den Kecak-Tanz (Affen- und Feuertanz) zu sehen.

Da wir uns im Urlaub ja auch nicht total quälen wollen, stehen wir jeweils um 7.30 Uhr auf um 8.00 Uhr gehts dann zum Frühstück.

Wir entschieden uns dafür, im Hotel zu bleiben und ein bisschen im Pool und im Meer zu schwimmen. Wir haben uns extra Taucherbrillen besorgt, um auch mal am Riff nach Fischen zu schnorcheln. Leider stellten sich die erworbenen Taucherbrillen als grosser Reinfall raus....sie hielten nicht und die von Conny fiel nach 2 Minuten ausseinander.


Wir hängen am Strand rum, lesen und machen uns dann rechtzeitig für den Ausflug parat.


Den Ausflug zum Uluwatu Tempel inklusive Kecak-Tanz haben wir als Frühbucher geschenkt gekriegt. Hier versprechen wir uns, den Göttern erstmal so richtig nah zu kommen. Zwar sieht man quasi an jeder Ecke kleine und grosse Tempel, aber in einen Tempel hinein konnten wir bis anhin noch nicht.

Aber erstmal begann das übliche Abholen sämtlicher Gäste bei sämtlichen Hotels.

Vor dem Betreten der Tempelanlage mussten wir ein, nennen wir es mal Gebetstuch, um die Hüfte binden und dann gings los.Unser Reiseführer hatte uns im Reisebus schon vorgewarnt, sämtlichen Schmuck in die Taschen zu befördern, da die Affen im Tempel alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist, um es gegen Futter wieder loszulassen, oder besser gesagt, weg zu schmeissen. Dabei spielt es den Affen bei Ohrringen auch keine Rolle, ob diese noch am Ohr befestigt sind.

                                           
Dank dieser Warnung wurden wir keine Opfer der Affen....andere hingegen schon. Wir sahen, wie einer der Affen einem Mann seine Brille klaute und gegen Abgabe einer Banane, die Brille über ein Dach wegschmiss. Oder eben einer Frau riss einer der Affen den Ohrring ab. Die Affen, die im Tempel leben gelten übrigens als heilig und somit darf ihnen nichts getan werden. Das musste man uns aber auch kein zweites Mal sagen, denn mit ihren riesigen Reisszähnen, machten die Makkaken uns gehörig Eindruck.

                                          

Der Tempel ist sehr schön auf den Klippen gelegen, als Tempel selber aber nicht unbedingt das beeindruckenste Monument. Wäre das Wetter schön gewesen, dann hätte es bestimmt einen tollen Sonnenuntergang gegeben, denn dafür ist die Tempelanlage berühmt.



Da bald auch der Kecak-Tanz anfangen sollte, waren ganz schön viele Leute da.


Vom Tempel aus sahen wir im Meer sogar Delfine. Wooow.

                                                   


Dann wurde es Zeit, uns die Tanzaufführung anzusehen.
In einer Art Arena wurde wirklich jeder Platz besetzt und noch zusätzliche Stühle herbei geschaffen.


Eine Art Priester zündete an einer Art überdimensionalen Kerzenständer Feuer an. Dann kamen eine ganze Reihe Männer mit nacktem Oberkörper und einer Blüte hinter dem Ohr in die Arena. Diese begannen sich rhythmisch zu bewegen und gaben auch einen rythmischen Gesang von sich.             


Conny war ja erst enttäuscht, dass hier nur Männer tanzen und singen. Zu seiner Freude kamen dann in der vorgetanzten Geschichte doch noch 3 Balinesinnen, entschuldigung Göttinen, zum Vorschein. Dazu gab es einen bösen Kerl und einen Affen. 


Uns hat der Feuertanz gut gefallen. Die Stimmung war mysthisch, aber auch heiter. Die 1stündige Vorführung ging schnell vorbei.

Danach war Rückfahrt ins Hotel und wir waren noch kurz in einem Restaurant am Strand essen und dann Gute Nacht!

 

5. Tag/Jimbaran Beach

 

Die Sonne begrüsst uns endlich wieder. Damit natürlich auch die Hitze, so dass wir nach dem Frühstück erstmal in den Pool hüpfen und uns nachher an den Strand begeben, wo wir eine Massage geniessen. Wenn es doch für den Preis sowas auch in der Schweiz geben würde Am Besten noch mit dem Strand dazu 45 Minuten für ca. 6 Franken....herrlich. Davon gibt es natürlich keine Bilder!

Dafür stelle ich euch gerne nochmal den Strand und das ganze Drumherum vor:

Der Frühstückbereich und vordere Pool, angrenzend an den Strand

                                             

Hier kann man einfach mal rumhängen.

Die wunderbaren traditionellen Fischerboote gefallen uns ganz besonders gut.


Die morgendliche Strandreinigung wird durch die hoteleigene Kuh "Yapi" erledigt. Wir finden das super!


Der heutige Tag ist für uns nicht einfach nur ein Urlaubstag, es ist auch Tag der deutsch-schweizerischen Einheit (6 Jahre Sarah und Conny) und ja, ich glaube es gibt auch noch einige, die am 3. Oktober Tag der Deutschen Einheit feiern.


Unser Plan ist es, den Sonnenuntergang und ein leckeres Essen am Strand von Jimbaran zu geniessen. Ich war im Jahr 2004 in einem Hotel am Strand von Jimbaran, wo es mir eigentlich auch gut gefallen hat.

Der Strand von Jimbaran präsentiert sich uns als jedoch als....hmmm....dreckig. Sauber ist definitiv anders.

Gespannt war ich jedoch auf mein Hotel von 2004 (Keraton Jimbaran Resort). Wir schauen in der Hotelanlage vorbei. Einiges scheint sich verändert zu haben. Aber die Anlage gefällt mir immer noch gut. Vor allem die Lobby weiss zu begeistern.



Beim Schlendern am Strand von Jimbaran entdecken wir doch tatsächlich eine Hochzeitsfeier. Natürlich müssen wir stehenbleiben und den Einzug der Braut bewundern.

Und wieder einmal haben wir mit dem Sonnenuntergang etwas Pech....tiefe Wolken am Horizont verschlucken die Sonne.



Wir sind schon leicht enttäuscht, als sich der Himmel plötzlich immer rötlicher...bzw. geradezu rosarot färbt.

Während die untergegangene Sonne den Himmel noch rot färbt, wählen wir eines der zahlreichen Restaurants am Strand aus. Beim Begutachten der Speisekarte müssen wir erstmal leer schlucken, vielleicht hätten wir uns doch einfach mit einem gebratenen Maiskolben am Strand begnügen sollen. Billig ist es nun wirklich nicht. Aber heute leisten wir uns das!


Bei grilliertem Hummer, Red Snapper und Muscheln lassen wir den Tag ausklingen. Es gibt auch noch balinesischen Tanz.


Und dann haben Conny und ich eine etwas ungeschickte Idee. Wir entscheiden uns etwas der Strassen entlang zu gehen, damit wir auf die etwas lebhaftere Strasse treffen und uns ein Taxi schnappen können. Leider war die Richtung nicht ganz richtig, so dass wir nach einiger Zeit an Fischständen vorbei, schliesslich auf einer ungeteerten Strasse landen, die mitten durch ein Quartier mit Einheimischen führt.....etwas weniger gut betuchten Einheimischen....

Mutig wie wir sind, sagen wir uns: Augen zu und durch. Es ist dunkel, es gibt hier keine Strassenlaternen mehr....nur noch Einheimische....welche uns von ihren Terassen aus grüssen und ab und zu fragt einer mit einem Moped: Need transport?    Wir: no, no thank you.....

Irgendwann sind wir aus der Sieldung raus und marschieren entlang eines riesigen Zauns in Richtung balinesische Hauptstrasse. Sekunden später wissen wir auch, zu was dieser Zaun gehört, denn gefühlte 5 Meter über unseren Köpfen dröhnt es und ein Flugzeug fliegt mit wenig Abstand über den Zaun.....um auf dem Flughafen zu landen. Links die Landebahn, rechts die balinesische Autobahn (jaja, es gibt keine Autobahnen auf Bali, aber diese Hauptstrasse ist mehrsprurig und sie fahren wie die Gestörrten). Und auf einem kleinen Absatz der Strasse entlang......Conny und Sarah, die beidem Lebensmüden. Nach gefühlten Stunden an dieser Strasse hat ein Taxifahrer mit uns erbarmen und hält todesmutig auf dem Seitenstreifen an. Als erstes ruft er nachher zuhause an und erzählt lachend, wo er gerade zwei Touristen aufgelesen hat. Ich kann kein Indonesisch, aber irgendwie kam es mir so vor, wie wenn er gesagt hätte: "Du Schatz hör mal, ich komme 30 Minuten später. Du glaubst mir nicht, wo ich noch so zwei Touristen aufgegabelt habe...die liefen doch tatsächlich an der Hauptstrasse entlang, da wo die Absperrung zum Flughafengelände ist. Ich habe die zwei gerettet. Bis später."

Naja, wir kamen gut zurück ins Hotel und haben natürlich Tage später noch mit Ehrfurcht gesagt: Puuh, das war ganz schön gefährlich....

Morgen geht es auf den langersehnten Ausflug mit Augustinus Hutapea.

 

6. Tag/Ausflug mit Augustinus
 

Yeahhh, heute gab es endlich den langersehnten Ausflug mit Augustinus Hutapea, welchen wir schon per E-mail aus der Schweiz kontaktiert hatten. Und um gleich eines klar zu stellen: Es war klasse....!!!

5.45 Uhr klingelte der Wecker, dann hies es aufstehen und schnell an den Strand. Sonnenaufgang war angesagt.

                                                      

Ein Frühstück lag in der Zeit auch noch drin.

Um 7.30 Uhr wurden wir in der Lobby abgeholt. Augustinus hat einen grossen Van und einen Chauffeur. So kann er sich voll und ganz uns widmen während der Fahrt.

Das Wetter war zwar bedeckt, aber kein Regen *gottseidank*
Gemeinsam mit Augustinus und seinem Fahrer fuhren wir zum Tannah Lot Tempel, welchen wir, obwohl berühmt wegen des Sonnenunterganges, extra am Morgen früh besuchten, um den Menschenmassen zu entgehen.

Der Tempel liegt wunderschön auf einem Felsen im Meer gelegen und zu unserer Zeit, um halb neun, waren wirklich noch kaum Leute da. Augustinus erklärte uns die Entstehung und Bedeutung des Tempels und schoss gleich auch Fotos von uns mit unserer Kamera. Bei Ebbe kann man bis zum Tempel gelangen, allerdings ist es Touristen nicht gestattet, diesen zu betreten. 

 

Danach ging es weiter Richtung Norden, wo wir später dann einen Tempel im Regenwald besuche wollten. Doch zuerst hielten wir noch bei einer traditionellen Schnitzerei-Werkstatt an, welche Türen für die Tempel oder Hauseingänge und Leichenbetten, Schreine und so weiter herstellt. Die filigranen Schnitzereien haben uns fasziniert. Hier ist alles noch echte Handarbeit! Nur die SUVA sollte wohl nicht zugenau hinschauen, wenn es um Sicherheit am Arbeitsplatz, Schutzkleidung und so weiter geht.

 

Der nächste Halt ist in einer Reisemühle. Reis ist auch in Bali Hauptnahrungsmittel. Die Reismühle gehört einer Dorfgemeindschaft und ist sehr einfach gebaut. Als Antrieb wird ein 40 Jahre alter LKW-Motor genutzt.

 

Je weiter wir ins Landesinnere kommen, desto einfach leben die Menschen. Wasserbüffel gehören zum ganz normalen Erscheinungsbild.


Vorbei an den Dörfern fuhren wir auf einer weniger stark befahrenen Strasse zum Tempel im Regenwald. Sein Name ist: Pura Luhur Batu Karu. Natürlich mussten wir uns erstmal passend mit Sarong, Scherpe und Conny noch mit so einem Kopftuch der Männer kleiden. Das Kopftuch soll verhindern, dass die Gedanken der Männer abschweifen. Hier im Regenwald machte das Wetter dem Namen dann auch alle Ehre und es nieselte.
Der Tempel würde eigentlich am Fusse eines erloschenen Vulkans liegen, im Nebel konnte man diesen aber nicht sehen. Andere Touristen gibt es hier kaum.
Uns gefiel das viele Grün, die Menschen und die wirklich mystische Stimmung sehr. Als wir eintraffen wurden gerade die Frauen eines ganzen Dorfes auf die Ladefläche eines LKWs verladen um wieder zurück ins Dorf zu fahren. Eine andere Gemeinschaft hielt gerade eine Zermonie ab. Und Frauen waren in einer Art Vorhof am gestalten der Opfergaben.

Es war wirklich enorm schön und die Stimmung im Tempel war sehr gelassen. Die Frauen und Männer freuten sich über unser Interesse und schmunzelten darüber, dass auch Conny die traditionelle Kopfbedeckung trug, denn diese ist für Touristen wohl nicht Pflicht. Hier fühlen wir uns den Göttern nah....

Weiter ging es die Strasse entlang durch Regenwald, vorbei an Reisfeldern, bis zu einem kleinen Restaurant mit wirklich traumhafter Aussicht auf die Reisterassen, wo wir unser Mittagessen (traditionelles Buffet) einnahmen. Woooow, so eine tolle Sicht. Wir konnten uns kaum davon losreissen.


Immer wieder liess Augustinus uns aussteigen und wir gingen ein Stück zu Fuss, während der Fahrer schon mal vorfuhr.

Augustinus erklärt uns verschiedene Pflanzen und zeit uns unter anderem auch die Kakaofrucht. Das weisse, fleischige Innere schmeckt übrigens hervorragend, wird aber nicht gross verwendet, da die Nutzung der Kakaobohne mehr einbringt.

So liefen wir auch an einem Reisfeld entlang, als Augustinus dem Reisbauer etwas zuruft, worauf dieser seine Arbeit unterbrach um uns eine Kokosnuss aufzuhacken und uns davon probieren zu lassen.


*leckerlecker*

Es sind Szenen wie diese, in der die einfache Bevölkerung uns willkommen heisst und uns ihr Leben zeigt, die uns tief berühren und die wir für immer in unseren Herzen festhalten.

 



Angekommen am Bratan-See besuchten wir die berühmte Tempelanlage im See, welche auch auf der 50'000 Rupieh Note abgebildet ist. Die Stimmung mit dem Nebel ist fabelhaft und wir geniessen den Moment.

                                                                

Auch dieser Tempel gefiel uns ausgesprochen gut.

Bei der Rückfahrt dann unser persönliches Highlight. Wir hielten an, um eine Kaffeemühle zu besuchen, Augustinus fragt an, ob wir einen kurzen Blick ins Innere werfen dürfen und wir wurden sogleich von einer Familie in ihre Küche eingeladen. Die Balinesen in den ländlichen Gebieten leben noch sehr traditionell und arm. In der kleinen, russgeschwärzten Küche röstete uns die Frau Erdnüsse über dem Feuer und auch Bananen wurden uns gereicht.

                                                              

Die Kinder haben von Augustinus Schokolade gekriegt, welche er schon vorsorglich gekauft hatte. Danach gabs einen wirklich leckeren Kaffee (und wenn ich als Nicht-Kaffee-Trinkerin das sage ) Die Kinder wollten unbedingt mit Haus und Hof auf die Fotos, so dass aber auch noch die hinterste und letzte Katze angeschleppt wurde.

                                                              

Wir fandens einfach nur schön und waren bezaubert von der Freundlichkeit der Einheimischen.
In der Kaffemühle wurde uns dann 500 g am morgen frisch gerösteter Kaffe gemahlen, welcher uns Augustinus als Andenken schenkte. Die Mühle wird angetrieben von einem Mofa-Motor und gehört wieder der Kommune, welche damit einfach ihren persönlichen Bedarf abdeckt.

                                                                                          

Letzer Halt war noch ein einheimischer Markt, bei welchem aber nur in Grossmengen für die Märkte im Süden verkauft wird. 34 Kilo Bohnen Wahnsinn, was da alles auf einen kleinen Pickup geladen wird.

                                                                   

Zurück beim Hotel, kommen wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang. Wir sind erfüllt von Glück und geniessen den Rest des Abends bei Mama Putu mit einem leckeren Essen und einem Cocktail.

 

                                                                  


 

7. Tag/ La dolce far' niente
 

Nach dem gestrigen erlebnissreichen Ausflug mit Augustinus relaxen wir am Strand und lassen all die vielen Eindrücke sich erstmal setzen. Das süss Nichts-Tun tut uns gut. Wir planschen im Meer, suchen Muscheln, sehen Seesterne, lesen im Schatten der Bäume und freuen uns einfach des Lebens.

                                                                

Abends essen wir dann bei Mama Putu gleich rechts von unserem Hotel. Es schmeckt uns wieder ausgezeichnet und der Preis ist einfach sagenhaft niedrig.


   

 

                                                 

 

Ansonsten brilliert der heutige Tag nicht gross mit News und Neuigkeiten.

Es war eben ein klassischer Faulenzertag.

 

8. Tag/Shopping in Kuta

Da sich unser Urlaub schon wieder den letzten Tagen nähert, wollen wir nochmals nach Kuta fahren, um einzukaufen.

Wir machen uns deshalb nach dem Frühstück vor an die Strasse, um ein Taxi zu nehmen.
Statt eines Taxis hat uns ein Bemo aufgegabelt. Das kennen wir ja inzwischen und es ist für uns auch kein Problem.

Wegen anhaltender Magen-Darm-Probleme stoppen wir öfters in einem Restaurant um etwas zu trinken und das Klo aufzusuchen

In einem der Restaurant entdecken wir diese Schildkröten.


In einem anderen Restaurant sehen wir diesen Tempelschrein.


Naja, Bioflorina sei Dank, wird dieser Zustand nicht ewig lange anhalten, aber es ist durchaus so, dass wir an diesem Tag nicht allzu schnell vorankommen.

Wir geniessen die Zeit, so gut es geht...aber ohne MonteZumas-Rache würde es natürlich mit dem geniessen noch etwas besser gehen. Wir schlendern noch etwas am Strand vom Legian entlang, welcher gleich an Kuta anschliesst.


 

Zum Abendessen entscheiden wir uns für etwas gebratenen Reis und vor allem statt eines Fruchtdrinkes doch lieber Wasser.


Der Rest des Abends läuft ruhig in unserem Zimmer ab....in Reichweite des Klos.

 

 

9. Tag/ Zweiter Ausflug mit Augustinus 1. Teil

Der zweite Ausflug mit Augustinus!

Wieder stehen wir früh auf, um gemeinsam mit Augustinus, seinem Fahrer und noch zwei weiteren Mitfahrern, welche wir später kennenlernen, diese herrliche Insel zu erkunden.
Augustinus hatte uns angefragt, ob es uns etwas ausmachen würde, wenn er zwei Touren zusammenlegt und wir somit statt zu zweit, zu viert unterwegs sein würden.
Für uns kein Problem und so kam es, dass sich am Mittwoch Morgen noch zwei andere Personen mit im Auto befanden.
Mike und Peggy waren uns gleich sympathisch und so besuchten wir gemeinsam den einheimischen Markt in Denpasar.
Hier gibt es von Früchte und Gemüse über Fleisch, flache Poulet (Hähnchen), Fisch, Gewürze, Süssigkeiten, Snacks....einfach alles.

 


                               


                              


Die Durchgänge zwischen den einzelnen Theken sind eng und immer wieder kommen einem Frauen mit grossen Körben auf dem Kopf entgegen. Dies sind sozusagen die balinesischen Einkaufskörbe, welche gegen ein Entgeld gemietet werden können.


                             
Wir erhandelten uns hier Vanillestangen und Curry.

Weiter fuhren wir Richtung Ubud und hielten zuerst einmal bei einem Steinmetzen an. Unglaublich, was die Balinesen hier in Handarbeit alles schaffen. Auch ein kleiner Tempelwächter hat den Weg nun zu uns nach Hause gefunden.

Der Steinmetz hier scheint etwas wohlhabender zu sein. Ganz prunkvoll ist der Eingang des Raumes, welcher für religiöse Momente und vorallem zur Aufbahrung der Toten benutzt wird.


Unterwegs hielten wir dann plötzlich an. Augustinus hatte gesehen, dass soeben Vorbereitungen für eine balinesische Hochzeit stattfinden und wir durften uns anschauen, wie dies so von statten ging. Ein Schwein wurde gerade geschlachtet und die Männer waren mit Gemüse und Gewürze schneiden beschäftigt, während die Frauen Opfergaben bastelten.

 

                        

                           sehr scharf.....


Dies macht eben Augustinus aus....wo er was sieht, wird spontan angehalten und ein zusätzliches Erlebnis ermöglicht.

Als nächstes stand ein kurzer Besuch in einer Grundschule auf dem Plan. Die Schüler und Schülerinnen waren total aus dem Häuschen und begrüssten uns, nach dem sie uns entdeckt haben, mit lauten Zurufen und strahlenden Gesichtern. Nachdem wir unsere Vornamen an die Wandtafel geschrieben hatten und alle Schüler/innen brav diese im Chor vorlasen, haben sich die Schüler/innen noch für ein Foto um ihre Lehrerin aufgestellt. Das Klassenzimmer ist im vergleich zu unseren Schulen spartanisch eingerichtet und dunkel.


In Ubud besuchten wir dann den Affenwald. Diese Affen waren viel weniger agressiv als die Affen beim Uluwatu Tempel. Die Anlage liegt in Ubud, umgeben von wunderschönen, alten Bäumen. Eine ganz tolle, eigene Stimmung herrschte in diesem Wald.


Den Äffchen hätten wir wohl stundenlange zusehen können.

Wir fuhren weiter und beim nächsten Halt war eine Wanderung durch die Reisfelder angesagt. Da gerade auch der ganze Weg geflutet worden ist, wurden unsere Schuhe pitschnass. Trotzdem war es schön, in diesem saftigen Grün zu wandern und die eine oder andere Hürde zu überwinden, waren doch die Weglein zwischen den Reisfeldern schmal und endeten bei einer höher oder tiefer liegenden Reisterasse.

                        

Und wieder einfach so am Wegrand und unscheinbar....eine "Fabrik" die Holzschilder und Masken auf Bestellung für Hawaii herstellt.


Wenn ihr also in Hawaii Holzschnitzereien kauft, seit euch nicht so sicher, dass sie auch aus Hawaii kommen.

Im zweiten Teil kommen wir dann zu den berühmten Reisterassen, nähern uns dem Vulkan Batur, besuchen eine Bauernfamilie, bewundern einen Tempel im Urwald, besichtigen eine Tanzschule für balinesischen Tanz und halten auch noch kurz in einer Tuchfabrik.

 

9. Tag/ 2. Teil von Reisterassen und Tempeln

Im zweiten Teil dieses unglaublichen Tages besuchen wir die Postkarten-Reisterassen. Allerdings muss man sagen, dass die Händler da sehr aufdringlich sind und sogar den Fuss, Arm oder Kopf zwischen die Autotüre halten, nur um dich anzuflehen, ihnen doch etwas abzukaufen. Die Masche mit "only 1 Dollar oder 1 Euro" zieht leider nicht....Peggy hatte blitzschnell einen Euro gezückt...für ein Euro wollten sie ihre Schnitzereien, Batik-Sarongs und was auch immer, dann doch nicht hergeben. So schön diese wunderbaren Reisterassen sind, nerviger als hier sind uns die Händler nirgends begegnet.

Aber konzentrieren wir uns doch lieber wieder auf dieses wunderschöne Grün, welches in der Äquatorsonne so schwierig zum fotografieren ist.

 

 

 

Mit etwas Hunger im Bauch wollte uns Augustinus die Stinkfrucht Durian schmackhaft machen. Leider hat sie uns Europäern gar nicht geschmeckt. Im Gegenteil....der Geschmack hallte dann auch noch ewig lange nach. Augustinus hat sich dann freudig über unsere Resten hergemacht

Ganz ehrlich....Durian schmeckt wie K..tze mit Käse....ohne a....mit o geschrieben, oder Schweissfüsse.... und ich bin wirklich nicht heikel, was Essen anbelangt und habe sogar zwei mal davon probiert um ganz sicher zu sein, dass es nicht eine übereilte Beurteilung war. *Pfuiiibääääh* *wüüüürg*

 

Die Fahrt geht weiter durch die wunderschöne Landschaft und schraubt sich immer höher dem Mount Batur, einem Vulkan, zu. Leider ist das Wetter nicht wirklich perfekt, aber wer geniessen den Anblick des aktiven Vulkanes und dessen Kratersee.


Die schwarzen Lavafelder vom letzten Ausbruch sind noch gut zu erkennen.

 

Wir besprechen mit Augustinus, dass wir bei der Bauernfamilie, welche wir besuchen werden, einen kleinen "Snack" essen werden und statt des Mittagessens ungefähr um 17.00 Uhr in einem ganz einfach Restaurant in Denpasar, wo eigentlich keine Touristen hingehen, seiner Meinung nach aber wirklich bestes einheimisches Essen geboten werde, essen.

Wir fahren also weiter zu einer Bauernfamilie und sind erstmal erschrocken darüber, dass die Familie noch einfacher lebt, als die Familie bei der Kaffeemühle.

Die beiden kleinen Jungs sind sehr scheu, aber neugierig, sie kriegen wohl nicht täglich Europäer zu sehen.

Die Küche befindet sich ausserhalb des "Wohn-/Schlafraumes".

Was uns als kleiner Snack angepriesen wurde, stellt sich für uns irgendwie als vollwertige Mahlzeit dar. Augustinus erklärt uns, dass er der Familie dafür selbstverständlich etwas bezahlen wird, anders wäre es uns auch nicht recht. Und die Jungs kriegen wieder Süssigkeiten.

Es gibt gekochtem Mais, Süsskartoffeln mit Palmzucker und Kokosraspeln, Süsskartoffel-Chips und Kaffee.

Die Familie lebt von dem, was sie selber anpflanzen kann und auf dem Markt verkaufen kann, ab uns zu können sie kleine Arbeitsaufträge übernehmen. Es ist ein hartes Leben hier im Paradies. Um so mehr sind wir berührt von der Grosszügigkeit und Freundlichkeit, mit der wir empfangen werden. Zum Abschied kriegen wir 2 Säcke voll tropischer Früchte aus ihrem Garten mit.

Nachdenklich brechen wir auf....

 

Wir halten vor einem Tempel im Urwald, mit dem Namen: Pura Kehen. Der Tempel liegt wunderbar im Urwald an einem Berghang und wird wegen seiner Lage kaum von Touristen besucht. Nicht weil er schlecht liegt, aber er liegt halt nicht an einer Hauptverkehrsachse und ist nicht so gut mit grossen Reisebussen erreichbar.

Für uns ist dies einer der schönsten Tempel.

Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns noch etwas lebendige Kultur. Wir besuchen eine Tanzschule, in der die Mädchen das traditionelle Tanzen erlernen. Der Traum jedes Mädchens ist es, Tänzerin werden zu können.

Hier schlägt dann auch mein Stündchen....ich darf mich zum Affen machen und mittanzen.... welch eine Eleganz ...

Jetzt kommt also die folgende Szene...bei dem ich den zarten baliniesischen Mädchen....richtig Konkurenz mache *grins*

                                                              

Was man nicht alles tut im Urlaub....ich muss aber sagen, nach dieser kurzen Lektion, weiss ich, wie schwierig diese Tänze wirklich sind und dass da gaaaanz viel Köperbeherrschung dazu gehört. 2 Tüten Bonbons ärmer begeben wir uns auf den Rückweg nach Denpasar, aber nicht ohne auf unseren Wunsch hin nochmals anzuhalten um uns in einer Tuchfabrik die wunderschönen Stoffe und ihre Herstellung anzuschauen.

                         

Die Seidenmalerein und Batiken sind alle Handarbeit...da es aber schon langsam spät wird, verbleiben wir nur kurz und fahren dann in Denpasar zu einem winzigen Restaurant, dass von aussen wirklich keinen guten Eindruck macht. Die kleine Küche ist allerdings sauber und das Essen, von welchem es leider keine Bilder gibt, schmeckt uns hervorragend. Es gibt Reis, verschiedenes Fleisch ind verschiedenen Saucen und auch etwas Gemüse.

Conny und ich werden als erstes beim Hotel ausgeladen und wir verabschieden uns herzlich von allen. Peggy und Maik werden wir am letzten Abend nochmals treffen.

Wir kommen happy und voller Eindrücke in unser Hotelzimmer. Während Conny schonmal die Fotos auf das kleine Netbook überspielt, kühle ich mich im Pool ab und lasse mich treiben. Uns bleiben noch 2 volle Tage...dann geht das Abenteuer auf der Suche nach den Göttern leider schon wieder zu ende.

 

10. Tag/Verwöhnprogramm im Hotel

Nach dem gestrigen wunderschönen Reisetag mit Augustinus geniessen wir nochmals einen wunderschönen Tag. Wir erholen uns wie beim letzten Mal in der Hotelanlage, am Strand und lassen einfach die Seele baumeln. Da das Wetter wieder sehr gut ist, fotografieren wir nochmals die Hotelanlage.

links oben, ganz versteckt hinter den Pflanzen ist der Balkon unseres "Hotelzimmers"

Der Aufgang zur Lobby, gesäumt durch einen wunderschönen Ficus-Baum mit Luftwurzeln

Der Spielplatzbereich, gleich vorne beim Strand

Der Poolbereich gleich neben unserem Zimmer

Die Aussicht vom Treppenaufgang auf Höhe unserer Einganstüre

Zum Mittagessen ging es in ein kleines Restaurant am Strand, wo wir uns Saté-Spiesschen göhnten. Wie herrlich es ist, so am Strand zu essen, mit dem Blick aufs Meer. Und wie lecker es geschmeckt hat.....
 

Einfach göttlich diese Spiesschen.

Am Nachmittag gönnen wir uns nochmals eine dieser unglaublich preiswerten Massagen, direkt am Strand mit Meerrauschen und im Schatten der Bäume....was für ein Feeling. Dazu hängen wir den Erlebnissen und Bildern in unseren Köpfen nach....wie wunder, wunder, wunderschön es doch war.
Der Rest des Tages enzieht sich leider meiner Kentniss...wir waren auf jeden Fall nochmals lecker essen und durch die Einkaufsmeile Sanurs geschlendert.

Morgen ist der letzte, ganze Tag im Paradies.

11. Tag/ another Relaxing-Day

Nochmals geniessen wir bei schönem Wetter den Tag am Strand und bei letzten Shoppingtouren in Sanur und in einem Zetrum in Denpasar.
Hier finden wir grünes Toastbrot....wer isst denn sowas?

In Hardys Shoppingcenter treffen wir dann auch auf Mike und Peggy, mit denen wir uns für 21.00 Uhr vor dem Einkaufszentrum verabreden um gemeinsam mit Ihnen unseren Abschied zu feiern. Die Beiden werden noch eine weitere Woche auf Bali sein.

Conny und ich gehen noch einmal chic Essen mit allen Schikanen, sprich Hummer und Cocktail...



Conny und Mike holen noch kurz Bier und Knabberzeugs vorne im kleinen Laden. Bis um 1.00 Uhr morgens sitzen wir bei Peggy und Mike vor dem Hotelzimmer und unterhalten uns. Die Zeit vergeht wie im Fluge. Dann verabschieden wir uns herzlich von den beiden und gehen das kurze Stück zurück zu unserem Hotel vorne am Strand entlang. Und plötzlich hören wir wieder den eindringlichen Schrei eines Geckos. Im Schein der Laterne entdecken wir ihn. Wow, der ist ja riesig....der ist bestimmt 25-30 cm lang.


Lustig, dieser kleine (oder grosse), getupfte Kerl.

Gute Nacht....morgen geht es auf den langen Heimflug...

 

12. Tag/ Abschiednehmen und der lange Heimflug

Ein letztes Mal stehen wir im Paradies auf, begeben uns vor zum Frühstück, bewundern die Aussicht aufs Meer und seufzen, dass die Tage so schnell vorbei sind und wir nun wieder nach Hause müssen. Unser Flug geht am späten Nachmittag, aber wir müssen bis um 10.00 Uhr aus unserem Zimmer raus sein. Das Gepäck dürfen wir aber noch in einem Gepäckraum lassen und da gibt es sogar eine Waage.

Was tun mit dem angebrochenen Tag, der nichts Ganzes mehr ist. Wir begeben uns ins kleine Cafè nebenan und begiessen den Morgen mit einem Cocktail. Die übriggeblieben Rupien müssen noch aufgebraucht werden.

Um die Ecke entdecken wir einen Flughund. Die Bedienung erzählt uns, dass sein Name Robin sei. Er hätte einen Flugarm gebrochen gehabt und können nun nicht mehr fliegen. Sie bringen uns Früchte, mit welchen wir Robin füttern dürfen. Dies ist für uns ein super Zeitvertreib und wir sind sehr fasziniert, von dem schönen Tier.


Um 13.00 Uhr wird es Zeit, dass wir in der Lobby mit unseren Koffern parat stehen für den Transport an den Flughafen. Ein Fahrer holt uns etwas verspätet ab, denn wir sind das letzte Hotel, welches er anfährt. Da aber genügend Zeit bleibt, ist dies kein Problem.
Check-In und Sicherheitscheck verlaufen ganz problemlos...das Ausreisegeld (Flughafensteuer) von 150 000 Rupieh pro Person, haben wir schon am Anfang des Urlaubes bei Seite gelegt. Der Flieger steht parat und wird beladen. Und dann geht es los.

Und wie ein Rückflug so ist....es ist eine lange Sache. Aber auch die beiden Flüge, erst nach Taipeh und dann weiter nach Frankfurt, haben irgendwann ein Ende. Nun noch 2,5 Stunden auf den Zug warten und nach über 24 Stunden sind wir frisch fröhlich zurück in unserem geliebten Zuhause.

 

Fazit der Reise

Hotel: Das Mercure Resort in Sanur hat uns gut gefallen. Die Lage am Ende des Strandes von Sanur war für uns ideal. Es war ruhig und idyllisch in der Anlage. Das Frühstück war lecker und vollkommen ausreichend. Die ganze Gartenanlage war sehr schön und auch der Frühstücksbereich mit Blick aufs Meer war super. Würden wir den Urlaub nochmals genau so machen wollen, so würden wir es wieder in der engeren Auswahl haben.

Highlights:
Die beiden Tage mit Augustinus waren ganz klar die Highlights unserer Reise. Die Besuche bei den einfachen Familien, die Tempelanlagen und die ganzen anderen typischen balinesischen Momente, sie machen aus der Reise einfach das, was sie schlussendlich war: ein traumhafter Urlaub.
Unabhängig von der Reise mit Augustinus ist die Flora und Fauna auf Bali genau unser Geschmack.
Die Essen auf Bali gehören auch erwähnt. Sie waren unglaublich lecker und auch fürs Auge genial.

Enttäuschungen:
Es gab eigentlich wenig wirklich enttäuschendes. Die gekauften Taucherbrillen waren schrott ;)
Leider ist Bali abseits der Hotels manchmal ganz schön verschmutzt. Der ganze Müll wird nicht wirklich richtig entsorgt und viel davon landet am Strassenrand, im Strassengraben oder im Bach/Fluss. Wir hoffen, sie kriegen da die Kurve, denn das Paradies leidet sonst.

Empfehlungen:
Ganz klar empfehlen wir Augustinus als Reiseführer. Er hat seine Sache unglaublich gut gemacht und es uns ermöglicht, ein kleines Stück am Leben in Bali teilzunehmen.
Das Restaurant Ketupat in Kuta können wir auch empfehlen. Die Speisen waren ausgesprochen lecker und das Ambiente unglaublich schön. Wir hätten dies in der "Hölle" von Kuta so auch gar nicht erwatet.
Ich kann jedem der in Bali ist nur empfehlen, sich raus aus den Hotelanlagen zu begeben und das Leben der Natur und der einfachen Bevölkerung genauer anzuschauen, denn darin findet man wirklich viel göttliches...

Was würden wir anderst machen: Bei einem nächsten Urlaub würden wir noch mehr ins Landesinnere und in die unbekannteren Orte gehen. Zudem würde ich eine Rundreise mit verschiedenen Übernachtungsorten planen und nicht 2 Wochen am selben Ort bleiben. Für den Flug würden wir das nächste Mal etwas mehr bezahlen und lieber mit Singapur Airlines fliegen.... für so einen langen Flug lohnt sich etwas mehr Komfort.

persönliches Fazit:
Bali hat mich auch bei meinem zweiten Urlaub begeistert und Conny ist nach seinem ersten Urlaub in Bali hin und weg. Er wäre am Liebsten gleich hierher ausgewandert. Wir hoffen, dass Bali uns nicht zum letzten Mal gesehen hat. Es war ein Traumurlaub.
Für uns schön zu sehen war, dass auch die Menschen, die einfach und unter harten Bedienungen leben, glücklich sind und meistens mehr Zufriedenheit ausstrahlen, als Menschen mit grossen Reichtum, denn sie finden ihren Frieden in der Natur, ihrer Religion und in ihren Familien.